Bahnstrecke Roma Laziali–Giardinetti

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Rom Laziali–Frosinone
Überlandstraßenbahn Rom Laziali – Giardinetti an der Porta Maggiore
Überlandstraßenbahn Rom Laziali – Giardinetti an der Porta Maggiore
Strecke der Bahnstrecke Roma Laziali–Giardinetti
Spurweite: 950 mm (Ital. Meterspur)
Stromsystem: 1500 V =
Zweigleisigkeit: Roma Laziali – Porta Maggiore
Ponte Casilino – Giardinetti
   
0,0 Roma Termini
   
0,4 Roma Laziali
Haltepunkt, Haltestelle
0,7 Santa Bibiana
Haltepunkt, Haltestelle
1,3 Porta Maggiore
Tunnel bzw. Unterführung unter Wasserlauf
Porta Maggiore
Planfreie Kreuzung – unten
FS von Roma Termini
Haltepunkt, Haltestelle
2,0 Ponte Casilino
Haltepunkt, Haltestelle
2,5 Sant’ Elena
Planfreie Kreuzung – oben
FS, Ringbahn
Haltepunkt, Haltestelle
2,9 Villini
Haltepunkt, Haltestelle
3,3 Alessi
Haltepunkt, Haltestelle
3,7 Filarete
Haltepunkt, Haltestelle
4,1 Tor Pignattara
Haltepunkt, Haltestelle
4,7 Berardi
Haltepunkt, Haltestelle
5,2 Centocelle-Balzani
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6,0 Centocelle Betriebswerk, Depot
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6,9 Piazza del Mirti
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6,5 Togliatti
   
7,1 Grano
   
7,5 Allesandrino
   
8,1 Torre Spaccata
   
8,8 Torre Maura
   
8,9 Walter Tobagi
   
9,6 Giardinetti
   
10,1 San Antonio
   
10,7 Torrenova
   
11,4 Torre Angela
   
12,0 Torracio di Torrenova
   
12,3 Torre Gaia
   
13,1 Gotte Celoni
   
14,2 Fontana Candida
   
15,0 Borghesiana
   
16,1 Bolognetta
   
16,7 Finocchio
   
17,6 Granti
   
18,4 Pantano Borghese
   
21,8 Laghetto
   
23,9 Colonna Eisenbahnmuseum
   
Bahnstrecke Ciampino-Caserta
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15,2 Frascati
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Monte Porzio Catone
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Montecompatri
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Bahnstrecke Ciampino-Caserta
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Zagarolo 315 m s.l.m.
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32,0 Zagarolo Città
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37,3 Palestrina
   
43,2 Clave 386 m s.l.m.
   
47,3 Genazzano 308 m s.l.m.
   
51,3 Olévano Romano 250 m s.l.m.
   
54,7 Paliano 271 m s.l.m.
   
60,1 Serrone La Forma 482 m s.l.m.
   
63,6 Piglio 548 m s.l.m.
   
71,1 Acuto 706 m s.l.m.
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3,7 Fiuggi Città 700 m s.l.m.
BSicon exBS2c1.svgBSicon exBS2+lr.svgBSicon exBS2c4.svg
   
78,1/0,0 Fiuggi Centro 612 m s.l.m.
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1,2 Fiuggi Fonte
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83,0 Trivigliano 617 m s.l.m.
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3,4 Guarcino 620 m s.l.m.
BSicon exBS2c1.svgBSicon exBS2+lr.svgBSicon exBS2c4.svg
   
88,5/0,0 Vco nelLazio 475 m s.l.m.
   
92,2 Collepardo 375 m s.l.m.
   
94,3 Alatri 438 m s.l.m.
   
98,2 Véroli 292 m s.l.m.
   
