Bavenstedt

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Bavenstedt
Wappen von Bavenstedt
Koordinaten: 52° 10′ 28″ N, 9° 59′ 16″ O
Höhe: 90 m
Einwohner: 1424 (31. Dez. 2019)[1]
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 31135
Vorwahl: 05121
Karte
Lage von Bavenstedt in Hildesheim

Bavenstedt ist ein Stadtteil der niedersächsischen Kreisstadt Hildesheim mit etwa 1400 Einwohnern. Zusammen mit den schon vor der 1974 erfolgten Eingemeindung zu Hildesheim gehörenden Flächen ostwärts der A 7 bildet er eine der 14 Ortschaften der Stadt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Kirche

Durch seine Lage in der Hildesheimer Börde mit fruchtbaren Schwarzerdeböden gibt es frühe Siedlungsansätze im Gebiet des heutigen Bavenstedt. Im heutigen Gewerbegebiet Steven ist eine germanische Siedlung aus dem 3. bis 5. Jahrhundert n. Chr. nachgewiesen[2].

Erste urkundliche Erwähnung von Bavenstedt war um 900. In einer Urkunde von 1221 wurde es „Babenstedt“ genannt.

Der Hildesheimer Tuchhändler Johann Georg Lüntzel († 1838) erwarb in Bavenstedt einen größeren Bauernhof, der 1894 unter Ernst Lüntzel als Rittergut der Hildesheimischen Ritterschaft anerkannt wurde.[3]

Die Volkszählung von 1895 ergab eine Einwohnerzahl von 385. Bei der Eingemeindung nach Hildesheim, die am 1. März 1974 wirksam wurde[4], zählte das Dorf 880 Einwohner. Am 31. Dezember 2008 wohnten hier 1441 Menschen.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Kirche Unbefleckte Empfängnis Mariä in der Bavenstedter Hauptstraße 15 wurde 1888 errichtet. Seit 2014 gehört sie zur Pfarrei St. Martin mit Sitz in Achtum, im Dekanat Borsum-Sarstedt.

Die evangelische Kapelle St. Martin in der Wackenstedter Straße 31 wurde 1929 errichtet, ihre Kirchengemeinde gehört zum Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeisterin ist Claudia Schröder.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bavenstedt besitzt aufgrund seiner Lage in der Hildesheimer Börde sehr fruchtbaren Ackerboden mit teilweise über 100 Bodenpunkten. Hauptfrüchte sind Zuckerrüben, Weizen und Gerste. Durch den Strukturwandel hat sich die Zahl landwirtschaftlicher Betriebe auf fünf verringert, davon zwei Haupterwerbsbetriebe (Stand 2006).

Zwischen Bavenstedt und Hildesheim erstreckt sich entlang der Bavenstedter Straße ein Industriegebiet, größter ortsansässiger Arbeitgeber ist Coca-Cola. Durch die Nähe der Bundesautobahn 7 und der Bundesstraßen 1 und 6 ist das Industriegebiet verkehrsgünstig gelegen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bavenstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Stadt Hildesheim zum 31. Dezember 2019. In: hildesheim.de. Hildesheim Marketing GmbH, abgerufen am 3. Juni 2020.
  2. Susanne Hanik: Tierknochenfunde des 3.-5. Jhs. in der Germania libera, Dissertation, 2005
  3. Armgard von Reden-Dohna: Die Rittersitze des vormaligen Fürstentums Hildesheim. Göttingen 1995, S. 280–283.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 204.