Atammik

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Atammik (Verbindung)
Atangmik
Atammik-aerial.jpg
Kommune Qeqqata Kommunia
Distrikt Maniitsoq
Geographische Lage 64° 48′ 13″ N, 52° 10′ 35″ WKoordinaten: 64° 48′ 13″ N, 52° 10′ 35″ W
Atammik (Grönland)
Atammik
Höhe m
Einwohner 201
(1. Januar 2019)
Zeitzone UTC-03

Atammik [aˈtamːik] (nach alter Rechtschreibun Atangmik) ist eine grönlandische Siedlung im Distrikt Maniitsoq in der Qeqqata Kommunia.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Atammik liegt an der Südspitze des Landesteils Toqqusap Nunaa am Fjord Ammassivik 75 km südlich von Maniitsoq und 72 km nördlich von Nuuk. Der nächste bewohnte Ort ist Napasoq 29 km nördlich.[1]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Atammik lebt hauptsächlich vom Fischfang. Während früher vor allem Lodden gefangen werden konnten, sind es heute vielmehr Dorsche und Seehasen. Zudem werden in der Gegend Rentiere gejagt. Royal Greenland ist der größte Arbeitgeber der Siedlung. 34 km nordöstlich liegt die ehemalige Olivinmine Seqi, die 2010 geschlossen wurde. In Atammik existiert ein ausbaufähiges Tourismuspotential.[2]

Infrastruktur und Versorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Atammik gibt es zwei Anlegestellen für Schiffe und Boote sowie den Kai der Fischfabrik. Der Ort wird vierzehntägig von Versorgungsschiffen angelaufen. Ein Platz für einen Heliport ist im Osten des Ortes ausgewiesen, aber noch nicht bebaut. Wege sind vorhanden.

Über eine Wasserleitung vom Tiiluata Tasersua anderthalb Kilometer nordwestlich versorgt Nukissiorfiit Atammik mit Trinkwasser. Nukissiorfiit betreibt zudem ein Dieselkraftwerk für die Sicherung der Stromversorgung. Der Ort verfügt über kein Kanalisationssystem. Abwasser wird ins Meer entsorgt, während Abfall verbrannt oder deponiert wird. TELE Greenland ist für die Telekommunikationsversorgung zuständig.[2]

Bebauung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Atammik gibt es eine Filiale von Pilersuisoq. Zudem gibt es eine kleine Halle, einen Fußballplatz und einen Spielplatz. Die Kirche wird auch als Versammlungsgebäude genutzt. 16 Kinder besuchen die Kindertagesstätte und 20 die Schule. Vier Gebäude sind für die Altenpflege ausgelegt.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerungszahl von Atammik stieg bis kurz vor der Jahrtausendwende an und ist seitdem relativ konstant bis rezessiv.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Atammik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karte mit allen offiziellen Ortsnamen bestätigt vom Oqaasileriffik, bereitgestellt von Asiaq
  2. a b c Atammik bei qeqqata.odeum.com
  3. Einwohnerzahl Atammik 1977–2019 bei bank.stat.gl