Remich

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Remich
Wappen Karte
Wappen von Remich Lage von Remich im Großherzogtum Luxemburg
Basisdaten
Staat: Luxemburg
Koordinaten: 49° 33′ N, 6° 22′ OKoordinaten: 49° 32′ 42″ N, 6° 21′ 51″ O
Kanton: Remich
Einwohner: 3632 (1. Januar 2017)[1]
Fläche: 5,29 km²
Bevölkerungsdichte: 686,6 Einw./km²
Gemeindenummer: 00008007
Website: www.remich.lu
Politik
Bürgermeister: Jacques Sitz (CSV)
Wahlsystem: Proporzwahl

Remich (luxemburgisch Réimech) ist eine Stadt und eine Gemeinde im Großherzogtum Luxemburg sowie Hauptort des gleichnamigen Kantons Remich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Remich liegt am westlichen Ufer der Mosel, die hier die Staatsgrenze zu Deutschland bildet. Das Dreiländereck Deutschland/Frankreich/Luxemburg (Schengen) liegt etwa 10 km südlich. Die weiteren Nachbargemeinden sind: im Westen Bous, im Norden Stadtbredimus und auf der deutschen Seite die Gemeinde Nennig.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das antike Remacum der Römerzeit war eine kleine Ansiedlung von Fischern und Schiffern. Es wurde im Lauf der Jahrhunderte von den jeweiligen Eroberern der Moselregion mehrmals in Schutt und Asche gelegt, was den Bau der Schutzwälle erforderlich machte, deren Spuren man noch immer erkennen kann.

Am 11. April 882 stellte sich in der Schlacht bei Remich ein kleines Aufgebot, angeführt von den Bischöfen Wala von Metz und Bertolf von Trier sowie von dem Metzer Grafen Adalhard II., den Wikingern entgegen, die nach der Einnahme und Plünderung von Trier auf Metz vorstoßen wollten.

Remich heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute ist Remich – an der Europastraße 29 zwischen Saarbrücken und Luxemburg gelegen – eine kleine, blühende Touristenstadt sowie – als Kantonshauptstadt – Verwaltungs- und Einkaufszentrum des gleichnamigen Kantons. Vor allem aber ist Remich das Zentrum des luxemburgischen Weinbaus mit dem Sitz des Institut Viti-Vinicole und der Marque nationale für Luxemburgs Weine.

Das Panorama der Stadt wird von Weingärten und dichten Wäldern bestimmt, die Remich wie ein Amphitheater umgeben.

Die katholische Kirche St. Stephan von 1817 mit spätbarocker Fassade und einem romanischen Kirchturm aus dem 12. Jahrhundert ist als nationales Kulturgut denkmalgeschützt. Die Glasfenster stammen zum größten Teil aus dem 20. Jahrhundert. Die heutige Orgel wurde 1958 von der Orgelmanufaktur Haupt aus Lintgen gebaut. Sie hat 39 Register auf drei Manualen und Pedal.

Am Ufer der Mosel lädt eine drei Kilometer lange Promenade dazu ein, die zahlreich vorüberfahrenden Lastkähne und Jachten zu beobachten. Dort steht auch der Bacchus-Brunnen des luxemburgischen Künstlers Wil Lofy.

An Aschermittwoch wird ein besonderer Brauch begangen: Mit dem Verbrennen einer Strohpuppe auf der Moselbrücke wird die Fastnacht beendet. Nach dem ursprünglichen Brauch sollen die Flammen die bösen Geister der Winterzeit vertreiben und den Frühling willkommen heißen. Die Strohpuppe heißt „Stréimännchen“; in Schaltjahren wird ein „Stréifrächen“ (Strohfrauchen) verbrannt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl am 9. Oktober 2011 errang die Liste der CSV mit 33,81 Prozent der abgegebenen Stimmen vier Mandate, die Grünen mit 33,58 Prozent vier Mandate, die DP mit 19,51 Prozent zwei Mandate und die LSAP mit 13,09 Prozent ein Mandat.[2] Die Amtszeit des Gemeinderats beträgt sechs Jahre; sie endet für das derzeitige Gremium am 31. Dezember 2017.

Kommunalverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied folgender Kommunalverbände: SIAER, SICEC, SIGI, SIGRE, Syndicat de distribution de l’eau Remich, Syvicol.[3]

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2005 ist Bessan im Süden Frankreichs Partnergemeinde von Remich.[4]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Remich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. STATEC Luxembourg – Population par canton et commune 1821–2015 (franz.)
  2. Élections communales 2011: Commune Remich
  3. Annuaire des communes: Ville de Remich, Syvicol
  4. Ville de Remich – Jumelage