Bahnstrecke Stryj–Iwano-Frankiwsk

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Stryj–Iwano-Frankiwsk
Streckenlänge:108 km
Spurweite:1520 mm (Russische Spur)
Stromsystem:3000 V =
Strecke – geradeaus
von Lemberg
Bahnhof, Station
0 Stryj (Стрий)
Gleisdreieck – geradeaus, nach rechts, von rechts
nach Tschop
   
Stryj
Haltepunkt, Haltestelle
3 Myrtjuky (Миртюки)
Haltepunkt, Haltestelle
11 Dowhe (Довге)
Bahnhof, Station
15 Morschyn (Моршин)
Haltepunkt, Haltestelle
20 Lyssowytschi (Лисовичі)
Bahnhof, Station
25 Bolechiw (Болехів)
   
Switscha
Haltepunkt, Haltestelle
29 Switscha (Свіча)
Haltepunkt, Haltestelle
34 Jaworiw (Яворів)
BSicon STR+r.svgBSicon STR.svgBSicon .svg
Waldbahn Wyhoda
BSicon BHF.svgBSicon STR.svgBSicon .svg
9 Wyhoda (Вигода)
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Zweigstrecke nach Wyhoda
Bahnhof, Station
0
38
Dolyna (Долина)
Haltepunkt, Haltestelle
42 Rachynja (Рахиня)
Haltepunkt, Haltestelle
45 Nadijiw (Надіїв)
Haltepunkt, Haltestelle
48 Rakiw (Раків)
Bahnhof, Station
52 Roschnjatiw (Рожнятів)
Haltepunkt, Haltestelle
54 Broschniw (Брошнів)
Haltepunkt, Haltestelle
58 Holyn (Голинь)
Bahnhof, Station
66 Kalusch (Калуш)
   
Limnyzja
Haltepunkt, Haltestelle
75 Wistowa (Вістова)
Bahnhof, Station
80 Bodnariw (Боднарів)
Haltepunkt, Haltestelle
85 Majdan (Майдан)
Bahnhof, Station
92 Zenschiw (Ценжів)
Haltepunkt, Haltestelle
100 Pawliwka (Павлівка)
   
von Lemberg
Haltepunkt, Haltestelle
106 Uhryniw (Угринів)
   
Bystryzja Solotwynska
Bahnhof, Station
108 Iwano-Frankiwsk (Івано-Франківськ)
Strecke – geradeaus
nach Czernowitz

Die Bahnstrecke Stryj–Iwano-Frankiwsk ist eine Nebenbahn in der Ukraine. Sie verläuft von Stryj, einem regionalen Zentrum in der Westukraine zur Oblasthauptstadt Iwano-Frankiwsk.

Der Betrieb wird durch die Ukrainischen Bahnen, im Speziellen die Lwiwska Salisnyzja geführt. Die gesamte Strecke ist eingleisig ausgeführt, der Streckenabschnitt von Stryj bis Morschyn ist elektrifiziert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof in Stryj

Die Strecke entstand als wichtige Verbindung zwischen dem Königreich Ungarn und dem österreichischen Kronland Galizien schon sehr früh, die Konzessionierung für ein Konsortium unter dem polnischen Fürsten Calixtus Poniński für die Eisenbahn Lemberg über Stryj und Skole bis an die ungarische Grenze am Beskid, zur Verbindung mit der von Munkács dahin in Ausführung kommenden ungarischen Strecke (heute Bahnstrecke Lwiw–Stryj–Tschop), und eine Zweigbahn von Stryj über Bolechów, Dolina und Kalusz nach Stanislau zum Anschlüsse an die Lemberg-Czernowitzer Bahn erfolgte am 22. Oktober 1871.[1] Im darauffolgenden Jahr wurde am 17. Februar 1872 eine Aktiengesellschaft mit dem Namen K. k. priv. Erzherzog Albrecht-Bahn (EAB) gegründet, diese übernahm den Bau und Betrieb der konzessionierten Strecken.

Nachdem die Strecke von Lemberg bis Stryj bereits 1873 eröffnet werden konnte, folgte die Strecke Stryj–Stanislau am 1. Januar 1875.

Die Zweigbahn von Dolyna nach Wyhoda wurde am 8. Juli 1883 als Lokalbahn Dolina–Wygoda eröffnet, die Konzession für diese Strecke am 3. März 1883 erteilt.[2]

Bahnhof in Iwano-Frankiwsk

Am 18. Mai 1883 wurde mit den k.k. Staatsbahnen (kkStB) ein Betriebsvertrag geschlossen, der am 1. Januar 1884 in Kraft trat. Von nun an gehörte die EAB faktisch zum Netz der kkStB. 1891 kam es zur endgültigen Übernahme der Erzherzog Albrecht-Bahn durch die österreichischen Staatsbahnen.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges kam die Bahnstrecke unter polnische Herrschaft und wurde nun von den Polnischen Staatsbahnen (PKP) bedient.

Durch die Besetzung Ostpolens durch die Sowjetunion kurz nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 kam die Strecke in den Besitz der Sowjetischen Eisenbahnen, diese begannen sofort mit der Umspurung einzelner Strecken, dies wurde aber nach dem Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion 1941 rückgängig gemacht und die Strecken der Ostbahn unterstellt. Die Strecke Lemberg–Dolina–Stanislau bekam die Nummer 534s.[3]

Das Ende des Zweiten Weltkrieges brachte die Angliederung Ostpolens an die Sowjetunion mit sich und unter der Führung der Sowjetischen Eisenbahnen wurden sämtliche normalspurigen Bahnen auf Breitspur umgespurt, seither ist die Bahnstrecke in Breitspur ausgeführt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Strach (Red.): Geschichte der Eisenbahnen der österreichisch-ungarischen Monarchie. Wien/ Budapest 1898 ff. (mehrbändiges damaliges Standardwerk)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://alex.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=rgb&datum=18710004&seite=00000355
  2. Konzessionsurkunde Dolina–Wygoda von 1883, Österreichische Nationalbibliothek
  3. http://www.pkjs.de/bahn/Kursbuch1944/Teil6/534m.jpg