Bahnstrecke Luxemburg–Remich

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Luxemburg–Remich
Streckenlänge:27,265 km
Spurweite:1000 mm (Meterspur)
Maximale Neigung: 35 
Minimaler Radius:45 m
   
von Echternach
   
0,0 Luxemburg Bahnhof (Bahnhofsvorplatz)
BSicon exSTR.svg
   
0,9 Metz–Luxemburg
Namur–Luxemburg
Petingen–Luxemburg
BSicon exSTR.svg
   
2,2 Howald
   
3,5 Hesperange
   
4,8 Alzingen
   
5,7 Berchem–Ötringen
   
9,0 Weiler-la-Tour
   
von Bettemburg
   
12,6 Aspelt
   
15,5 Altwies
   
16,6 Mondorf/Bad
   
nach Diedenhofen
   
20,0 Ellange
   
23,0 Scheierbierg
   
27,2 Remich 186 m

Die Schmalspurbahn Luxemburg–Remich war eine 27,3 km lange Schmalspur-Eisenbahnstrecke, die die Hauptstadt Luxemburg mit dem Moselwein-Örtchen Remich verband. In Mondorf hatte sie Anschluss an die 26 km lange Schmalspurbahn nach Diedenhofen (Diedenhofen–Mondorf) sowie in Aspelt an das 10,2 km entfernte Bettemburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bahnstrecke wurde am 20. Februar 1882 durch die Luxemburger Sekundärbahnen eröffnet und war bis zum Ende des Winterfahrplans 1954/55 am 22. Mai 1955 in Betrieb.[1] Sie war somit die am längsten betriebene Jhangeli, dem Netz von Schmalspurbahnen in Luxemburg.

Die Strecke verlief innerorts über die Straße, so endete die Strecke beispielsweise auf dem Luxemburger Bahnhofsvorplatz, außerhalb zumeist parallel der Landstraße. Nur aufgrund starker Steigung wurden separate Trassen gebaut, so zum Beispiel zwischen Mondorf und Remich über den Scheuerberg. Bis zuletzt wurde die Strecke mit Dampflokomotiven bedient, seit Mitte der 1930er Jahre aber auch von Dieseltriebwagen der Firma Familleureux.[2] Während der gesamten Betriebszeit wurden sowohl Güter als auch Personen befördert.

Fast alle Stationen waren innerhalb bebauten Gebietes, also innerhalb von Ortschaften, nur die Station Scheierbierg lag auf freiem Feld. Der Bahnhof verdankt seine Entstehung dem Gipssteinbruch auf dem knapp einen Kilometer nördlich gelegenen Hiewelbierg, zu dem eine Pferdebahn führte.[3] Aus dem Geschäftsbericht der Grube aus dem Jahr 1883 geht hervor, dass in diesem Jahr 260 Tonnen Gips nach Luxemburg und etwa 200 Tonnen nach Remich transportiert worden sind.[4] Neben Gips wurde auch Alabaster abgebaut. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde das Geschäft 1948 niedergelegt. Das etwa gleich weit entfernte Erpeldingen profitierte von der nahen Bahnstation gleichfalls. Die Bahnhöfe in Ellange und Remich lagen etwas oberhalb des Ortes.

Heute ist der Teil Bad Mondorf–Remich als Radweg ausgebaut, da dieser Teil über eine gesonderte Trassenführung verfügte.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. rail.lu
  2. http://www.rail.lu/familleureux.html
  3. http://www.bous.lu/Cult_Gipswee.pdf
  4. Informationstafel an der Station Scheierbierg
  5. Ponts et Chaussées, Großherzogtum Luxemburg