Betriebskosten (Betriebswirtschaftslehre)

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Betriebskosten (englisch Opex für „Operational expenditure“[1]) ist ein Sammelbegriff in der Betriebswirtschaftslehre für alle Kosten, die durch die Aufrechterhaltung des operativen Geschäftsbetriebes eines Unternehmens verursacht werden. Gegensatz sind die Investitionskosten.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff Betriebskosten legt nahe, dass es sich um Kosten handelt, die beim Betrieb eines Unternehmens anfallen. Sie sind Bestandteil der betriebswirtschaftlichen Kennzahl des Betriebsergebnisses, bei dem ihnen die Betriebsleistung gegenübergestellt wird. Im Gegensatz zu den Betriebskosten steht der Aufwand für Investitionen ins Sachanlagevermögen (englisch als Capex für „Capital expenditure“ bezeichnet).

Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Betriebskosten gehören Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe für Zwecke der Produktion (Materialaufwand), Personalkosten, Abschreibungen und Lagerkosten (für Produktionslager). Bei diesen Betriebskosten kann unterschieden werden zwischen

Bilanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Betriebskosten nach § 275 Abs. 2 HGB im Gesamtkostenverfahren aufzuteilen in Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen (§ 275 Abs. 2 Nr. 5-8 HGB), im Umsatzkostenverfahren gehören sie zu den Herstellungskosten nach § 275 Abs. 3 Nr. 2 HGB.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. die Abkürzung Opex wird auch von den Begriffen operating expense oder operational expense abgeleitet
  2. Erich Gutenberg, Betriebswirtschaftslehre, 1966, S. 361

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jenny Dugmore/Shirley Lacy, A Manager's Guide to Service Management, 2. Auflage, BSI Business Information, London 2006, ISBN 0-580-47922-6.