August Dissen

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August Dissen (* 21. Juli 1875 in Kleinenberg; † 23. Februar 1933 in Warburg) war 1919 bis 1933 Bürgermeister von Warburg.

Leben[Bearbeiten]

Er entstammte einer alteingesessenen Bauernfamilie in Kleinenberg. Nach Besuch der dortigen Grundschule kam er auf eine Ordensschule in Holland. Seine Verwaltungslaufbahn begann er auf dem Landratsamt in Warburg und wechselte dann zum Bürgermeisteramt Warburg, wo er zum Verwaltungssekretär aufrückte. 1907 wurde er zum Bürgermeister von Borgentreich gewählt. Bereits drei Jahre später wurde er Bürgermeister von Geseke. Am 10. Juli 1919 wurde er aus 128 Mitbewerbern zum Bürgermeister von Warburg gewählt und trat am 1. Oktober 1919 sein Amt an.

Zu seinen Leistungen in seiner Amtszeit zählten die Ausgabe von Notgeld und die Neuordnung der durch Ersten Weltkrieg und Inflation zerrütteten Finanzen, die Erschließung neuer Wohngebiete auf der Hüffert und am Wiesenberg, der Bau des St. Petri-Hospitals 1923-26, der Bau der Hüffertkampfbahn 1927 und die Regulierung der Diemel 1926-1930 einschließlich des Baues neuer Brücken.

Nach seinem vorzeitigen Tod wurden die Amtsgeschäfte zunächst vom Beigeordneten Wiegand weitergeführt. Bei der folgenden Stadtverordnetenwahl vom 12. März 1933, kam die NSDAP in Warburg mit 418 Stimmem lediglich auf 13 %. Dennoch wurde am 27. Juli 1933 durch den Landrat, Freiherrn von Spiegel, der SA-Sturmführer Otto Schlötel aus Minden zum neuen Bürgermeister ernannt.

Ehrungen[Bearbeiten]

  • Die August-Dissen-Straße in Warburg ist nach ihm benannt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz Mürmann: Die historische Entwicklung der Stadt Warburg seit 1802 (...), in: Die Stadt Warburg 1036-1986, Warburg 1986