Bahnstrecke Bangkok Hua Lamphong–Poipet

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Bangkok Hua Lamphong–Poipet[1]
Zug Aranyaprathet–Bangkok
Zug Aranyaprathet–Bangkok
Streckenlänge:260,3 km
Spurweite:1435 mm / 1000 mm
Kopfbahnhof – Streckenanfang
0,00 Bangkok Hua Lamphong
Bahnhof, Station
2,17 Yommarat
Gleisdreieck – geradeaus, nach links, von links
Nordostbahn
Bahnhof, Station
2,64 Uruphong
Bahnhof, Station
3,67 Phayathai
Bahnhof, Station
4,59 Ratchaprarop
   
Industrie- und Hafenanschluss
Bahnhof, Station
5,17 Makkasan
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Bahnbetriebswerk Makkasan
Bahnhof, Station
6,98 Asok
   
Khlong Saen Saep
Bahnhof, Station
9,50 Khlong Tan
Bahnhof, Station
11,14 Sukhumwit 71
Bahnhof, Station
15,41 Hua Mak
Bahnhof, Station
20,87 Ban Thap Chang
Bahnhof, Station
23,94 Soi Wat Lan Bun
Bahnhof, Station
26,75 Lat Krabang bis 1943: Khlong Thi Song
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33,86 Lat Krabang Inland Container Depot
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Bahnhof, Station
30,33 Phra Chomklao
Bahnhof, Station
30,91 Hua Takhe
   
35,00 Kilometer 35 (im Bau, noch unbenannt)
Bahnhof, Station
39,50 Khlong Luang
Bahnhof, Station
43,43 Khlong Udom Chonlachon seit 1985
Bahnhof, Station
46,50 Preng
Bahnhof, Station
51,02 Khlong Khwaeng Klan
Bahnhof, Station
53,99 Khlong Ban Phra
Bahnhof, Station
57,10 Bang Toei seit 1985
Bahnhof, Station
60,99 Chachoengsao Junction
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62,87 Paetriu Endbahnhof der Ostbahn bis 1925
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Bahnstrecke Chachoengsao Junction–Sattahip
Bahnhof, Station
67,14 Bang Khwan
   
68,63 Wat Ko Chan 1992 stillgelegt
Bahnhof, Station
74,53 Phrong Akat
Bahnhof, Station
79,04 Bang Nam Priao
Bahnhof, Station
85,60 Khlong Sip Kao / Khlong 19
   
Bahnstrecke Khlong Sip Kao–Kaeng Khoi
Bahnhof, Station
89,42 Khlong Yisip Et / Khlong 21
Brücke über Wasserlauf (groß)
92,67 Mae Nam Nakhon Nayok (210 m)
Bahnhof, Station
93,73 Yothaka
Bahnhof, Station
101,51 Ban Sang
Bahnhof, Station
109,49 Nong Namkhao eröffnet 1954
Bahnhof, Station
115,28 Ban Pak Phli
Bahnhof, Station
121,78 Prachin Buri
Bahnhof, Station
126,25 Nong Krachap
Bahnhof, Station
131,00 Khok Makok
Bahnhof, Station
137,65 Prachantakham
Bahnhof, Station
143,41 Nong Saeng
Bahnhof, Station
146,73 Ban Dong Bang
Bahnhof, Station
148,00 Nong Si Wichai eröffnet 2007
Bahnhof, Station
151,85 Ban Phrom Saeng
Bahnhof, Station
156,15 Ban Ko Daeng
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BSicon .svgBSicon STR.svgBSicon exKDSTe.svg
Steinbruch der SRT
Brücke über Wasserlauf (groß)
160,27 Khwae Hanuman (120 m)
Bahnhof, Station
161,26 Kabin Buri
Bahnhof, Station
165,50 Kabin Kao
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BSicon exKDSTe.svgBSicon STR.svgBSicon .svg
Industrieanschluss Ban Bo Thong
Bahnhof, Station
172,71 Nong Sang eröffnet 1984
Bahnhof, Station
183,76 Phra Prong
Brücke (groß)
(110 m)
Bahnhof, Station
190,06 Ban Kaeng
Bahnhof, Station
195,87 Sala Lamduan
Bahnhof, Station
205,25 Sa Kaeo
Bahnhof, Station
216,28 Tha Kasem
Bahnhof, Station
223,40 Huai Chot eröffnet 1954
Bahnhof, Station
233,86 Nakhon Watthana
Bahnhof, Station
240,32 Ban Pong Khom
Bahnhof, Station
245,03 Huai Duea
   
