Betty Dodson

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Betty Dodson (2010)

Betty Dodson (* 24. August 1929 in Wichita, Kansas; † 31. Oktober 2020[1] in New York City, New York) war eine amerikanische Sexualaufklärerin und Autorin. Dodson gilt als eine Pionierin der sexuellen Befreiung der Frau.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie begann ihre Karriere mit erotischer Malerei. 1968 machte sie ihre erste Ausstellung in New York City, die innerhalb von zwei Wochen von über 8000 Menschen besucht wurde. Sie war eine der Mitbegründerinnen des Sex-positive Feminism, da sie den traditionellen Feminismus als zu banal und antisexuell empfand. Durch reiche persönliche Erfahrung einschließlich eines besonders befähigten Liebhabers lernte sie ihre Vulva, klitorale Stimulation, Pornos, Sexspielzeuge und Spiegel zu schätzen. Sie vertrat die Hypothese, dass Masturbation mit sexueller Befreiung verbunden sei und selbst bereiteter Genuss mit Unabhängigkeit.[2]

Ab den 1970er Jahren veranstaltete sie Bodysex Workshops, bei denen Frauen ihren Körper erforschten und gemeinsam masturbierten. Ihr erstes Buch Sex for One: The Joy of Self-Loving, das das Thema Masturbation behandelt, verkaufte sich mehr als eine Million Mal.

1992 machte sie ihren Ph. D. in Sexualwissenschaft am Institute for the Advanced Study of Human Sexuality, dessen Abschlüsse allerdings nicht offiziell anerkannt sind. 2001 kritisierte sie die Vagina-Monologe von Eve Ensler als sexuell restriktiv und mit Vorurteilen gegen Männer belastet.[3]

Sie lebte in New York City, wo sie eine private Praxis betrieb. Sie bezeichnete sich selbst als bisexuell. Dodson starb im Herbst 2020 im Alter von 91 Jahren.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher

  • Liberating Masturbation: a Meditation on Selflove. 1974 (1986 umbenannt: Sex for One: The Joy of Self-Loving.)
    • Sex for one: die Lust am eigenen Körper. (Übersetzung: A. Osborne) Goldmann, München 1989.
  • Orgasms for Two: the Joy of Partnersex. 2002.
    • Sex for two : gemeinsam Lust empfinden. (Übersetzung: Beate Gorman) Goldmann, München 2003.
  • My Romantic Love Wars: A Sexual Memoir. 2010.

Videos

  • Selfloving: Portrait of a Sexual Seminar.
  • Celebrating Orgasm: Women’s Private Selfloving Sessions.
  • Viva la Vulva; Women’s Sex Organs Revealed.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Sexual-Aufklärerin und Künstlerin Betty Dodson ist tot. In: Monopol. vom 3. November 2020; abgerufen am 3. November 2020.
  2. Karen Washington, Jewel Spencer: In Memoriam: Betty Dodson – “Better Orgasms, Better Worlds”. In: Journal of Feminist Family Therapy. Band 33, Ausgabe 2, 2021.
  3. bettydodson.com (Memento vom 28. Mai 2007 im Internet Archive)