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Audi 225

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Audi
Bild
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Audi 225 Cabriolet im Audi museum mobile
225

Verkaufsbezeichnung Audi Front 225
Produktionszeitraum 1935–1938
Klasse Obere Mittelklasse
Karosserieversionen Limousine, Cabriolet, Roadster
Motoren Ottomotoren:
2,3 Liter
(50–55 PS)
Länge 4500–4600 mm
Breite 1650–1700 mm
Höhe 1575 mm
Radstand 3100 mm
Leergewicht 1300–1453 kg

Vorgängermodell Audi Front
Nachfolgemodell Audi 920
Audi 225 Roadster
Limousine
Fahrgestell

Der Audi 225, auch Audi Front 225 genannt, ist ein Pkw-Modell der 1930er Jahre. Die Auto Union AG stellte es her und bot es unter der Marke Audi an.

Das Modell wurde im Februar 1935 auf der 25. Internationalen Automobil- und Motorrad-Ausstellung (IAMA) in Berlin vorgestellt. Im selben Jahr kam es auf den Markt und löste den ähnlich konstruierten Audi Front ab.

Der Motor kam wieder von den Wanderer-Werken, diesmal vom Wanderer W 245. Es ist ein Sechszylinder-Reihenmotor mit einem Hubraum von 2257 cm³ (Bohrung 71 mm, Hub 95 mm). Er leistet in den ersten Ausführungen 50 PS und 55 PS in den Ausführungen ab September 1936. Der Motor ist vorn im Fahrgestell eingebaut und treibt die Vorderräder an. Das vor dem Motor liegende Vierganggetriebe wird über einen Schalthebel an der Armaturentafel betätigt. Bei Ausführungen ab 1936 sind der dritte und vierte Gang synchronisiert.[1]

Das Fahrgestell hat 3100 mm Radstand. Die Spurweite beträgt bei den ersten Ausführungen 1350 mm, ab 1936 sind es 1400 mm. Die ersten Fahrzeuge sind 4500 mm lang, 1650 mm breit, 1575 mm hoch und wiegen 1300 kg. Ab 1936 sind sie 4600 mm lang, 1700 mm breit und wiegen als Limousine 1395 kg bzw. als Cabriolet 1453 kg. Der Treibstofftank befindet sich im Gegensatz zum Vorgängermodell im Heck.[1]

Der Wagen mit Zentralkastenrahmen hat vorn Einzelradaufhängung mit obenliegenden Querlenkern und Querblattfeder unten, hinten sind es Schwingarme mit untenliegender Querblattfeder. Er war als viertürige Sport-Limousine, viertürige Limousine mit sechs Fenstern, zweitüriges Cabriolet mit wahlweise zwei oder vier Fenstern und zweitüriger Roadster verfügbar.

Die Limousinen wurden aus Kapazitätsgründen im Werk Horch der Auto Union AG in Zwickau produziert. Die Cabriolets baute Gläser in Dresden mit den von Horch zugelieferten Fahrgestellen.

Serienfahrzeuge haben wie der Vorgänger zwölf senkrechte Öffnungen in den Seiten der Motorhaube. Der Roadster hat dagegen viele Luftschlitze in zwei Reihen übereinander, ebenso die 1936 präsentierte Luxusausführung.[2]

Bis 1938 wurden 2586 Fahrzeuge gebaut;[1] davon existieren noch 34.[3] In dem Jahr kam der Audi 920 als Nachfolger auf den Markt. Er hat einen wesentlich größeren Motor und Hinterradantrieb.[1]

Technische Daten

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Typ Front 225
Baujahre 1935–1938
Aufbauten Limousine, Cabriolet, Roadster
Motor Reihen-Sechszylinder-Viertakt-Ottomotor
Ventilsteuerung OHV-Ventilsteuerung (obengesteuert)
Bohrung × Hub 71 mm × 95 mm
Hubraum 2257 cm³
Nennleistung 50 PS bei 3500/min; ab 9.1936: 55 PS bei 3800/min
Verbrauch 14–16 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit 105–110 km/h
Leergewicht 1300–1453 kg
zul. Gesamtgewicht 1780 kg
Länge 4500–4600 mm
Breite 1650–1700 mm
Höhe 1575 mm
Radstand 3100 mm
Spur 1350–1400 mm
Commons: Audi 225 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. a b c d Peter Kirchberg, Ralf Hornung: Audi-Automobile 1909–1940. Das Unternehmen · Die Marke · Die Autos. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-7688-2577-1, S. 230.
  2. Peter Kirchberg, Ralf Hornung: Audi-Automobile 1909–1940. Das Unternehmen · Die Marke · Die Autos. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-7688-2577-1, S. 149–176.
  3. Peter Kirchberg, Ralf Hornung: Audi-Automobile 1909–1940. Das Unternehmen · Die Marke · Die Autos. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-7688-2577-1, S. 234–236.