Art Cologne

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Offizielles Logo der Art Cologne

Die Art Cologne ist die älteste Kunstmesse der Welt. Sie findet jährlich in der Koelnmesse in Köln-Deutz statt. 1967 wurde sie auf Initiative der Galeristen Hein Stünke und Rudolf Zwirner als „Kölner Kunstmarkt“ im Kölner Gürzenich ins Leben gerufen. Das Geschäftsmodell der Kunstmesse vereint Kunstausstellung, Handelsplatz und Forum der Kunst. Die ART COLOGNE 2015 findet vom 16. bis 19. April 2015 statt.

Geschichte[Bearbeiten]

Am ersten Kunstmarkt Köln nahmen im September 1967 achtzehn Galerien teil; mit 15.000 Besuchern und einer Million Deutsche Mark Umsatz war die Veranstaltung im Kölner Gürzenich ein großer Erfolg. Ausrichter war der von den Gründervätern Hein Stünke (Galerie Der Spiegel), Rudolf Zwirner und fünf weiteren Kollegen gegründete Verein progressiver deutscher Kunsthändler.

1968 zog die Messe in die geräumigere, bis 2001 bestehende Josef-Haubrich-Kunsthalle[1] um. Es wurden weitere Galerien zugelassen, auch aus dem Ausland, um im benachbarten Düsseldorf eine Konkurrenzveranstaltung mit internationaler Beteiligung zu verhindern. 1974 wechselte die ab 1970 Kölner Kunstmarkt genannte Messe in die Rheinhallen in Köln-Deutz. Die Organisation ging auf die Kölner Messegesellschaft über. 1975 änderte sich der Name der Messe zu „Internationaler Kunstmarkt“ (IKM). Erstmals wurde, in Kooperation mit dem Bundesverband Deutscher Galerien (BVDG), der Art-Cologne-Preis verliehen. Die Messe fand abwechselnd in Köln und Düsseldorf statt. 1984 erhielt die Messe zum vorerst letzten Mal einen neuen Namen: Aus dem IKM wurde die Art Cologne, die seitdem nur in Köln stattfindet.

2007 wurde die Art Cologne vom traditionellen Herbsttermin ins Frühjahr verschoben. Im Herbst findet nun die vom heutigen Veranstalter Koelnmesse ebenfalls ins Leben gerufene Cologne Fine Art statt. Direktor der Art Cologne ist seit 2008 der US-amerikanische Kunsthändler Daniel Hug. Er folgte dem seit 2003 amtierenden Gérard Goodrow. [2]

Umfeld[Bearbeiten]

Schon seit Beginn 1967 hat der „Kunstmarkt Köln“ Konkurrenz im eigenen Umfeld. Da nie alle Galerien teilnehmen durften, die sich darum bewarben, fanden sich immer auch alternative Angebote im Kontext der Art Cologne: 1967 „Demonstrative“ Köln, 1968 „Prospect 68“ Düsseldorf, 1969 „Neumarkt der Künste“ Köln, 1971/72 „Internationale Kunst- und Informationsmesse“ Düsseldorf.

1992 rief der Kölner Galerist Christian Nagel die Gegenmesse „Unfair“ ins Leben; 1995 zählte Nagel zu den Mitbegründern des Art Forum Berlin, einer ausdrücklichen Konkurrenzveranstaltung. Seit 2003 etabliert sich die ART.FAIR als Gegenmesse. 2007 starteten termingleich drei weitere neue Kunstmessen: die „Liste Köln“, die „Tease Art Fair“ und die „dc duesseldorf contemporary“.

1994 verlieh das Kölner Museum Ludwig im Rahmen der Messe erstmals den nach dem Sammler und Chefrestaurator des Museums Ludwig benannten Wolfgang-Hahn-Preis. 2006 erhielt Rudolf Zwirner, Mitbegründer der Art Cologne, diesen Preis.

ART COLOGNE Preise[Bearbeiten]

Der ART COLOGNE Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird seit 1988 jährlich während der Messe vom Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler (BVDG) gemeinsam mit der koelnmesse verliehen.

  • Den ART COLOGNE Preis 2009 erhielt Harald Falckenberg,[3] weil er mit seiner Kunst-Sammlung Falckenberg zeitgenössische Kunst einem breiten Publikum zugänglich gemacht hat.
  • Im Jahr 2010 wurde die Sammlerfamilie Grässlin wegen ihrer „herausragenden Verdienste um die Vermittlung moderner Kunst” mit dem ART COLOGNE Preis ausgezeichnet.[4]
  • 2013 ist der Preisträger der Münchner Galerist Fred Jahn. Die Begründung für die Auszeichnung erwähnt unter anderem: „In ihm verbinden sich profundes kulturhistorisches Wissen und Kennerschaft mit den wirtschaftlichen Ambitionen eines Kunsthändlers auf höchstem Niveau“.[5]

Daneben werden seit 2006 in Kooperation von der Art Cologne und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine der ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine sowie der ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstkritik verliehen.[6]

Mitbewerber[Bearbeiten]

Wichtige Kunstmessen sind heute neben der Art Cologne vor allem die Art Basel und ihr Ableger Art Basel Miami Beach, die The Armory Show – The International Fair of New Art in New York, The European Fine Art Fair (TEFAF) in Maastricht, die Frieze Art Fair in London sowie die Kunstmesse in Hongkong.[7]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2012: Kölner Kulturpreis für das Kulturereignis im Jahre 2011

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Josef-Haubrich-Kunsthalle, cityinfo-koeln.de, abgerufen am 21. April 2013.
  2. Catrin Lorch: Gérard Goodrow, der gescheiterte Retter. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 30. Januar 2008.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatHarald Falckenberg erhält ART COLOGNE-Preis. ArtCologne.de, abgerufen am 24. April 2009 (Presseinformation).
  4. Pressemitteilung der Art Cologne (PDF; 131 kB), Februar 2010 (abgerufen am 22. April 2010).
  5. Art Cologne Preis 1013: Für Fred Jahn in FAZ vom 26. Januar 2013, Seite 37.
  6. Website der ADKV (abgerufen am 22. April 2010).
  7. Rose-Maria Gropp: Cool Cologne! faz.net vom 21. April 2012, abgerufen am 21. April 2012.