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BSV Dersim 1993

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(Weitergeleitet von BSV Al-Dersimspor)
BSV Dersim 1993
Logo
Basisdaten
Name BSV Dersim 1993 e. V.[1]
Sitz Berlin-Kreuzberg
Gründung 2003
Farben rot-weiß
Präsident Haris Şahin
Website www.bsv-aldersim.eu
Erste Fußballmannschaft
Spielstätte Lilli-Henoch-Sportplatz
Plätze ca. 500
Liga Bezirksliga Berlin, Staffel 1
2024/25 14. Platz   (Landesliga, Staffel 1)

Der BSV Dersim 1993 ist ein Sportverein aus dem Berliner Stadtteil Kreuzberg. Die erste Frauen-Fußballmannschaft spielte von 2011 bis 2014 in der drittklassigen Regionalliga Nordost und nahm einmal am DFB-Pokal teil. Die Jugendarbeit ist ein Schwerpunkt des Vereins: Zur Saison 2024/25 hat der Verein 11 Jugendteams und 9 Teams im Seniorenbereich.[2]

Der Vorgängerverein F.C. Dersim Spor Berlin wurde 1992 gegründet und ein Jahr später in das Vereinsregister eingetragen. Der Verein wurde nach der von alevitischen Zazas und Kurden bewohnten Region Dersim benannt, die 1937 im Rahmen der Türkisierung in Tunceli umbenannt wurde. Der Klub war ursprünglich in Berlin-Neukölln ansässig.[1][3]

Der Vorgängerverein BSV AL-Spor Berlin 1993 war in Kreuzberg ansässig und wurde von Mitgliedern des Kulturzentrums Anatolischer Aleviten in Berlin-Wedding gegründet.

Am 9. Mai 2003 fusionierten die beiden Vereine zum BSV Al-Dersimspor.[1] Im Juni 2025 erfolgte die Umbenennung zu BSV Dersim 1993.[4]

Saisonergebnisse der 1. Frauen-Mannschaft 2004–2014
Saison Liga Platz Tore Punkte DFB-Pokal
2004/05VI  2.223:5181keine Teilnahme
2005/06V  2.145:3965keine Teilnahme
2006/07IV 5.74:7546keine Teilnahme
2007/08IV 3.104:4054keine Teilnahme
2008/09IV 3.101:4161keine Teilnahme
2009/10IV 3.97:4058keine Teilnahme
2010/11IV  1.126:2166keine Teilnahme
2011/12III 8.34:7427keine Teilnahme
2012/13III 10.35:67181. Runde (0:7 gegen 1. FC Lübars)
2013/14III 7.55:4131keine Teilnahme
Rückzug der Mannschaft vor der Saison 2014/15 mangels Spielerinnen.

Ein Jahr nach der Fusion stellte der Verein erstmals eine Frauenmannschaft, die in den ersten beiden Spielzeiten jeweils den Aufstieg errang. Nunmehr in der Verbandsliga Berlin spielend, etablierte sich die Mannschaft schnell in der Spitzengruppe und sicherte sich im Jahre 2011 aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber den Spandauer Kickers die Meisterschaft. In der Aufstiegsrunde setzte sich Al-Dersimspor gegen den SV Hafen Rostock durch und stieg in die Regionalliga Nordost auf. Ein Jahr später qualifizierte sich die Mannschaft erstmals für den DFB-Pokal, wo sie in der ersten Runde dem 1. FC Lübars mit 0:7 unterlagen.

