Berg-Blasenfarn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Berg-Blasenfarn
Berg-Blasenfarn (Cystopteris montana)

Berg-Blasenfarn (Cystopteris montana)

Systematik
Farne
Klasse: Echte Farne (Polypodiopsida)
Ordnung: Tüpfelfarnartige (Polypodiales)
Familie: Wimperfarngewächse (Woodsiaceae)
Gattung: Blasenfarne (Cystopteris)
Art: Berg-Blasenfarn
Wissenschaftlicher Name
Cystopteris montana
(Lam.) Desv.

Der Berg-Blasenfarn (Cystopteris montana) ist eine Pflanzenart innerhalb der Wimperfarngewächse (Woodsiaceae). Er ist auf der Nordhalbkugel in Eurasien und Nordamerika verbreitet.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Berg-Blasenfarn erreicht Wuchshöhen von 15 bis 45 Zentimetern. Er hat ein langes, kriechendes Rhizom, die Wedel stehen daher entfernt voneinander. Die Wedel sind doppelt bis vierfach gefiedert, ihre Spreite ist kürzer als der Blattstiel. Im Umriss ist dreieckig bis eiförmig. Die Rhachis ist mit feinen Drüsen besetzt. Der Schleier (Indusium) ist fast kahl. Die Spreuschuppen sind am Rand mit Drüsen besetzt. Die Sporen reifen im Juli und August.

Wedel von unten des Berg-Blasenfarns mit Sori

Die Chromosomenzahl ist 2n = 168.[1]

Berg-Blasenfarn (C<stopteris montana)

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Berg-Blasenfarn ist auf der Nordhalbkugel in Eurasien und Nordamerika verbreitet. In Europa kommt er in den Gebirgen, nordwärts bis Norwegen, südwärts bis zu den Pyrenäen, dem Apennin und Jugoslawien, dem Kaukasus und bis zu den Alpen in Höhenlagen von bis zu 2400 Metern zerstreut vor.[2] In den Allgäuer Alpen steigt er im Tiroler Teil am Grat zwischen Grubachspitze und Sattelkarspitze bei Hinterhornbach bis zu 2100 Metern Meereshöhe auf.[3]

Der Berg-Blasenfarn kommt in Mitteleuropa besonders den Alpen zerstreut in größeren Höhenlagen vor. Der Berg-Blasenfarn kommt in Baden-Württemberg und Bayern, in ganz Österreich mit Ausnahme von Wien und dem Burgenland, und in der Schweiz vor. Auf der Schwäbischen Alb ist er selten, in den Alpen kommt er zerstreut vor. Er wächst auf feuchten, schattigen Kalkfelsen und auf Kalkgeröll in Bergwäldern. Er kommt in der montanen bis subalpinen Höhenstufe vor und hat von dieser Höhenverbreitung auch seinen Namen.

Cystopteris montana ist eine Assoziationscharakterart des Cystopteridetum montanae aus dem Verband Petasition paradoxi und kommt auch im Asplenio-Piceetum aus dem Verband Piceion abietis vor.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv. CD-ROM, Version 1.1. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2002, ISBN 3-494-01327-6.
  • Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3., verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe und Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 80.
  2. Oskar Sebald, Siegmund Seybold, Georg Philippi (Hrsg.): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs. 2., ergänzte Auflage. Band 1: Allgemeiner Teil, Spezieller Teil (Pteridophyta, Spermatophyta): Lycopodiaceae bis Plumbaginaceae. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 1993, ISBN 3-8001-3322-9.
  3. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 1, IHW, Eching 2001, ISBN 3-930167-50-6, S. 80–81.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Berg-Blasenfarn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien