Stundenleistung

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Als Stundenleistung bezeichnet man in der Elektrotechnik diejenige Leistung, die eine elektrische Maschine (beispielsweise ein Elektromotor oder ein Transformator) vom kalten Zustand ausgehend eine Stunde lang erbringen kann, ohne sich unzulässig zu erwärmen.

Dauerleistung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dauerleistung kann beliebig lange erbracht werden, ohne dass die Maschine zu heiß wird.

Die Angabe der Stundenleistung als Nennleistung war früher bei Maschinen üblich, die typischerweise wechselnden Belastungen ausgesetzt sind, wie etwa Elektrolokomotiven. Heute wird der Dauerbetrieb als Nennbetrieb angenommen.

Kurzzeitleistung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Stundenleistung ist bei Elektrolokomotiven auch die Kurzzeitleistung von Interesse. Diese ist bei Elektroloks je nach Loktyp und Leistungsstufe auf drei bis maximal zehn Minuten beschränkt und kann in Situationen, die besonders hohe Leistung erfordern, abgerufen werden (Beschleunigen schwerer Züge, Fahrt auf steilen Rampen). Dabei heizen sich mehrere Bauteile der Lok, insbesondere Transformator und -öl und die Elektromotoren so stark auf, dass sie danach eine längere Abkühlphase benötigen, innerhalb derer maximal die Dauerleistung abgerufen werden darf. Sind die Temperaturen wieder entsprechend gesunken, kann die Kurzzeitleistung erneut abgerufen werden, ohne durch Überhitzung bleibende Schäden an den Bauteilen hervorzurufen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Th. Buchhold, F. Trawnik: Die elektrischen Ausrüstungen der Gleichstrombahnen einschließlich der Fahrleitungen. Verlag von Julius Springer, Berlin 1931.
  • G. Roeßler: Wechselstromtechnik. 1. Teil, 2. Auflage, Verlag von Julius Springer, Berlin 1913.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]