Biegefestigkeit

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Die Biegefestigkeit ist ein Materialmesswert der technischen Mechanik für die plastische Verformbarkeit. Im Biegeversuch wird die Probe bis zum Bruch oder vollplastischen Fließen gebogen. Die Biegefestigkeit ist die beim Bruch oder Fließen in der Probe herrschende Biegespannung.[1]

Die Biegefestigkeit ist kein regulärer Materialkennwert, da sie lediglich die Bruchwahrscheinlichkeit eines auf Biegung beanspruchten Bauteils oder Prüfkörpers darstellt. Sie ist ein Erfahrungswert, der statistisch durch wiederholte, standardisierte Biegeversuche bis zum Bruch ermittelt wird. Die Biegefestigkeit ist abzugrenzen von der Biegezugfestigkeit, bei der die Zugkraft als weitere Belastungsgröße hinzukommt.

Prüfung[Bearbeiten]

Die Biegefestigkeitsprüfung ist technisch eine Kombination von Zugversuch und Druckversuch, weil im Materialquerschnitt der Biegezone bei der Biegung eine Druckspannung in der Innenseite und eine Zugspannung in der Außenseite des Materialquerschnitts im Biegeabschnitt entsteht.[1]

Bei ideal sprödem Werkstoffverhalten entspricht die Biegefestigkeit der Zugfestigkeit, da der Bruch dann eintritt, wenn die Spannung auf der Außenseite die Zugfestigkeit erreicht. Für metallische Werkstoffe gilt dies meist nicht. Bei Grauguss beispielsweise ist die Biegefestigkeit 2–2,5 höher als die Zugfestigkeit. Dies resultiert aus dem unterschiedlichen Materialverhalten bei Zug- und Druckbelastung.[1]

Je nach Ermittlung der Biegefestigkeit wird zwischen der 3-Punkt-Biegefestigkeit und der 4-Punkt-Biegefestigkeit unterschieden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c  Lothar Issler, Hans Ruoß, Peter Häfele: Festigkeitslehre – Grundlagen. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-66211-739-2, Kapitel 6.3 Biegeversuch, S. 152–156 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).