Aslı Sevindim

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Aslı Sevindim, 2016
Aslı Sevindim (2010)

Aslı Sevindim (* 23. Dezember 1973 in Duisburg[1]) ist eine deutsch-türkische Journalistin, Rundfunkmoderatorin und Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aslı Sevindim wuchs als Tochter türkischer Eltern in Duisburg-Marxloh auf und besuchte einen katholischen Kindergarten. Nach der Grundschule war sie auf dem Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium, wo sie 1993 ihr Abitur absolvierte.[2] Anschließend studierte sie Politikwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen. Von 1993 bis 1998, d. h. bereits parallel zu ihrem Studium, arbeitete sie als Moderatorin und Autorin bei Radio Duisburg schwerpunktmäßig für türkischsprachige Sendungen.[3] 1999 begann sie als Journalistin und Hörfunkmoderatorin beim Westdeutschen Rundfunk (WDR). Hier moderierte sie und schrieb für Sendungen im Programm Funkhaus Europa und für Venus FM. Ab 2004 moderierte sie zudem beim WDR-Fernsehen die Sendung Cosmo TV und von 2006 bis zum 25. Mai 2019 als erste türkische Moderatorin[4][5] die Nachrichtensendung Aktuelle Stunde. Größere Beachtung erhielt Sevindim durch ihre Publikumsmoderation der mitternächtlichen Diskussionssendung zu dem umstrittenen WDR-Fernsehfilm Wut 2006 in der ARD sowie in der Ausgabe der Fernsehsendung Hart aber fair, in der die Veröffentlichung des Buches Deutschland schafft sich ab von Thilo Sarrazin diskutiert wurde.[6][7]

Als Buchautorin debütierte Sevindim mit dem humorvollen Werk Candlelight Döner: Geschichten über meine deutsch-türkische Familie (2005). Im selben Jahr gehörte auch Sevindim zu den prominenten Türken in Deutschland, die eine Kurzgeschichte für den deutsch-türkischen Erzählband Was lebst Du? (2005) verfassten.[8]

Am 30. März 2007 moderierte Sevindim die auf dem Sender 3sat übertragene 43. Verleihung des Adolf-Grimme-Preises, eines der wichtigsten Medienereignisse in Deutschland.

Für das Kulturhauptstadtjahr 2010 der Metropole Ruhr war Sevindim als eine von vier künstlerischen Direktoren für das Themenfeld „Stadt der Kulturen“ zuständig.[9] Sie ist auch Mitglied des Kuratoriums des Zentrums für Türkeistudien der Universität Duisburg/Essen und im Integrationsbeirat des Landes Nordrhein-Westfalen.[10]

Im November 2018 beteiligte Sevindim sich an dem Programm des Deutschen Ausbildungsleiterkongress in Düsseldorf.[11]

Seit dem 1. Juli 2019 ist Sevindim Abteilungsleiterin der Abteilung „Integration“ im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.[12] Sie löst Aladin El-Mafaalani ab.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aslı Sevindim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Während die meisten Quellen Duisburg als Geburtsort angeben, wird bei Peter Korte: Mit der Haniel Stiftung besser in die Zukunft, in: Rheinischen Post Online, 22. August 2009 (online@1@2Vorlage:Toter Link/www.rp-online.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) Duisburg-Marxloh genannt. Eine Bestätigung durch andere unabhängige Quellen steht aus.
  2. Carolin Jenkner: Wo der Pott Deutschen und Türken gehört. In: Spiegel online, 22. August 2007 (online)
  3. Website der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung über Aslı Sevindim
  4. Silke Wortel: Interview mit WDR-Moderatorin Asli Sevindim - Es gibt kein Wir und Die. In: WDR.de, 20. November 2006 (online (Memento vom 16. April 2009 im Internet Archive))
  5. Christiane Vielhaber: Leistung zählt. In: Kölner Stadt-Anzeiger (ksta.de), 20. März 2006 (online (Memento des Originals vom 11. März 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ksta.de)
  6. Joachim Huber: Thilo Sarrazin bei "Hart aber fair". Tagesspiegel Online. 2. September 2010. Abgerufen am 4. Dezember 2010.
  7. Carolin Jenkner: Duisburg-Marxloh: Wo der Pott Deutschen und Türken gehört. In: Spiegel Online. 22. August 2007 (spiegel.de [abgerufen am 1. März 2019]).
  8. Carolin Jenkner: Duisburg-Marxloh: Wo der Pott Deutschen und Türken gehört. In: Spiegel Online. 22. August 2007 (spiegel.de [abgerufen am 1. März 2019]).
  9. Carolin Jenkner: Duisburg-Marxloh: Wo der Pott Deutschen und Türken gehört. In: Spiegel Online. 22. August 2007 (spiegel.de [abgerufen am 1. März 2019]).
  10. Asli Sevindim liest in der Stadtbücherei. Abgerufen am 28. Februar 2019.
  11. Redaktion: Deutscher Ausbildungsleiter-Kongress 2018 – Nachwuchsförderung auf der Höhe der Zeit. In: News4teachers. 19. November 2018, abgerufen am 1. März 2019 (deutsch).
  12. Christopher Onkelbach: WDR-Moderatorin Asli Sevindim wechselt ins NRW-Ministerium. 23. Mai 2019, abgerufen am 28. Juni 2019 (deutsch).