Hessische Landesbahn

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Hessische Landesbahn GmbH
Logo der HLB
Basisinformationen
Unternehmenssitz Frankfurt am Main
Webpräsenz www.hlb-online.de
Bezugsjahr 2011
Eigentümer Land Hessen
Betriebsleitung Veit Salzmann
Verkehrsverbund RMV, NVV, VGWS, VRM
Mitarbeiter 1.036[1]
Umsatz 158 Mio. EUR[2]dep1
Linien
Spurweite 1435 mm (Normalspur)
Eisenbahn 22[3]
Straßenbahn 1
Bus 54[4]
Anzahl Fahrzeuge
Lokomotiven 1 DE 1002
2 DG 2000 CCM
Triebwagen 28 GTW 2/6
20 VT/VS 2E (davon 11 i. E. VHT)
48 LINT 41 (davon 10 i. E. fahma) und 10 LINT 27
6 Desiro
1 629
10 FLIRT 5-Teiler und 3 FLIRT 3-Teiler
Omnibusse 200[5]
Statistik
Fahrleistung 21 Mio. km pro Jahr (Zug) +
10 Mio. km pro Jahr (Bus)[6]
Haltestellen 19 eigene
Länge Liniennetz
Eisenbahnlinien 606,0 kmdep1
Buslinien 1013 km
Betriebseinrichtungen
Betriebshöfe 7
Sonstige Betriebseinrichtungen zwei Stellwerke (Usingen, Kelkheim) und eine Zentrale in Butzbach Ost
Länge Gleisanlagen 58 km
Weichen 17 (Königsteiner Bahn),
37 (Taunusbahn)

Die Hessische Landesbahn GmbH (HLB) ist ein regionales Verkehrsunternehmen im Eigentum des Landes Hessen mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie erbringt durch ihre Tochtergesellschaften und Beteiligungsgesellschaften Personennahverkehrsleistungen mit Bus und Bahn in Hessen und über die Landesgrenzen hinaus sowie in geringerem Maße auch Güterverkehrsleistungen auf der Schiene.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschäftsführung der Hessischen Landesbahn wird von Veit Salzmann wahrgenommen. Im Aufsichtsrat werden die Landkreise und das Land Hessen durch vier Personen vertreten, des Weiteren haben die Arbeitnehmer ebenfalls vier Sitze.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hessische Landesbahn GmbH funktioniert als Holding für drei Tochtergesellschaften:

  • HLB Basis AG
  • HLB Hessenbahn GmbH
  • HLB Hessenbus GmbH

Die HLB Basis AG stellt den Verkehrsgesellschaften Ressourcen zur Verfügung. Sie ist Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU), Eigentümer der meisten HLB-Fahrzeuge und betreibt die Fahrzeugwerkstätten der HLB. An ihr hält die HLB knapp 85 % der Aktien, die restlichen Anteile befinden sich überwiegend in kommunalem Besitz.[7]

HLB Hessenbahn GmbH erbringt die Verkehrsleistungen auf der Schiene, die HLB Hessenbus GmbH erbringt Verkehrsleistungen im Busverkehr. Beide beteiligen sich mit eigenen Angeboten an Ausschreibungen für Verkehrsleistungen. Sie sind 100-prozentige Tochtergesellschaften der HLB.

Ab dem 11. Dezember 2016 erbringt die HLB Hessenbus GmbH die Leistungen des Bus- und Anrufsammeltaxi-Verkehrs nach einem Konzept des Verkehrsverbands Hochtaunus (VHT), nachdem die HLB Hessenbus GmbH hiefür den Zuschlag in einer europaweiten Ausschreibung erhalten hat.[8]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde 1955 als gemeinsames Dach von mehreren nicht-bundeseigenen Eisenbahnen in Hessen gegründet, die alle als integrierte Eisenbahnunternehmen ihre eigene Schieneninfrastruktur mit Bahnhöfen etc. betrieben, als auch den Fahrbetrieb auf dieser Infrastruktur.

Im Zuge der Trennung von Infrastruktur und Betrieb ging der Betrieb der Eisenbahnen und Buslinien der Tochterunternehmen auf die am 8. Dezember 2004 gegründeten Gesellschaften HLB Hessenbahn GmbH und HLB Hessenbus GmbH über.

