BVG-Baureihe HK

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U-Bahn Berlin
Kleinprofil-Baureihe HK
BVG HK series 1004 leaving Mendelssohn-Bartholdy-Park station 20130718 3.jpg
Anzahl: 24 Triebzüge
Hersteller: Prototypen (1001–1004): Adtranz;

Serienzüge (1005–1024): Bombardier

Baujahr(e): Prototypen: 1999, Serie: 2005–2006
Achsformel: Bo’(A1)’+(1A)’Bo’+
Bo’(A1)’+(1A)’Bo’
Länge über Kupplung: 51.590 mm
Breite: 2300 mm
Drehzapfenabstand: 7570 mm
Drehgestellachsstand: 1800 mm
Leermasse: 70,0 t
Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
Stundenleistung: 12 × 85 kW = 1020 kW
Stromsystem: 750 V =
Stromübertragung: seitliche, von oben bestrichene Stromschiene
Kupplungstyp: Scharfenbergkupplung
Sitzplätze: 76
Fußbodenhöhe: 875 mm

Die Kleinprofil-Baureihe HK ist ein Fahrzeugtyp der Berliner U-Bahn. Bis zum September 2015 handelte es sich um den modernsten Fahrzeugtyp, dies ist aktuell die Nachfolge-Baureihe IK. Wagenbaulich und technisch entspricht die Züge weitestgehend der Baureihe H, wurden aber dem Kleinprofil angepasst, wofür das „K“ in der Typenbezeichnung steht.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich sollten die Wagen der Kleinprofilreihe HK etwa zeitgleich mit denen der sehr ähnlich aufgebauten Großprofilreihe H ausgeliefert werden.

Bis 1997 sollten eigentlich schon 25 Vierwagenzüge ausgeliefert werden. Die Entwicklung kam jedoch nur langsam voran, so dass in diesem Jahr nicht einmal ein Probezug bereitstand. Die erste Auslieferung erfolgte ab dem Jahr 2001 und beschränkte sich zunächst auf vier Vierwagenzüge. Aufgrund von Problemen an den Radsätzen konnten zwei im Sommer 2006 ausgelieferten Einheiten (1006 und 1007) nicht in Betrieb genommen werden. Daraufhin wurde die Lieferung der restlichen Züge gestoppt. Schon im April 2007 zeigte sich im Kleinprofil aufgrund der fehlenden HK-Züge und ausgemusterter A3L67 erheblicher Wagenmangel.[1] Nach Verhandlungen um Schadenersatz zwischen BVG und Bombardier wurden die neuen Züge über die Übergabegruppe am Bahnhof Wuhletal zwischen dem 23. Juli 2007 und dem Jahresende der BVG übergeben.[2][3] Die ersten ausgelieferten Züge nach dem Stopp waren 1008 und 1019, eine Woche später wurde mit den zuvor schon ausgelieferten Zügen 1006 und 1007 die ersten Serienfahrzeuge im Regelverkehr eingesetzt.

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innenraum eines HK-Zuges

Die Baureihe HK weist viele Gemeinsamkeiten mit der Baureihe H auf. Der Zug ist ebenfalls als leere Röhre ausgeführt, jedoch mit um 35 cm geringerer Breite. Die technischen Geräte sind, soweit möglich, außerhalb des Fahrgastraums angebracht. Die Endwagen sind 51 Zentimeter länger als die Mittelwagen. Ein Triebzug besteht aus vier Wagen, die häufig als Doppeleinheit fahren. Somit ist ein Vollzug (im Gegensatz zu den Sechswagenzügen der Baureihe H) nicht durchgängig begehbar. Die Fußbodenhöhe beträgt – abweichend zur Baureihe H – 875 mm[4].

Pro Wagen sind nur drei Achsen (anstelle von vier beim Typ H) angetrieben, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 60 km/h.

Im Gegensatz zum Großprofil-Typ H ist die Front der Baureihe HK nicht abgerundet, sondern gerade ausgeführt. Pro Wagen sind je drei Türen auf jeder Seite mit einer lichten Weite von 1300 mm angeordnet. Zwischen den Türen befindet sich, anders als bei der Baureihe H, nicht zwei, sondern nur ein Fenster. Die Faltenbälge zwischen den Wagen sind kaum eingezogen, dadurch wird zum einen das Volumen des Fahrgastraums erhöht und zum anderen das Sicherheitsgefühl verstärkt.

Die Fahrzeuge sind mit den älteren Bauarten nur mechanisch kuppelbar. Mit der Nachfolgebaureihe IK sind die Einheiten dagegen kuppel- und vielfachsteuerbar, um eine größere Flexibilität bei der Zugzusammenstellung zu ermöglichen.

Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

HK-Zug auf der Linie U2

Verwendung finden die HK-Züge vornehmlich auf der Linie U2, da hier im Planeinsatz Achtwagenzüge zum Einsatz kommen. Auf der Linien U1 gibt es seit Fahrplanwechsel 2015 hin und wieder auch Einsätze, da diese Linie, die vorher nur mit sechs Wagen bedient wurde, nun ebenfalls mit acht Wagen bedient wird. Auf der weniger frequentierten U3 werden die Züge nur als Aussetzer von der U2 eingesetzt, da hier in der Regel nur Züge mit sechs Wagen fahren. Auf der U4 fahren im Regelverkehr ausschließlich Zweiwagenzüge, somit sind die HK-Züge hier nur bei Sonderfahrten wie etwa als Weihnachtszug im Einsatz.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: BVG-Baureihe HK – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Neumann: BVG schickt Züge wegen Mängeln in die Werkstatt. In: Berliner Zeitung, 17. April 2007.
  2. BVG stellt 20 neue U-Bahn-Züge in Dienst. In: Berliner Morgenpost, 21. Juli 2007.
  3. Neue U-Bahnzüge gehen in Betrieb. Pressemeldung der Berliner Verkehrsbetriebe, 23. Juli 2007.
  4. IK17 - Icke fürs Großprofil (technische Zeichnung). www.bahninfo-forum.de, 12. Dezember 2016, abgerufen am 13. Dezember 2016.