254,50 Aranyaprathet
   
259,00 Khlong Luek
   
260,28 Thai
   
260,45 Khlong Luek Thailand/Kambodscha
   
261,20 Poipet (Wiederinbetriebnahme geplant)
   
Bahnstrecke Phnom Penh–Poipet

Die Ostbahn (Thailand) verbindet Bangkok mit Aranyaprathet und stellte die Verbindung zur Royal Railway Cambodia her. Sie wird von der Thailändischen Staatsbahn betrieben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ostbahn wurde seit den 1880er Jahren diskutiert. 1887 erhielten Alfred John Loftus und Andreas du Plessis de Richelieu (Phraya Chonlayutthayothin / thailändisch: พระยาชลยุทธโยธินทร์[2]) (* 24. Februar 1852; † 25. März 1932), später Oberkommandierender der thailändischen Seestreitkräfte, der an der Errichtung der ersten thailändischen Eisenbahn von Bangkok–Samut Prakan maßgeblich beteiligt war, eine Konzession für die Strecke Bangkok–Chachoengsao. Die Finanzierung des Vorhabens blieb aber problematisch, so dass keine weiteren Schritte unternommen wurden. Da dieses Problem auch für andere Vorhaben im Eisenbahnbau auftrat, schwenkte Thailand zunehmend auf eine Politik staatlichen Streckenbaus um. So wurde 1901 die Vermessung der Strecke angeordnet. Als kurz darauf jedoch im Norden des Landes eine Revolte ausbrach, konzentrierte der Staat seine Ressourcen zunächst auf den Bau der Nordbahn.[3]

Bau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

So begann der Bau der Ostbahn erst 1905. Ausgangspunkt war der bestehende Bahnhof Hua Lamphong der Nordostbahn in Bangkok. Wenige Kilometer nördlich dieses Kopfbahnhofs bog die Strecke von der Nordostbahn nach Osten ab. Die Ostbahn wurde so nach den für die Nordostbahn festgelegten Parametern errichtet. Dazu zählte insbesondere die Normalspur von 1435 mm. Anfang 1908 konnte die Strecke bis Chachoengsao eröffnet werden. Der Weiterbau scheiterte zunächst an den Kosten für eine Brücke über den Mae Nam Bang Pakong.[3]

Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1920 und 1922 wurde die Strecke wie die übrigen normalspurigen Strecken in Thailand auf Meterspur umgespurt. So erfolgte der Weiterbau in dieser Spurweite. Damit wurde 1922 begonnen und – um die Querung des Bang Pakong zu vermeiden – wurde die Strecke nach Norden weitergebaut um später einen großen Bogen nach Osten zu schlagen, aber immer am Westufer des Flusses zu bleiben und so Aranyaprathet zu erreichen.[3] Diese Streckenverlängerung wurde in zwei Abschnitten 1925 und 1926 eröffnet. 1936 wurde die Abzweigung der Strecke von der Nordostbahn, nördlich des Bahnhofs Yommarat, durch eine Verbindungskurve ergänzt, die die Durchfahrt von und nach dem Norden für Züge nach und von der Ostbahn erlaubt, ohne sie in Yommarat oder im Bahnhof Hua Lamphong wenden zu müssen.[4] 2003 wurde die Strecke zwischen Hua Mak und Chachoengsao dreigleisig ausgebaut, blieb im übrigen Verlauf aber eingleisig.[5]

Grenzübergang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Aranyaprathet
Bahnhofsschild

