Auftragshersteller

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Auftragshersteller, Auftragsfertiger oder Auftragsproduzenten sind Industrieunternehmen, die Produkte serienmäßig im Auftrag und auf Rechnung von Markenwareherstellern produzieren, ohne dem Käufer gegenüber als Hersteller in Erscheinung zu treten. Der Vorteil ist die Anonymität des produzierenden Unternehmens, der Nachteil die fehlende Möglichkeit, dem produzierenden Unternehmen ein Image zu geben. Sie sind jedoch von der verlängerten Werkbank abzugrenzen, da dies als eine Auslagerung gewisser vor- oder nachgelagerter Arbeiten an einem Produkt aus der Produktion definiert wird.

Bekannte Auftragsfertiger sind beispielsweise Foxconn oder Flextronics, die in der Lieferkette eines Smartphones für die Fertigung zuständig sind, während Unternehmen wie Apple für Marketing und Forschung und Entwicklung zuständig sind.[1][2]

Die Übertragung der Herstellung von Markenprodukten ist von überragender Bedeutung für die Computerbranche (Originalgerätehersteller), aber auch in vielen anderen Industriezweigen haben sich Unternehmen als Auftragshersteller spezialisiert, zum Beispiel in der pharmazeutischen Industrie, der Kosmetikindustrie und auf dem Gebiet der Lebensmittelproduktion (Handelsmarken).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ram Mudambi: Location, control and innovation in knowledge-intensive industries. In: Journal of Economic Geography. Band 8, Nr. 5, 24. Juli 2008, doi:10.1093/jeg/lbn024, S. 699–725. Auf ResearchGate.net (PDF; 272,3 kB, englisch), abgerufen am 24. Januar 2022.
  2. Julie Froud, Sukhdev Johal, Adam Leaver, Karel Williams: Financialization across the Pacific: Manufacturing cost ratios, supply chains and power. In: Critical Perspectives on Accounting. Band 25, Nr. 1, Elsevier, 2014, doi:10.1016/j.cpa.2012.07.007, S. 46–57. Research Papers in Economics (RePEc). Auf ideas.RePEc.com (Abstract, englisch), abgerufen am 24. Januar 2022.