Am 20. September 2005 fusionierten – auf Beschluss der Hauptversammlungen dieser drei Verkehrsgesellschaften vom 27. Juli 2005 – die drei Tochterunternehmen Frankfurt-Königsteiner Eisenbahn AG (FKE), Butzbach-Licher Eisenbahn AG (BLE) und Kassel-Naumburger Eisenbahn AG (KNE) rückwirkend zum 1. Januar 2005 zur Frankfurt-Königsteiner Eisenbahn AG. Sie firmieren seither als gemeinsamer Infrastrukturbetreiber. Die Gesellschaften Butzbach-Licher Eisenbahn AG und Kassel-Naumburger Eisenbahn AG wurden aus dem Handelsregister gelöscht. Die Hersfelder Eisenbahn GmbH (HEG), deren Eisenbahnverkehr inzwischen eingestellt wurde, ist von dieser Fusion nicht berührt.

Am 8. März 2006 wurde die Frankfurt-Königsteiner Eisenbahn AG in HLB Basis AG umbenannt.

Verkehrsleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tochterunternehmen der Hessischen Landesbahn erbringen auf den 237,5 Streckenkilometern 3,8 Millionen Fahrkilometer und auf den 1013 km Buslinien 10,34 Millionen Fahrkilometer.

Die Bahnlinie Königstein – Frankfurt-Höchst der früheren Frankfurt-Königsteiner Eisenbahn (FKE) war als K-Bahn auch Mitglied im Frankfurter Verkehrsverbund (FVV).

In den 1990er-Jahren hatten die HLB-Töchter den Betrieb einer Reihe von Nahverkehrsstrecken der Deutschen Bahn in Nord- und Mittelhessen übernommen. Ab dem 11. Dezember 2005 fuhren HLB-Triebwagen auch auf der Kahlgrundbahn von Hanau bis nach Schöllkrippen im bayerischen Spessart. Neben Eisenbahnen werden auch Omnibus- und Straßenbahnlinien bedient.

Seit Dezember 2010 fährt die HLB auch auf der Hauptstrecke Frankfurt–Gießen–Siegen/Marburg (RMV-Linien 30/40). Im Dezember 2011 wurde der Betrieb auf den RMV-Linien 25, 35 und 52 zwischen Limburg, Gießen, Alsfeld, Fulda und Gersfeld aufgenommen.

Im Dezember 2014 hat die HLB für 15 Jahre die Verkehrsleistungen auf dem Los 2 des Dieselnetzes Eifel-Westerwald-Sieg übernommen.[9] Der Betriebsaufnahmetermin von August 2015 wurde kurzfristig auf Dezember 2014 vorgezogen. Für den Zwischzeitraum wurde ein Übergangsvertrag ausgehandelt, so dass die HLB bereits im Dezember 2014 die Verkehrsleistungen übernahm. Im Übergangszeitraum hat die HLB Fahrzeuge von anderen Verkehrsunternehmen angemietet. Die geplanten Angebotsverbesserungen wurden erst im Dezember 2015 umgesetzt, bis dahin blieb das alte Verkehrsangebot erhalten.[10]

Im Dezember 2015 gingen die bisherigen HLB-Leistungen auf den Linien RE 30 und R 9 in einer neuen durchgehenden Linie RE 98 auf. Es wird nun im Zwei-Stunden-Takt zwischen Frankfurt und Kassel gefahren. Wie bisher auch, verkehren die Züge im RMV-Gebiet gemeinsam im Stundentakt mit den Zügen der Deutschen Bahn (RE 30). Ab Kirchhain werden dann jedoch alle Stationen bis Kassel Hbf bedient. Die Zugteilung/-vereinigung mit den Siegener Zugteilen (RE 99) in Gießen ist erhalten geblieben.

Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VT 301 der HLB für die Kahlgrundbahn in Hanau
Stadler FLIRT 429 546 der HLB in Siegen

Die HLB Basis AG ist zusammen mit der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG (KVG) zu je 50 % an der Regionalbahn Kassel GmbH (RBK) beteiligt. Die RBK erbringt auf der Lossetalbahn kombinierten Eisenbahn- und Tramverkehr sowie Straßenbahnleistungen in Kassel und als Eisenbahninfrastrukturunternehmen für die Lossetalbahn (oder einem Teil davon) fungiert.

