Bartolfelde

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Bartolfelde
Koordinaten: 51° 35′ 44″ N, 10° 27′ 34″ O
Höhe: ca. 310 m
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 37431
Vorwahl: 05524
Blick auf den Ort von der ehemaligen innerdeutschen Grenze mit dem Ravensberg im Hintergrund
Blick auf den Ort von der ehemaligen innerdeutschen Grenze mit dem Ravensberg im Hintergrund

Bartolfelde ist ein Dorf im südwestlichen Harzvorland und Ortsteil von Bad Lauterberg im Harz im Landkreis Göttingen (ehemals Osterode) in Südniedersachsen, Deutschland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt etwa 3 km südlich von Bad Lauterberg, 4 km südöstlich von Barbis, 1,5 km westlich von Osterhagen und 4,3 km nordöstlich von Bockelnhagen. Die ehemalige Innerdeutsche Grenze und heutige Grenze zu Thüringen verläuft etwa 1,2 km südlich des Dorfes.

Früher führte die Bundesstraße 243 (Abschnitt Osterode–Nordhausen) durch Bartolfelde. Unweit des Dorfes verläuft zudem die Bahnstrecke Northeim–Nordhausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bartolfelde am Harz wurde um ca. 1200 vom Grafen Heidenreich I. von der Grafschaft Lutterberg gegründet. Der Ort wurde zuerst Bardenevelt genannt. Der Ortsname enthält das Grundwort Feld; die Bedeutung des Bestimmungswortes ist allerdings unsicher. Mögliche Interpretationen sind entweder Bardana mit der Bedeutung Morast, oder hinter dem Bestimmungswort verbirgt sich ein Gewässername, vielleicht die alte Bezeichnung des Barbisser Baches.[1] Ursprünglich gehörte Bartolfelde zu Thüringen.

Am 11. April 1945 wurde Bartolfelde von amerikanischen Truppen eingenommen. Flüchtlinge und Heimatlose zogen nach Bartolfelde und halfen beim gemeinsamen Wiederaufbau des Ortes mit. Da Bartolfelde nahe der Grenze zu Thüringen liegt, sollte die Mauer zuerst quer durch das Dorf gezogen werden. Aufgrund von Protesten und nach Intervention der Alliierten wurde der Eiserne Vorhang jedoch hinter dem Dorf errichtet.

Durch das Harzgesetz wurde Bartolfelde am 1. Juli 1972 zu einem Stadtteil Bad Lauterbergs.[2]

Ortsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bartolfelde verfügt über eine Grundschule, einen Kindergarten, Reiterhöfe, einen Ferienhof und mehrere Vereine, wie den Schützenverein und einen Spielmannszug.

Bekannt ist Bartolfelde außerdem für die Herstellung des Schierker Feuerstein.

Ev. St.-Bartholdi-Kirche

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Uwe Ohainski und Jürgen Udolph: Die Ortsnamen des Landkreises Osterode, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2000, ISBN 3-89534-370-6, S. 19–22
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 215.
  3. Naturschutzgebiet „Steingrabental - Mackenröder Wald“. Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, abgerufen am 25. Oktober 2010.
  4. Naturschutzgebiet „Butterberg / Hopfenbusch“. Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, abgerufen am 25. Oktober 2010.
  5. Steinbruch Bartolfelde. karstwanderweg.de, abgerufen am 24. Oktober 2010.
  6. Ehemaliger Gemeindesteinbruch Bartolfelde, ein fossiles Kliff aus dem Zechsteinmeer. (PDF; 657 kB) Niedersächsisches Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie, abgerufen am 26. Oktober 2010.
  7. Westersteine. karstwanderweg.de, abgerufen am 24. Oktober 2010.
  8. Die Westersteine, ein Naturdenkmal des Südharzes. karstwanderweg.de, abgerufen am 25. Oktober 2010.
  9. Hellengrund. karstwanderweg.de, abgerufen am 24. Oktober 2010.
  10. Schwinde Westersteine. karstwanderweg.de, abgerufen am 25. Oktober 2010.