Arnsberger Wald

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Arnsberger Wald (Begriffsklärung) aufgeführt.
Der Arnsberger Wald aus Richtung Warstein gesehen
Der Arnsberger Wald südlich des Möhnestausees
Möhnesee, Blick vom Möhneseeturm
Möhnesee, Blick auf das Südufer bei Körbecke

Der Arnsberger Wald liegt im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest im Regierungsbezirk Arnsberg, Nordrhein-Westfalen. Heute wird der Arnsberger Wald häufig mit dem 482 km² großen und 1961 gegründeten Naturpark Arnsberger Wald gleichgesetzt. Zum Naturpark Arnsberger Wald gehören Flächen südöstlich Hirschberg und östlich Warstein wie Warsteiner Hügelland, Plackwald und Obermöhne- und Almewald, welche nicht zum Naturraum Arnsberger Wald gehören. Der Arnsberger Wald besteht naturräumlich gesehen aus den beiden Teilflächen Oberer Arnsberger Wald, auch Buchwald genannt und Unterer Arnsberger Wald, auch Eichwald genannt. Der Arnsberger Wald liegt auf den Gebieten von Arnsberg, Ense, Möhnesee, Warstein und Rüthen.[1][2]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Arnsberger Wald ist in Ostwestrichtung führende Höhenrücken und Talmulden gegliedert, die auf 300 bis 400 m ü. NN ansteigen. Geologisch gründet der Naturraum auf gefalteten Grauwackeschiefern des Rheinischen Schiefergebirges. Eine Geländestufe von ca. 50 m auf der Linie NeheimKolonie NeuhausAllagen grenzt den Oberern Arnsberger Wald deutlich vom nördlich gelegenen Unteren Arnsberger Wald ab, der eine deutlich flachere Geländeform und ein milderes Klima aufweist. Im Arnsberger Wald befinden sich heute großflächiger Rotfichtenwald und Laubwald. In tieferen Lagen befinden sich neben Rotfichten viel Eichenwald. In höheren Lagen ist dagegen statt Eichenwald Buchenwald anzutreffen.[1]

Der Arnsberger Wald war früher Teil des größeren Lürwalds, der im Besitz der Grafen von Arnsberg und später der Kurfürsten von Köln war. Außer dem Tourismus hat nur die Forstwirtschaft größere Bedeutung außerhalb der besiedelten Randbereichen im Möhnetal. In dem großen Waldgebiet selbst gibt es nur kleinere Ansiedlungen.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die einzigen größeren Stillgewässer im Arnsberger Wald sind der Möhnesee und der Enser See. Zahlreiche Fließgewässer durchziehen die bewaldete Landschaft. Dazu gehören insbesondere Ruhr und Möhne, die das Waldgebiet eingrenzen, aber auch weitere im Naturpark entspringenden Möhne- und Ruhr-Zuflüsse:

Tourismus und Wandern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Möhnesee wird für Wassersport aller Art genutzt. Nur Motorbootfahren bis auf Ausflugschiffe und Rettungsbooten verboten.

Viele Wanderwege erschließen den Arnsberger Wald und dessen Berge und Täler. Die bekanntesten sind der Uplandweg, der in Nord-Süd-Richtung von Soest über Körbecke nach Neuhaus, Breitenbruch und Arnsberg verläuft, und der Rennweg, der in Ost-West-Richtung auf der ersten Anhöhe südlich des Möhnestausees angelegt wurde und nach Warstein führt. Weitere Wanderwege sind der Plackweg und die Sauerland-Waldroute.

Von vielen Parkplätzen, die sich unter anderen an der Südseite des Möhnestausees und im Hevetal befinden, kann man Rundwanderungen unternehmen. Etliche Ausflugs-Gaststätten, beispielsweise am Südrand des Stausees sowie in den im Arnsberger Wald liegenden Dörfern Neuhaus und Breitenbruch gelegen, stehen den Wanderern zu Diensten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ralf Günther: Der Arnsberger Wald im Mittelalter. Forstgeschichte als Verfassungsgeschichte. Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Nr. 22/Geschichtliche Arbeiten zur westfälischen Landesforschung, Band 20. Aschendorff, Münster 1994, ISBN 3-402-06782-X (345 (IX) Seiten).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Arnsberger Wald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Martin Bürgener: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 110 Arnsberg. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1969. → Online-Karte (PDF; 6,1 MB)
  2. Martin Bürgener1963: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 111 Arnsberg. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1963. → Online-Karte (PDF; 6,1 MB)