Die HLB besitzt zusammen mit der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG jeweils zur Hälfte Anteile an der RegioTram Gesellschaft mbH. Das Unternehmen löste im Dezember 2013 die RegioTram Betriebsgesellschaft ab, an der die Deutsche Bahn AG und die Regionalbahn Kassel beteiligt waren. Das Unternehmen betreibt die RegioTram Kassel, mit Fahrzeugen, die auf den Straßenbahnstrecken der Stadt Kassel als Straßenbahn (nach BOStrab) und auf den Eisenbahnstrecken außerhalb Kassels als Eisenbahn (nach EBO) fahren.

Durch die Bildung der HLB Basis AG kam auch das damalige Gemeinschaftsunternehmen der Butzbach-Licher Eisenbahn AG mit der Autobus Sippel aus Hofheim (zu Netinera gehörend) und die Firma Autobus Dreischmeier GmbH (ABD) in Lich (50 %) zur HLB Basis.

Durch andere Beteiligungsgesellschaften betreibt die HLB Schienenpersonennahverkehr über die hessischen Grenzen in zwei der fünf benachbarten Bundesländer:

In der Vergangenheit war das Unternehmen zu 74,9 % an der vectus Verkehrsgesellschaft und zu 33 % an der HellertalBahn GmbH beteiligt. Nach der gewonnenen Ausschreibung des Eifel-Westerwald-Sieg-Netzes betreibt die HLB die Verkehrsleistungen der Beteiligungsunternehmen nun selber und die Geschäftsaktivitäten der Beteiligungsgesellschaften wurden eingestellt.

Tarife[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hessische Landesbahn GmbH ist Mitglied im Tarifverband der Bundeseigenen und Nichtbundeseigenen Eisenbahnen in Deutschland. Fahrscheine der Deutschen Bahn gelten dementsprechend auch in den Zügen der HLB.

Auf den hessischen Strecken werden die Tarife des RMV bzw. des NVV angewandt. Im Nachbarland Rheinland-Pfalz gelten die Tarife des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel (VRM) sowie des Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbundes (RNN), auf den Strecken in Nordrhein-Westfalen die der Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd (VGWS).

An den Stationen der beiden Strecken Königsteiner Bahn und Taunusbahn, deren Infrastrukturbetreiber die HLB ist, unterhält sie eigene Fahrscheinautomaten. Auf den übrigen Stationen stehen Fahrscheinautomaten der DB Vertrieb zur Verfügung. Für Reisende, welche an Bahnhöfen und Haltepunkten entlang der Bahnlinien RB29 (Unterwesterwaldbahn), RB90 (Westerwald-Sieg-Bahn), RB91 (Ruhr-Sieg-Bahn), RB92 (Biggesee-Express), RB93 (Rothaarbahn), RB95 (Sieg-Dill-Bahn) und RB96 (Hellertalbahn) zusteigen, an welchen nicht alle Stationen über stationäre Fahrscheinautomaten und Entwerter für Vorverkaufsfahrscheine der Verkehrsverbünde Verkehrsverbund Rhein-Sieg und der Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd verfügen, befinden sich Fahrausweisautomaten und Entwerter in den Fahrzeugen.

Linien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Linien werden – mit der Nummerierung des RMV und gegebenenfalls mit der Nummerierung eines Nachbarverbundes – von der Hessischen Landesbahn betrieben:

