Ataollah Mohadscherani

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Ataollah Mohadscherani

Ataollah Mohadscherani bzw. Ata'ollah Mohajerani (persisch عطاءالله مهاجرانی; * 1954 in Arak, Markazi) ist iranischer Politiker, der viele hohe Ämter bekleidete, und Autor zahlreicher Bücher auf dem Gebiet des Dialogs der Religionen und Kulturen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1996 bis 2000 war Ataollah Mohadscherani iranischer Minister für Kultur und islamische Führung (Erschad-Minister) im Kabinett von Präsident Mohammad Chātami. Vor seinem Rücktritt galt er einigen als 'Hauptarchitekt der kulturellen Renaissance des Irans'.[1]

Derzeit ist Seyyed Mohadscherani einer der Vertreter des Islams[2] im neunköpfigen Direktorium des König-Abdullah-Zentrums für interreligiösen und interkulturellen Dialog in Wien.[3]

Seinen B.A.-Abschluss machte er an der Universität Isfahan, seinen M.A. in Geschichte und iranischer Kultur an der Universität Schiras. Er promovierte über die Geschichte der islamischen Geschichte an der Tarbiat Modares University.[3]

Mohadscherani war Lektor und akademische Mitglied der Tarbiat Modarres University in Teheran, Mitglied der Hohen Rates der Nationalen UNESCO-Kommission des Iran, von 2000 bis 2003 war er Leiter des Internationalen Zentrums für den Dialog der Zivilisationen in Teheran, Iran.

2009 verließ Mohadscherani, nachdem über ihn Gerüchte über seine Liebesaffären verbreitet worden sein sollen,[4] den Iran und lebt mit seiner Frau, der iranischen Politikerin und dem ehemaligen Parlamentsmitglied Jamileh Kadivar (جمیله کدیور), in England.

Zitat (zur Veränderung der Welt durch den 11. September)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Es ist das Recht der USA und ihrer Verbündeten, gegen die Taliban und gegen Al-Qaida vorzugehen […] Die USA haben sogar ein besonderes Recht dazu. Sie haben sie schließlich geschaffen“

DIE ZEIT.[5]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A Critique on the Machination of Satanic Verses (1989 – 20. Ausgabe 2000) (1992 ins Englische übersetzt von Abdulhassan Quds Sharifi, veröffentlicht bei Alhoda Publications in Teheran)[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ataollah Mohajerani – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. iranian.com: „Mohajerani was the chief architect of Iran's cultural renaissance“.
  2. Weitere sind Hamad Al-Majed und Mohammad Sammak.
  3. a b kaiciid.org (Kurzbiographie)
  4. Christopher de Bellaigue: Im Rosengarten der Märtyrer. Ein Porträt des Iran. Aus dem Englischen von Sigrid Langhaeuser, Verlag C. H. Beck, München 2006 (engl. Originalausgabe: London 2004), S. 310
  5. zeit.de: Solidarität mit dem Großen Satan - Teheran und der Terror: Ein Gespräch mit dem iranischen Präsidentenberater Mohadscherani (Matthias Nass) - 18. Oktober 2001
  6. iran-opp.blogspot.de: Dr. Seyyed Ataollah Mohajerani - CV, dort auch weitere Schriften
Ataollah Mohadscherani (Alternativbezeichnungen des Lemmas)
Ata'ollah Mohajerani; Seyyed Ataollah Mohajerani; ʻAṭāʼ Allāh Muhāǧirānī; Attaullah Muhajirani