Bahnstrecke Aschkelon–Be’er Scheva

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Aschkelon–Be’er Sheva
Strecke der Bahnstrecke Aschkelon–Be’er Scheva
Streckenlänge: 60 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Strecke – geradeaus
Bahnstrecke von Lod
Bahnhof, Station
0,0 Aschkelon
   
Sinai-Bahn zum Gazastreifen
Bahnhof, Station
Sderot
Bahnhof, Station
Netiwot
Bahnhof, Station
Ofakim
Gleisdreieck – geradeaus, nach links, von links
Bahnstrecke Naharija–Be’er Sheva von Tel Aviv
Bahnhof, Station
60,0
73,0
Be’er Scheva-North/University
Gleisdreieck – geradeaus, nach links, von links
73,5
0,0
nach Dimona, Tzefa und Har Tzin
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
2,5 von Ramat Hovav (nur Güterverkehr)
Kopfbahnhof – Streckenende
2,9 Be’er Scheva-Center
Bahnhof Aschkelon

Die Bahnstrecke Aschkelon–Be'er Scheva ist eine 60 km lange Bahnstrecke der Israel Railways. Sie ist eine der beiden Strecken, die Aschkelon südlich der Stadt mit der Bahnstrecke Naharija–Be’er Sheva verbinden.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke zweigt von der bestehenden Verbindung Aschkelon–Kirjat Gat (an der Strecke Naharija–Be’er Sheva) in etwa südlicher Richtung an der Stelle ab, wo sich der Abzweig zum Hafen Aschkelon befindet und die bestehende Strecke um fast 90 Grad nach Osten in Richtung Kirjat Gat abbiegt. Die neue Strecke folgt nun kurz der alten Trasse der Sinai-Bahn bis kurz vor deren Übertritt in den Gazastreifen. Von dieser historischen Trasse, die nach Südwesten führt, biegt die neue Strecke in südlicher Richtung ab und verläuft nördlich von Sderot in Sichtweite der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen. Weiter südlich folgen noch die Bahnhöfe Netiwot und Ofakim. Dort biegt die Strecke nach Osten ab und stößt – ohne weiteren Bahnhof – nördlich von Be’er Scheva auf die Strecke Naharija–Be’er Sheva.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baubeginn war der 4. Juli 2010. Bereits vor Eröffnung der Strecke wurde aufgrund des intensiven Raketenbeschusses von Israel aus dem Gazastreifen 2012[Anm. 1] überlegt, wie der Zugverkehr auf der Strecke in solchen Situationen geschützt werden kann. Unter anderem wurde eine dichte Bepflanzung oder ein Sichtschutzwall erwogen, so dass nicht gezielt auf Züge geschossen werden kann. Der erste Streckenabschnitt bis Netiwot wurde im Dezember 2013 eröffnet. Im September 2015 folgte die Eröffnung der Gesamtstrecke.[1] Die Baukosten lagen bei 360 Mio. Euro. Der Personenverkehr auf der Strecke wurde im Januar 2016 aufgenommen.[2]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke hat zwischen Aschkelon und Be’er Scheva drei Bahnhöfe. Die Reisezeit zwischen beiden Städten beträgt 45 Minuten. Die Strecke weist vier Brücken auf, um Straßen kreuzungsfrei zu überqueren, 14 weitere Brücken über Wadis. Die längste der Brücken, die Schikma-Brücke, ist 450 m lang. Das Gleisplanum wurde für eine zweigleisige Strecke ausgeführt, auch wenn zunächst nur ein Gleis verlegt wurde.[3]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl.: Operation Wolkensäule.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Projektwebseite (Hebräisch)
  2. Israelischen Eisenbahn und Gemeinde Ofakim: Gemeinsame Presseverlautbarung v. 27. Oktober 2015. In: Ha Rakevet 111 (Dezember 2015), S.5.
  3. HaRakevet Nr. 90 (2010), S. 4, Nr. xii.