Linie Streckenname Linienweg Vertragslaufzeit Fahrzeuge im Regelbetrieb

Aktuelles Liniennetz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SE 12 Königsteiner Bahn Frankfurt (Main) HbfFrankfurt-HöchstKelkheimKönigstein im Taunus 01.01.2003[11] – 14.12.2019
(Stammlinie, bis 1995 bereits in Eigenleistung)
VT 2E, LINT 41/H
RB 13 Sodener Bahn Frankfurt-Höchst – Bad Soden am Taunus 01.01.2003[11] – 14.12.2019
(bereits seit 1997)
SE 15 Taunusbahn Frankfurt (Main) Hbf – Bad HomburgFriedrichsdorfUsingenGrävenwiesbachBrandoberndorf 01.01.2003[11] – 14.12.2019
(durch VHT bereits seit 1993)
RB 15 Bad Homburg – Friedrichsdorf – Usingen – Grävenwiesbach – Brandoberndorf
RB 16 Bahnstrecke Friedrichsdorf–Friedberg Friedrichsdorf – Rosbach v d HöheFriedberg (Hess) 24.05.1998 – 14.12.2019 GTW 2/6
SE 20 Main-Lahn-Bahn Limburg (Lahn)Bad CambergIdsteinNiedernhausen – Frankfurt-Höchst – Frankfurt (Main) Hbf (ein Zugpaar tägl.) Dez. 2014 – Dez. 2019
(vorläufig)[12]
GTW 2/6, LINT 41
ab Dez. 2015 Desiro
(von Linie 56)[13]
RB 21 Main-Lahn-Bahn, Ländchesbahn Limburg (Lahn) – Bad Camberg – Idstein – Niedernhausen – Wiesbaden Hbf
RB 25 Lahntalbahn Limburg (Lahn) – WeilburgWetzlarGießen 11.12.2011 – 09.12.2023 Desiro (nur Weilburg – Gießen), LINT 41
RB 29 Unterwesterwaldbahn Limburg (Lahn) – StaffelMontabaurSiershahn Dez. 2014 – Dez. 2030 LINT, GTW 2/6
RB 31 Bahnstrecke Friedberg–Mücke Friedberg (Hess) – BeienheimWölfersheim-Södel 30.05.1999 – 14.12.2019 GTW 2/6
SE 32 Bahnstrecke Beienheim–Schotten, Main-Weser-Bahn Frankfurt (Main) Hbf – Friedberg (Hess) – Beienheim – ReichelsheimEchzellNidda (einmal Mo–Fr)
RB 32 Bahnstrecke Beienheim–Schotten Friedberg (Hess) – Beienheim – Reichelsheim – Echzell – Nidda
RB 35 Vogelsbergbahn Gießen – GrünbergMücke (Hess)AlsfeldLauterbach NordFulda 11.12.2011 – 09.12.2023 LINT 41, Desiro (nur Gießen – Grünberg)
RB 36 Lahn-Kinzig-Bahn Gießen – Hungen – Nidda – Glauburg-StockheimBüdingenGelnhausen Jan. 2001 – 14.12.2019 GTW 2/6
RB 52 Bahnstrecke Fulda–Gersfeld Fulda – LütterGersfeld (Rhön) 11.12.2011 – 09.12.2023 LINT 27, LINT 41
RB 90 Westerwald-Sieg-Bahn Limburg (Lahn) – WesterburgAltenkirchenAu (Sieg)BetzdorfSiegen (ein Zugpaar bis Kreuztal) Dez. 2014 – Dez. 2030 LINT, GTW 2/6, 629
RB 91 Ruhr-Sieg-Bahn Siegen – Finnentrop (ein Zugpaar tägl.) Dez. 2014 – Dez. 2030 LINT, GTW 2/6
RB 92 Biggesee-Express Finnentrop – Olpe Dez. 2014 – Dez. 2030 LINT, GTW 2/6
RB 93 Rothaarbahn Betzdorf – Siegen – ErndtebrückBad Berleburg (morgens 2x von Au (Sieg)) Dez. 2014 – Dez. 2030 LINT, GTW 2/6
RB 95 Sieg-Dill-Bahn DillenburgHaiger – Siegen Dez. 2014 – Dez. 2030 LINT, GTW 2/6
RB 96 Hellertalbahn Betzdorf – Herdorf – Haiger – Dillenburg Dez. 2015 – Dez. 2030 [14] LINT, GTW 2/6
RE 98 Main-Weser-Bahn Frankfurt (Main) Hbf – Gießen – Marburg (Lahn)StadtallendorfSchwalmstadt-TreysaWabernKassel Hbf 13.12.2015 – 07.12.2024
Bedienung bereits seit 2010 im Abschnitt Frankfurt–Marburg(–Stadtallendorf)
FLIRT
RE 99 Main-Weser-Bahn, Dillstrecke Frankfurt (Main) Hbf – Gießen – Wetzlar – Dillenburg – Siegen 12.12.2010 – 09.12.2023 FLIRT

