Amerikanisches Mittelmeer

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Das Amerikanische Mittelmeer:
im Nordwesten der Golf von Mexiko,
im Südosten das Karibische Meer. Inselketten bilden die Grenze zum offenen Atlantik.

Das Amerikanische Mittelmeer ist ein westliches Nebenmeer des Atlantischen Ozeans. Es besteht aus dem Karibischen Meer (südöstlicher Teil) und dem Golf von Mexiko (nordwestlicher Teil).[1][2][3]

Das Meer ist ein Teil der Region Mittelamerika. Es hat eine Fläche von 4,354 Mio. km² (Karibisches Meer 2,754 Mio. km² + Golf von Mexiko 1,6 Mio. km²). Die tiefste Stelle liegt im Kaimangraben, sie ist 7680 m tief.

Die Bezeichnung als Mittelmeer bezieht sich auf die Lage zwischen den beiden Kontinenten Nord- und Südamerika. Würde man Amerika als einen zusammenhängenden Kontinent verstehen, läge jedoch kein interkontinentales Mittelmeer vor, sondern ein gewöhnliches Randmeer des Atlantiks.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Begrenzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An den Festlandgrenzen des Amerikanischen Mittelmeers liegen zahlreiche Staaten: im Norden die USA, im Westen die Staaten Zentralamerikas von Mexiko bis Panama sowie im Süden Kolumbien und Venezuela. Die Westindischen Inseln bilden die Grenze im Osten. Zu ihnen gehören ebenfalls zahlreiche Staaten, darunter Kuba, Haiti, die Dominikanische Republik und Jamaika.

Über den Panamakanal besteht eine Verbindung zum Pazifik.

Meeresstraßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Inselwelt der Karibik. Vier Meeresstraßen sind eingetragen: Floridastraße, Windward-Passage, Mona-Passage, Anegada-Passage.

Die Yucatánstraße verbindet den Golf von Mexiko mit der Karibik.

Verbindungen zum offenen Atlantik (Auswahl):

Buchten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bucht im Golf von Mexiko:

Golfe des Karibischen Meers:

An den Golf von Venezuela schließt sich der Maracaibo-See an, ein Binnenmeer des Amerikanischen Mittelmeers.

Inselgruppen und Inseln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Inseln im Amerikanischen Mittelmeer gehören größtenteils zu den Westindischen Inseln. Daneben gibt es noch einige weitere Inseln wie beispielsweise die Corn Islands. Die wichtigsten Inselgruppen sind die Großen Antillen und die Kleinen Antillen.

Große Antillen (die vier größten Inseln der Region):

Kleine Antillen:

Meeresboden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rechts im Bild: der westliche Teil des Kaimangrabens (Cayman Trench)

Am Meeresboden befinden sich Schwellen, Tiefseebecken und eine Tiefseerinne. Zu den Tiefseebecken gehören:

  • das Mexikanische Becken im Zentrum des Golfs von Mexiko, maximale Tiefe: 4375 m
  • das Karibische Becken im Südosten des Karibischen Meers, maximale Tiefe: 5649 m
  • das Yucatanbecken im Nordwesten des Karibischen Meers, maximale Tiefe: 4901 m

Die Tiefseerinne ist der bis zu 7680 m tiefe Kaimangraben im Nordwesten des Karibischen Meers. Er verläuft knapp südlich der Kaimaninseln, etwa von einem Bereich zwischen Kuba und Jamaika Richtung Golf von Honduras.

Staaten und abhängige Gebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Amerikanische Mittelmeer abgrenzende oder darin liegende Staaten und von anderen Staaten abhängige Gebiete sind (im Uhrzeigersinn):

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Definition bei GeoDataZone
  2. Definition bei Wissen Digital
  3. Definition bei Spektrum.de