Baumschlager Eberle

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Baumschlager Eberle Architekten
Rechtsform Holding
Gründung 1985
Sitz Lustenau (AT)

Vaduz (LI) Wien (AT) St. Gallen (CH) Zürich (CH) Hongkong (CN) Berlin (D) Hanoi (VN) Paris (F) Hamburg (D) Saigon (VN) Shanghai (CN)

Leitung Dietmar Eberle,

Elmar Hasler, Tim Philipp Brendel, Sabrina Contratto Menard, Dat Cung, Ulli Grassmann, Professor Gerd Jäger, Beisi Jia, Stephan Marending, Albert Rüf, Anne Speicher, Christian Tabernigg

Mitarbeiter 170+
Branche Architektur
Website www.baumschlager-eberle.com

Baumschlager Eberle Architekten sind ein internationales Architekturbüro mit 12 Büros in Österreich, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Vietnam und China. Gegründet 1985 in Vorarlberg, Österreich, zählt das Büro heute rund 180 Mitarbeiter aus 20 Ländern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1985 gründete Dietmar Eberle, gemeinsam mit Carlo Baumschlager das Architekturbüro Baumschlager Eberle in Vorarlberg, Österreich.[1][2] In den ersten fünfzehn Jahren lag der Schwerpunkt der Arbeit von Baumschlager Eberle im zeitgenössischen Wohnungsbaus.[1]

Zunächst mit Schwerpunkt in der Region Vorarlberg, realisieren sie ab 1995 auch öffentliche Gebäude wie den Gemeindesaal in Mäder, Österreich (1995), die Zentrale der Firma Saeco in Lustenau bei Bregenz, Österreich, (1998), das Pfarrheim in Satteins, Österreich (1996), der Gewerbepark Achpark in Lauterach, Österreich, (1998) und das Stadthotel Martinspark in Dornbirn, Österreich (1996)[3]. Neben dem Gründungsbüro in Lochau bei Bregenz, Österreich, entsteht 1999 eine erste Dependance in Vaduz, Liechtenstein. 2001 kommt in Wien, Österreich, ein weiterer Bürostandort hinzu. Es folgten sukzessive Bürogründungen in St. Gallen (2006), Zürich (2007), Hongkong (2008) und Berlin (2010).

1999 wird Dietmar Eberle als ordentlicher Professor für Architektur und Entwerfen an die ETH Zürich berufen. Carlo Baumschlager scheidet 2010 aus dem Büro aus. Mit fortschreitender Internationalisierung folgen weitere Bürogründungen in Hanoi (2011), Paris (2012), Hamburg (2013), Saigon (2015) und Shanghai (2016).

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baumschlager Eberle zählt zu den Mitbegründern der Vorarlberger Baukünstler.[4] Bis heute realisierte das Büro mehr als 400 Bauten. Zu den Großprojekten aus jüngster Zeit zählen das Krankenhaus AZ Groeninge im belgischen Kortrijk, das Universtitätsgebäude "La Maison du Savoir" im luxemburgischen Esch-sur Alzette (2015)[5], und der Neubau des Justizpalastes in der Nordfranzösischen Stadt Caen (2015)[6][7].  

Realisierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erweiterungsbau Höhere Technische Lehranstalt Bregenz, 1990–1997
  • Wohnhaus Ententeich in Zürich (Schweiz)
  • Mehrere Hochhäusern in Peking (China), Fertigstellung 2005
  • Bürogebäude der WHO/UNAIDS in Genf (Schweiz), Fertigstellung 2005
  • Siedlung Ruggächern in Zürich (Schweiz), Fertigstellung 2006
  • Trainingszentrum und Bürogebäude der Hilti AG in Vaduz (Liechtenstein), Fertigstellung 2006
  • Cornlofts Šaldova, Wohnbebauung in Prag (Tschechien), Fertigstellung 2007
  • Wohnturm in ’s-Hertogenbosch (Niederlande), Fertigstellung 2007
  • Villa Menti-Wohnanlage in Feldkirch (Österreich)
  • Lohbach-Wohnanlage in Innsbruck (Österreich)
  • Bürogebäude Davidstrasse in St. Gallen (Schweiz)
  • Bürogebäude Münchener Rück, München (Deutschland)
  • Terminal 1A am Flughafen Wien (Österreich), Fertigstellung 2005
  • Solids im neuen Stadtteil IJburg in Amsterdam (Niederlande), Fertigstellung 2007
  • Skylink, Erweiterung des Flughafens Wien (Österreich), Fertigstellung 2012
  • E-Science Lab der ETH Zürich (Schweiz)
  • Universität La cité des science in Belval (Luxemburg)
  • Landeskrankenhaus Bregenz

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walden Gert (Hrsg.), Baumschlager Eberle Annäherungen | Approaches (2010): Über das architektonische Denken von Baumschlager-Eberle. Springer-Verlag, Wien/New York, ISBN 978-3-211-79158-5
  • Dietmar Eberle: „Von der Stadt zum Haus. Eine Entwurfslehre“ (2007): Ergebnisse eines Kurses an der ETH.
  • Winfried Nerdinger: Baumschlager-Eberle 2002–2007 Architektur, Menschen und Ressourcen. Springer Verlag Wien New York 2007, ISBN 978-3-211-71468-3.
  • Liesbeth Waechter-Böhm: Carlo Baumschlager. Dietmar Eberle. Springer-Verlag, Wien/New York 1996, ISBN 3-211-82725-0
  • Liesbeth Waechter-Böhm (Hrsg.), Carlo Baumschlager, Dietmar Eberle: Über Wohnbau = House-ing, Springer-Verlag, Wien/New York 2000, ISBN 3-211-83228-9
  • Kirstin Feiereiss (Hrsg.), Liesbeth Waechter-Böhm, Oliver Herwig, Wolfgang Jean Stock, Carlo Baumschlager: Von Regionalem und Internationalem: 1996–2002, Aedes Berlin 2003
  • Carlo Baumschlager/Dietmar Eberle – Hafengebäude Rohner, Fussach Hatje Cantz 2005, ISBN 3-7757-1518-5

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007–2008, Ausstellung in der Pinakothek der Moderne in München, 11. Oktober 2007–13. Januar 2008, Titel: Architektur, Menschen und Ressourcen. Baumschlager–Eberle 2002–2007

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Kenneth Frampton: Baumschlager & Eberle, Bauten und Projekte 1996 - 2002. Hrsg.: Liesbeth Wäechter-Böhm. 1. Auflage. Springer, Wien, New York 2003, ISBN 3-211-83822-8, S. 8–19.
  2. Dietmar Steiner: Baumschlager-Ebele 2002-2007. Hrsg.: Winfried Nerdinger. Band 1. Springer, Wien, New York 2007, ISBN 978-3-211-71468-3, S. 13–19.
  3. Grosser Zähler, Hotel Martinspark in Dornbirn (A), Deutsche Bauzeitschrift, 2001/04, S. 152-156
  4. Dietmar Steiner: Architektur vom Nullpunkt. Hrsg.: Liesbeth Waechter-Böhm. 1. Auflage. Band 2. Springer Verlag, Wien, New York 1996, ISBN 3-211-82725-0, S. 8–17.
  5. Die Maison du Savoir, Bauwelt (D), Sebastian Redecke, S. 20-25
  6. Justizpalast in Caen, AIT, 2016/12, S. 26
  7. Justizia mit Aussicht, Gerichtsgebüde in Caen. Abgerufen am 23.03.2017.