Zukünftige Linien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RB 55 Frankfurt-Hanauer Eisenbahn, Main-Spessart-Bahn Frankfurt (Main) Hbf – MaintalHanau HbfGroßkrotzenburgKahl am MainAschaffenburg Hbf Dez. 2018 – Dez. 2033 [11] Coradia Continental[15]
RB 75 Rhein-Main-Bahn Wiesbaden Hbf – Mainz HbfGroß-GerauDarmstadt HbfDieburgBabenhausen – Aschaffenburg Hbf Dez. 2018 – Dez. 2033[11] Coradia Continental [15]

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

GTW 2/6 der HLB
Straßenbahn der HLB in Kassel
BR 629 der HLB auf der Dillstrecke bei Sechshelden (November 2015)

Die drei Taunusstrecken werden mit den in Königstein beheimateten VT 2E und LINT 41/H befahren. 11 der 20 VT 2E gehören dem Verkehrsverband Hochtaunus (VHT), während die LINT Eigentum der Fahrzeugmanagement Region Frankfurt RheinMain GmbH (fahma) sind. Dazu kommen 23 weitere Fahrzeuge vom Typ LINT 41 für Lahntal-, Rhön- und Vogelsbergbahn.[16] Im Verkehr auf den Wetteraustrecken fahren die GTW 2/6 des Standorts Butzbach. Dort werden auch die auf der Kahlgrundbahn verkehrenden Desiro gewartet.[17] Von den drei in den 1990er-Jahren für die Taunusstrecken beschafften Triebwagen der DB-Baureihe 628/629 wurden inzwischen nach verschiedenen Leiheinsätzen VT 51 (628.4) an die Weba und VT 71 (629) an die neg verkauft. VT 72 (629) ist nach einer Neulackierung auf verschiedenen Strecken im Einsatz.

Ansagestimme in den GTW 2/6 und den Taunusbahn-LINT ist Helga Bayertz, in den VT2E sowie den FLIRT ist es Ingrid Metz-Neun. In den Zügen zwischen Limburg, Fulda und Gersfeld (Rhön) ist es eine nicht bekannte, weibliche Ansagestimme.

Für die neu hinzugewonnenen Verkehre ab Frankfurt, die ab Dezember 2010 aufgenommen wurden, werden insgesamt neun (drei dreiteilige, sechs fünfteilige) neue Fahrzeuge vom Typ FLIRT eingesetzt, die wie die Fahrzeuge des Standortes Königstein in gelb/rot/grau lackiert sind. Diese haben nur zur Hälfte der Kopfwagen eine seitliche Dachverkleidung, die bei den Mittelwagen komplett fehlt. Die Triebwagen werden im neu errichteten Betriebswerk in Frankfurt-Griesheim auf Grund einer Vereinbarung mit dem Betreiber VIAS GmbH gewartet. Ende 2011 erfolgte eine Nachbestellung von vier weiteren ursprünglich dreiteiligen Triebwagen,[18] welche später in fünfteilige Triebwagen abgeändert wurde.

Im Frühjahr 2011 wurden drei LINT 27 der vectus Verkehrsgesellschaft, einem Tochterunternehmen der HLB, gegen drei GTW 2/6 der HLB ausgetauscht. Diese Fahrzeuge kommen als Verstärkerleistungen in der HVZ auf der Rhönbahnlinie zum Einsatz.

Auf den seit Dezember 2011 neu bedienten Linien RB 25, RB 35 und RB 52 werden 23 neue LINT 41 eingesetzt.

Im Oktober und November 2015 wurden Triebwagen der ehemaligen Ostseeland Verkehr GmbH vom Typ LINT 41 eingesetzt. Sie kamen auf den Strecken RB 29 (Unterwesterwaldbahn) und RB 25 (Lahntalbahn) zum Einsatz. Ein Triebwagen war in Weilburg stationiert und übernahm dort die in Weilburg startenden und endenden Leistungen (unter anderem Zug 24883). Die ehemaligen Triebwagen der OLA wurden wieder verkauft und deren Leistungen werden seit November 2015 von Desiros gefahren. Mit dem Fahrplanwechsel 2015/2016 im Dezember 2015 wechselten weitere Desiros ihren Standort von der Kahlgrund- zur Ländchesbahn. Auf der RB 25 verkehrende Desiros haben aktuell die Lackierung der mit dem Fahrplanwechsel 2015/2016 wegfallenden Kahlgrundbahn (RB 56).