Sechs Kilometer hinter Aranyaprathet quert die Strecke in Khlong Luek die thailändisch / kambodschanische Grenze. Die westlichen Provinzen Kambodschas hatte Thailand mit Verträgen 1904 und 1907 an das französische Indochina abtreten müssen. Thailand, im Zweiten Weltkrieg mit den Achsenmächten verbündet, holte sich diese Provinzen nach der deutschen Besetzung Frankreichs und politischer Unterstützung Japans 1940 wieder. Die Franzosen hatten dort bereits eine Trasse in Richtung Aranyaprathet vorbereitet, die nun von japanischem Militär schnell vervollständigt und in Betrieb genommen wurde. Ende 1941 nutzte sie das japanische Militär, seit dem 10. April 1942[6] fuhren hier thailändische Zivilzüge bis Battambang. 1946 holte sich die französische Kolonialverwaltung allerdings das 1940 okkupierte Gebiet wieder, woraufhin Thailand das Gleis zwischen dem thailändischen Grenzbahnhof Khlong Luek und der Grenze beseitigte. Erst 1954/55 wurde ein Vertrag über die Wiederaufnahme des Eisenbahngrenzverkehrs geschlossen. Seit dem 22. April 1955 verkehrte zweimal in der Woche ein Zug zwischen dem kambodschanischen Grenzbahnhof Poipet und Aranyaprathet. Grenzüberschreitende Fernverkehr fand nicht statt. Nach Abbruch der diplomatischen Beziehungen aufgrund völlig unterschiedlicher politischer Haltungen wurde dieser minimale Verkehr am 25. November 1958 eingestellt, zum 27. Februar 1959 wieder aufgenommen und nach erneutem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zum 23. Oktober 1961 vier Tage später erneut eingestellt.[6] Thailand demontierte dann das zur Grenze führende Gleis erneut.[4] Erst zum 2. November 1970 wurde der Verkehr mit zwei bis drei Zügen pro Woche wieder aufgenommen, zum 2. Juli 1974 aber erneut unterbrochen, als in Kambodscha ein Bürgerkrieg begann und dann die Roten Khmer die Macht übernahmen.[7] Die Roten Khmer demontierten dann das Gleis auf der kambodschanischen Seite der Grenze.[6]

Neuer Bahndamm mit Ausweiche in Khlong Luek, die Brücke nach Poipet ist hinten rechts zu sehen.

Die Schienen östlich von Aranyaprathet wurden seit 1994 nicht mehr genutzt. Anfang des Jahres 2016 ist der ganze Bahndamm mit Schienen von Aranyaprathet bis zur und über die Grenze erneuert. Auf kambodschanischer Seite endet die Linie auf dem Brückenwiderlager; ein Weiterbau würde den Abbruch der dort errichteten lukrativen Kasinos bedingen.

Ende der Bahnlinie - kein Anschluss auf kambodschanischer Seite
Neue Eisenbahnbrücke, gesehen vom kambodschanischen Poipet.

Die Wiederinbetriebnahme der kambodschanischen Bahnstrecke Phnom Penh–Poipet ist vorgesehen.[8]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Bangkok bis Aranyaprathet verkehren täglich zwei Zugpaare, die ausschließlich die 3. Klasse führen.[9] In Bangkok nutzen diese den Bahnhof Hua Lamphong.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • B. R. Whyte: The Railway Atlas of Thailand, Laos and Cambodia. White Lotus Co Ltd, Bangkok 2010, ISBN 978-974-480-157-9

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Angaben nach Whyte: The Railway Atlas, S. 37ff; Karte 10.
  2. Zu seiner Person vgl: NN: Andreas du Plessis de Richelieu: The Admiral Who Went Ashore.
  3. a b c Whyte: The Railway Atlas of Thailand, S. 34.
  4. a b Whyte: The Railway Atlas of Thailand, S. 35.
  5. Whyte: The Railway Atlas of Thailand, S. 36.
  6. a b c Whyte: The Railway Atlas of Thailand, S. 37.
  7. Whyte: The Railway Atlas of Thailand, S. 35, 37.
  8. http://www.tollroyalrailway.com/?page=front&lg=en
  9. Angaben nach: The Man in Seat 61: Train Travel in Thailand.