Schon 2008 war die Frauenmannschaft des BSV Al-Dersimspor in dem Dokumentarfilm Football Under Cover zu sehen. Der Film wurde in den Jahren 2005 und 2006 gedreht und handelt von einem Freundschaftsspiel der Berlinerinnen gegen die iranische Nationalmannschaft im Ararat-Stadion in Teheran. Im September 2014 meldete der Verein die Mannschaft mangels Spielerinnen ab.[5]

Männerfußball

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Saisonergebnisse der 1. Männer-Mannschaft
Saison Liga Ebene Platz Tore Punkte
2003/04Kreisliga A  VIII1.99:3075
2004/05Bezirksliga  VII1.107:3872
2005/06LandesligaVI11.47:4836
2006/07LandesligaVI9.63:7038
2007/08LandesligaVI7.48:4943
2008/09LandesligaVII*3.75:3760
2009/10LandesligaVII2.79:4463
2010/11LandesligaVII10.55:6138
2011/12LandesligaVII3.72:3860
2012/13LandesligaVII11.60:8436
2013/14LandesligaVII3.79:5458
2014/15Landesliga  VII3.66:4858
2015/16Berlin-LigaVI15.66:9530
2016/17Berlin-LigaVI13.73:9739
2017/18Berlin-LigaVI14.47:7439
2018/19Berlin-LigaVI14.43:8233
2019/20Berlin-LigaVI15.37:6522**
2020/21Berlin-LigaVI16.11:219**
2021/22Berlin-LigaVI9.63:6355
2022/23Berlin-Liga  VI16.58:9328
2023/24LandesligaVII5.61:4254
2024/25Landesliga  VII14.46:7730
2025/26Bezirksliga  VIII1.138:3682
2026/27LandesligaVII
* Durch Einführung der 3. Liga veränderte sich die Ligaebene der Landesliga.
** Die Saisons 2019/20 und 2020/21 wurden wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie abgebrochen und nach dem Quotienten Punkte pro Spiel gewertet.

Die erste Männermannschaft startete nach der Fusion in der Kreisliga A und stieg bis 2005 in die Landesliga auf. 2010 wurde Al-Dersimspor Staffelzweiter hinter dem TSV Rudow. 2015 gelang der Aufstieg in die sechstklassige Berlin-Liga, aus der der Verein 2023 nach acht Jahren wieder in die Landesliga abstieg. 2025 folgte der Abstieg in die achtklassige Bezirksliga.

2019 wurden vorübergehend alle Mannschaften des Vereins wegen Übergriffen auf Schiedsrichter vom Spielbetrieb suspendiert. Diese waren zudem maßgeblicher Grund für einen Schiedsrichter-Streik im Berliner Amateurfußball.[6][7] Die Ereignisse wurden vom Verein aufgearbeitet und es entstand eine Null-Toleranz-Strategie gegenüber Gewalt und Mobbing. Auch der Fokus auf die Jugendarbeit wurde durch die Ereignisse intensiviert. Das Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen ein respektvolles Umfeld zu bieten, in dem sie sich sowohl sportlich als auch persönlich entfalten können.[8]

  • Peter Czoch, Daniel Küchenmeister, Thomas Schneider: Lilli-Henoch-Sportplatz – Wo sich Berliner Geschichte und Gegenwart begegnen. In: Fußballheimat Berlin. 100 Orte der Erinnerung. Ein Stadtreiseführer. Arete Verlag, Hildesheim 2024, ISBN 978-3-96423-115-4, S. 70f.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) VR 22062
  2. BSV Al-Dersimspor. Abgerufen am 10. September 2024.
  3. FC Dersim Spor will hoch hinaus. In: Fußball-Woche Nr. 21/1994, 24. Mai 1994
  4. Von BSV Al-Dersimspor zu BSV Dersim 1993 – Ein neuer Name, die gleiche Haltung auf bsvdersim.de, 26. Juni 2025, abgerufen am 19. August 2025
  5. Daniel Kübler: Paukenschlag im Frauenfußball. Fußball-Woche, archiviert vom Original am 11. September 2014; abgerufen am 9. September 2014.
  6. Berlin-Ligist Al Dersimspor kommt mit mildem Urteil davon (Memento vom 7. November 2019 im Internet Archive)
  7. Schiedsrichter boykottieren Al-Dersimspor
  8. Jugendabteilung des BSV Al-Dersimspor e. V. Fußballverein für Kinder in Kreuzberg. Abgerufen am 10. September 2024.