100,4 Tecchiena
   
104,3 Madonna della Neve 197 m s.l.m.
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Frosinone Distretto
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Frosinone S. Antonio
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112,9 Frosinone Übergang zur FS
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Die Bahnstrecke Roma Laziali–Giardinetti ist eine Schmalspurbahn im Nahverkehr der italienischen Hauptstadt Rom. Sie verkehrt vom Bahnhof Roma Laziali, am Ende des südlichen Flügel des Bahnhofs Termini, in die östlich gelegenen Vororte. Von 1917 bis 1935 erreichte die Bahnstrecke in ihrem Maximalausbau Frosinone.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bahn wurde von der Società Ferrovie Vicinali (SFV) in Spurweite 950 mm errichtet und von Anfang an elektrisch betrieben. Zunächst fuhr sie mit 1650 Volt Gleichstrom, heute mit 1500 Volt. Sie weist – außer dem Abschnitt im historischen Zentrum Roms – ein vom Straßenraum getrenntes Gleisbett auf. Der Betrieb ähnelt allerdings dem einer Straßenbahn. Die niveaugleichen Bahnübergänge sind zahlreich.

Der Abschnitt Rom – Genazzano wurde 1916 mit einer Zweigstrecke nach Frascati eröffnet (47 km). 1917 erreichte die Strecke Frosinone. Das Netz war nun 140 km lang.[1]

In verschiedenen Abschnitten wurde die Bahn nach und nach aufgegeben:

  • 1935: Frosinone – Fiuggi, wegen Unwirtschaftlichkeit
  • 1982: Fiuggi – Genazzano, nach Erdrutsch
  • 1984: Genazzano – Pantano, nach Erdrutsch
  • 1993: Der Abschnitt Pantano – San Cesareo wird als vorhanden, aber stillgelegt beschrieben.[2]
  • 2008: der Betrieb auf dem Abschnitt Giardinetti – Pantano wurde eingestellt[3] und in die Linie C der U-Bahn von Rom integriert.[4]

Der heute noch befahrene Teil der Strecke wird von der Metropolitana di Roma S.p.A. betrieben, die am 1. Januar 2010 von der ATAC übernommen wurde. Sie wurde vor Aufgabe des Abschnitts Giardinetti – Pantano täglich von etwa 35.000 Fahrgästen genutzt. Die Strecke ist bis auf einen kurzen eingleisigen Abschnitt zwischen der Porta Maggiore und dem Haltepunkt Ponte Casilino, bei dem es sich um eine Gleisverschlingung handelte, zweigleisig ausgebaut. Das Betriebswerk und Depot befindet sich in Centocelle.

Mit Eröffnung der Linie C der römischen U-Bahn wurde die parallel verlaufende Bahnstrecke Roma Laziali–Giardinetti auf ihrer Rom zugewandten Seite bis zum Bahnhof Centocelle eingekürzt. Die Linie C der römischen U-Bahn verkehrt nun als Inselbetrieb zwischen Parco di Centocelle und Lodi. Der Bahnhof Parco di Centocelle der U-Bahn ist vom Bahnhof Centocelle der Schmalspurbahn etwa 500 m entfernt. Sobald die Linie C der U-Bahn bis ins Stadtzentrum geführt ist, ist mit der Betriebseinstellung der Schmalspurbahn zu rechnen.[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eisenbahnatlas Italien und Slowenien. Atlante ferroviario d'Italia e Slovenia. Schweers + Wall, 2010, S. 110. ISBN 978-3-89494-129-1
  • Metro Roma. Broschüre der Metropolitana di Roma S.p.a., Rom ca. 2007
  • Tomas Meyer-Eppler: Sonderzug nach den vatikanischen Gärten. Unterlagen zur Exkursion der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte vom 27. September bis 5. Oktober 2008, 2008

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Meyer-Eppler; Metro Roma, S. 27
  2. Ball, S. 52
  3. Meyer-Eppler
  4. vgl. Webseite der Metro C (abgerufen am 14. Februar 2016)
  5. ple/hjs: Metro Roma/Rom. In: IBSE-Telegramm 303 (Februar 2016), S. 4f.