Nachdem ein LINT im Februar 2016 [19] einen Brandschaden erlitt, ist nun wieder ein LINT 41 der ehemaligen Ostseeland Verkehr GmbH unterwegs. Die alten Schriftzüge wurden entfernt sowie weiße Schilder an den Scheiben der Führerstände und des Fahrgastraums angeklebt, auf denen die Linie und die befahrene Strecke zu erkennen ist. Im Zug ist die Fahrgastinformationsanzeige und die automatische Ansage nicht programmiert.

Zwei im September/Oktober 1994 von der damaligen Kassel-Naumburger Eisenbahn (KNE) als Fahrzeuganteil für die Gemeinschaftsstrecke mit der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) nach Baunatal angeschaffte Straßenbahnen des Types DUEWAG 6NGTW (Nr. 474 und 475) wurden zum Jahreswechsel 2015/2016 an die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft verkauft. Beide Straßenbahnwagen wurden von der KVG gewartet und auf allen Linien der Straßenbahn Kassel eingesetzt.[20]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hessische Landesbahn GmbH (Hrsg.): 50 Jahre Hessische Landesbahn GmbH. Köln 2007, ISBN 978-3-929082-26-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hessische Landesbahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.hlb-online.de/unternehmen/fakten-und-zahlen/
  2. http://www.hlb-online.de/unternehmen/fakten-und-zahlen/
  3. http://www.hlb-online.de/fahrplaene-tarife/fahrplaene/#tx-routenetwork-tab-schedule-railway
  4. http://www.hlb-online.de/fahrplaene-tarife/fahrplaene/#tx-routenetwork-tab-schedule-bus
  5. http://www.hlb-online.de/unternehmen/fakten-und-zahlen/
  6. http://www.hlb-online.de/unternehmen/fakten-und-zahlen/
  7. Landkreis Kassel (Hrsg.): Landkreis Kassel. Beteiligungsbericht 2010. 2011, S. 81 ff. (PDF 2.2MB [abgerufen am 29. Oktober 2012]).
  8. VHT vergibt Busverkehrsleistungen: ab Dezember 2016 fährt HLB Hessenbus. In: hochtaunuskreis.de. Hochtaunuskreis, abgerufen am 20. April 2016.
  9. Peter Ehrlich: Vergabeentscheidung im Dieselnetz Eifel-Westerwald-Sieg: DB Regio und Hessische Landesbahn erhalten Zuschlag. 31. Oktober 2012, archiviert vom Original am 3. November 2012, abgerufen am 31. Oktober 2012.
  10. http://www.spnv-nord.de/uploads/media/50..VV_25._Juli_2014_nur_o__T.pdf Verbandsversammlung des SPNV Nord im Juli 2014 (S. 5)
  11. a b c d e RMV Vergabekalender SPNV (PDF)
  12. Dienstleistungsauftrag D-Hofheim am Taunus: Öffentlicher Schienentransport/öffentliche Schienenbeförderung. 24. Dezember 2011, abgerufen am 10. Januar 2012.
  13. http://www.nnp.de/lokales/limburg_und_umgebung/Ab-Mitte-Dezember-Abends-bessere-Zugverbindungen;art680,1087170
  14. Neuvergabe Dieselnetz Eifel-Westerwald-Sieg. 16. April 2015, abgerufen am 16. Oktober 2015.
  15. a b RMV: Bahnlinien in Südhessen bekommen neuen Betreiber. 12. Oktober 2015, abgerufen am 19. Oktober 2015.
  16. Pressemitteilung der Hessischen Landesbahn vom 27. Februar 2011
  17. Fahrzeuge auf der HLB-Webseite
  18. Hessische Landesbahn erwirbt weitere 4 FLIRT-Regionaltriebzüge von Stadler, Pressemeldung von Stadler Rail, abgerufen am 5. September 2015
  19. Zug brennt: Reisende stranden in Dutenhofen Meldung über Brand in HLB Zug, abgerufen am 23. Juni 2016
  20. Von der HLB zur KVG. In: tram-kassel.de. 24. Juli 2016, abgerufen am 13. August 2016.