Bahnhof Rosbach v d Höhe

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Rosbach v d Höhe
Zug der HLB im Bahnhof Rosbach (Fahrtrichtung Friedrichsdorf)
Zug der HLB im Bahnhof Rosbach (Fahrtrichtung Friedrichsdorf)
Daten
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung FROS
IBNR 8005163
Kategorie 6
Eröffnung 15. Juli 1901
Lage
Stadt/Gemeinde Rosbach vor der Höhe
Land Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 17′ 53″ N, 8° 42′ 4″ OKoordinaten: 50° 17′ 53″ N, 8° 42′ 4″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Hessen
i16i16i18

Der Bahnhof Rosbach v d Höhe ist der Bahnhof der hessischen Stadt Rosbach vor der Höhe. Er liegt an Streckenkilometer 32,3 der Bahnstrecke Friedrichsdorf–Friedberg im Stadtteil Nieder-Rosbach. Das Empfangsgebäude ist als Kulturdenkmal eingestuft.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof wurde am 15. Juli 1901 in Betrieb genommen. Obwohl näher am Stadtteil Nieder-Rosbach gelegen, lag er seit der Trennung der Gemarkung im Jahr 1912[1] auf Ober-Rosbacher Gebiet.[2]

Im Jahr 1904 schloss die Gemeinde einen Vertrag mit der ortsansässigen Eisen- und Manganerzgewerkschaft über den Bau einer Schmalspurbahn mit Lokomotivbetrieb zum Bahnhof. Dort wurden die Erze umgeladen und zu den Hütten in Wetzlar und dem Ruhrgebiet transportiert. Im Jahr 1926 wurde der Grubenbetrieb eingestellt und die Erztransportbahn zurückgebaut.[2]

Im Jahr 1985 wurde Rosbach zum Haltepunkt zurückgebaut. 1998 erfolgte eine Übernahme des Betriebes auf der Bahnstrecke Friedrichsdorf–Friedberg (unter der Bezeichnung „Brunnenbahn“) durch die Butzbach-Licher Eisenbahn AG (BLE), einer Tochter der Hessischen Landesbahn GmbH.[3] Im Jahr 2002 wurde die gesamte Strecke wie auch die Bahnhöfe modernisiert, hierfür musste der Verkehr für mehrere Wochen eingestellt werden. Im Frühjahr erfolgte die Wiederinbetriebnahme des nun barrierefreien Bahnhofs. Seitdem ist Rosbach der einzige Bahnhof auf der ansonsten eingleisigen Strecke von Friedberg nach Friedrichsdorf, der über ein Ausweichgleis verfügt.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Empfangsgebäude, ein traufständiger, zweigeschossiger Zentralbau, wird von zwei niedrigen Anbauten flankiert, von denen eines in Sichtfachwerk ausgeführt ist. Der Hauptbau weist auf Straßen- und Schienenseite jeweils einen steilen Fachwerkquergiebel auf. Das Gebäude, das heute als Städtische Bibliothek genutzt wird[2], ist heute ein Kulturdenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz.[4]

Der Bahnhof hat zwei Außenbahnsteige. Gleis 2 ist der Hausbahnsteig. Von hier aus fahren die Züge nach Friedrichsdorf. Von Gleis 3 aus verkehren die Züge nach Friedberg. Am Bahnhof befindet sich auch eine alte Siloabfüllanlage (welche nicht mehr in Betrieb ist) und eine Fahrzeugwaage.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Rosbacher Bahnhof halten die HLB-Züge im Stundentakt, der zur Hauptverkehrszeit auf einen Halbstundentakt verdichtet wird, bei dem sich die Züge im Bahnhof Rosbach kreuzen.

Linien
Rodheim v d Höhe Hessische Landesbahn RB 16
Friedberg–Friedrichsdorf
Friedberg Süd

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dieter Eckert: Auf persönlichen Wunsch Wilhelms II. In: Hessische Heimat. Aus Natur und Geschichte. Nr. 4, 23. Februar 2002, S. 13–16.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heimatgeschichtsverein 1984 Rosbach v.d.Höhe: Geschichte Rosbachs, abgerufen am 11. September 2011
  2. a b c Heimatgeschichtsverein 1984 Rosbach v.d.Höhe: Rundgang durch Ober-Rosbach (PDF; 1,0 MB), abgerufen am 11. September 2011
  3. Schienen in Bad Homburg. Abgerufen am 11. September 2011.
  4. Kulturdenkmäler in Hessen: Bahnhof Rosbach v.d.H