Baltische Corporation Livonia Dorpat

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Livonias Wappen

Die Baltische Corporation Livonia Dorpat wurde am 20. September 1822 an der Universität Dorpat gestiftet.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Corporation sammelten sich die Landsleute Livlands, deren starke Standesunterschiede sich innerhalb des Aktivenlebens aufhoben. Das Leben der dörptschen Studentenverbindungen war nie so straff durchorganisiert wie das der deutschen Corps. Der wehrhafte Charakter in einem Land, in dem die Deutsch-Balten nur eine Minderheit bildeten, wurde durch den Wahlspruch unterstrichen: „Es bleibe beim Alten!“. Zu den Gründungsmitgliedern gehörte ein namensgleicher Großvater von Hermann Hesse, der damals dort Medizin studierte. 1939 musste die Corporation in Dorpat suspendieren, als die Deutsch-Balten infolge des Deutsch-Sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrages umgesiedelt wurden. in der Nachkriegszeit in Deutschland beteiligten sich einzelne Angehörige der Livonia an der Gründung der Fraternitas Dorpatensis zu München und des Corps Curonia Goettingensis.[2] Der Philisterverband der Livonia löste sich 1997 auf.

Mitglieder der Livonia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theodor Beise: Album Dorpato-Livonorum. Livonia, Dorpat 1875.
  • Leopold von Schröder (Hrsg.): Livonenlieder. Dorpat 1877 (Digitalisat).
  • Wilhelm Lenz (Bearb.): Album Livonorum. Philisterverein der Livonia, Lübeck 1972.
  • Philisterverein der Livonia (Hg.): Beiträge zur Erinnerung an die Livonia 1822–1962. von Hofmann, Hamburg 1963.
  • Gabriele von Mickwitz: Die Rigaer Tageszeitung und die „Affäre Livonia“. In: Jahrbuch des baltischen Deutschtums. Jg. 2008, S. 101–121.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Corporation Livonia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • ra.ee Gruppenfoto von 1892 im estnischen Staatsarchiv

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ernst Hans Eberhard: Handbuch des studentischen Verbindungswesens. Sachsenwald-Verlag, Leipzig 1924/1925, S. 199.
  2. Fraternitas Dorpatensis zu München
  3. Matthias Schröder: Die deutschbaltische nationalsozialistische „Bewegung“ in Lettland unter Erhard Kroeger. In: Michael Garleff (Hrsg.): Deutschbalten, Weimarer Republik und Drittes Reich. Band 2, Böhlau, Köln 2008, S. 121–150.