Bedolachharz

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Bedolachharz

Bedolachharz, auch Bdelliumharz, Bedellienharz, Bedellium, Guggul, Falsche Myrrhe, ist das Harz des südarabischen Balsambaumes Commiphora mukul (Syn. Commiphora wightii) und des ostafrikanischen Balsambaums Commiphora africana sowie Commiphora gileadensis (Syn: Commiphora opobalsamum).

Laut einer Angabe in der Bibel kommt das Bedolachharz im Land Hawila vor (Gen 2,12 EU). In der Bibel wird es auch für die Beschreibung des Manna als Vergleich herangezogen (Num 11,7 EU).

Die Bedeutung des hebräischen Wortes בדלח bədolach ist umstritten. Im Anschluss an alte Bibelübersetzungen, z. B. Vulgata, und die römischen, griechischen Schriftsteller Plinius (Naturalis historia XII; 35) und Dioscorides (Materia Medica I; 80) halten die meisten Ausleger „Bdellium“ für das Exsudat der Gattung Commiphora, insbesondere C. opobalsamum und C. africana, beheimatet in Ostafrika und Arabien, aber auch in Babylonien, Baktrien und Indien. Statt Bdelliumharz wurde häufig Gummi arabicum verwendet.[1]

Das austretende Gummiharz ist zunächst gelblich-dickflüssig, später bräunlich-fest, und halb durchsichtig. Es hat einen aromatischen Geruch, aber einen bitteren Geschmack und fand Verwendung als Duftstoff, Räucherwerk und Wundmittel.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Görg: Bdlh ("Bdellium"): zur Etymologie. In: Biblische Notizen. 48, (1989), S. 12–16, ISSN 0178-2967.
  • Dieter Lehmann: Zwei wundärztliche Rezeptbücher des 15. Jahrhunderts vom Oberrhein. Teil I: Text und Glossar. Horst Wellm, Pattensen/Han. 1985, jetzt bei Königshausen & Neumann, Würzburg (= Würzburger medizinhistorische Forschungen., Band 34), ISBN 3-921456-63-0, S. 153.
  • Dieter Martinetz, Karlheinz Lohs, Jörg Janzen: Weihrauch und Myrrhe. Kulturgeschichte und wirtschaftliche Bedeutung. Botanik, Chemie, Medizin. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1989, ISBN 978-3-8047-1019-1, S. 42, 76, 89 und 96–99.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. etwa Wilhelm Hassenstein: Das Feuerwerksbuch von 1420. 600 Jahre deutsche Pulverwaffen und Büchsenmeisterei. Neudruck unter dem Titel Büchsenmeysterei mit Übertragung ins Hochdeutsche und Erläuterungen, München 1941, S. 109 („Bedellium, ein Gummi von einem Baum: Ist mit der Myrrha beinahe gleicher Gestalt und Wirkung, wird aber mit dem Gummi arabico verfälscht. Bedellium indicum ist das beste und wolriechend, inwendig weißfarb.“)
  2. I. Löw: Die Flora der Juden. I. Band, G. Olms, Hildesheim 1967 (Nachdruck von 1928), OCLC 768450481.