Big Mac

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McDonald’s Big Mac

Der Big Mac, in Deutschland ehemals auch als Big Mäc[1] bezeichnet, ist eine doppelstöckige Cheeseburger-Variante des Fast-Food-Konzerns McDonald’s.

Geschichte des Big Mac[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals wurde er 1968 auf dem amerikanischen Markt eingeführt, als Antwort auf die Werbeinitiative der Hamburgerkette Burger King „Je größer der Burger, desto besser der Burger“ für ihren Whopper. Entwickelt hatte ihn ein Jahr vorher Jim Delligatti (1918–2016), der Betreiber eines McDonald’s-Restaurants in Uniontown im US-Staat Pennsylvania.

Der große Hamburger Royal kam erst 1971 in den USA als Quarter Pounder auf den Markt; er ist im Gegensatz zum Big Mac einstöckig, dafür aber breiter. Ein ähnlicher Hamburger der Fast-Food-Kette Burger King, mit ebenfalls zwei Hackfleischscheiben, heißt Big King und kam erst einige Zeit später in den Verkauf.

Am 23. August 2007 eröffnete in North Huntingdon, Pennsylvania, das Big Mac Museum Restaurant.[2]

Am 15. Januar 2019 gab das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum einer Beschwerde der irischen Burgerkette Supermac’s statt und sprach McDonald’s die Markenrechte an dem Begriff ab. Die Entscheidung betraf die Verwendung des Namens „Big Mac“ als Restaurantname. Die Behörde begründete dies damit, dass die US-Kette die Marke nicht ernsthaft genutzt habe. McDonald’s hat allerdings die Möglichkeit, gegen die Entscheidung den Rechtsweg zu beschreiten und dies bereits angekündigt. Das Unternehmen besitzt nach wie vor einklagbares Markenrecht auf EU-Ebene.[3][4][5][6]

Zubereitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Japanischer Big Mac

Ein Big Mac besteht von unten nach oben aus folgenden Komponenten:[7]

  • Boden des Hamburger- bzw. Weichbrötchens oder Bun
  • spezielle Big-Mac-Sauce (10 Milliliter), einer Variante des Thousand-Island-Dressing
  • Zwiebelwürfel aus rehydrierten, durch Gefriertrocknung hergestellten Zwiebelflocken (ges. 3,5 Gramm)
  • Eisbergsalat in Streifen (12,5 Gramm)
  • Cheddar-Schmelzkäsescheibe
  • eine Scheibe gebratenes Rinderhackfleisch, Beef Patty genannt (ca. 45 Gramm vor Zubereitung)
  • Mittelteil des Brötchens
  • Sauce (wie oben)
  • Zwiebelwürfel (wie oben)
  • Eisbergsalat (wie oben)
  • Salzgurken-Scheiben
  • gebratenes Rinderhackfleisch (wie oben)
  • Deckel des Hamburgerbrötchens, mit Sesamsaat bestreut

Die Sauce wird von Hand aus kalibrierten Kartuschen herausgepresst. Dies soll gewährleisten, dass jeder Big Mac die gleiche Menge enthält. Die Zwiebelwürfel, Salzgurkenscheiben und das Hackfleisch sind mit denen des firmeneigenen Hamburgers bzw. Cheeseburgers identisch. Der Salat ist mit dem Salat des Hamburger Royal TS identisch.

Für die Fertigung des Big Mac wurde ein spezieller Toaster entwickelt, der sowohl die Unter- und Oberseite einseitig als auch die Zwischenscheibe beidseitig toastet. Dabei werden höchstens vier Big Macs parallel gefertigt und anschließend in Pappschachteln verpackt.

Nährwertangaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut der Nährwert-Tabelle von McDonald’s, erstellt nach dem Bundeslebensmittelschlüssel, ergeben sich für einen Big Mac von 219 Gramm folgende Werte: Energie 2.073 kJ/495 kcal, 31,1 g Fett, 40 g Kohlenhydrate und 25,1 g Eiweiß.[8]

Variationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Variante des Big Mac wird in einigen Ländern der Double Big Mac mit vier (statt zwei) 45,4-Gramm-Fleischstücken und einer zusätzlichen Käsescheibe angeboten. Erhältlich ist er u. a. in Kanada, Thailand und Australien; eine gewisse Zeit war er auch in den Vereinigten Staaten verfügbar.

In Indien wird der Big Mac in einer Variante mit Hühnchen- anstelle von Rindfleisch sowie mit einer anderen Sauce und Tomaten als Chicken Maharaja Mac verkauft, da der Verzehr von Rindfleisch im Hinduismus verboten ist.[9] Dieser fungiert auch im Big-Mac-Index als Ersatz für den Big Mac.

Big-Mac-Index[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der weltweiten Bekanntheit des Big Mac publiziert die britische Wirtschaftszeitschrift The Economist jährlich den so genannten Big-Mac-Index, einen Index der Lebenshaltungskosten, der auf dem Preis des Big Mac in verschiedenen Ländern basiert. Damit machte man sich zwei für Fast Food charakteristische Eigenschaften zunutze: gute Verfügbarkeit an vielen Orten und ein überall fast identisches Produkt, das meist aus regionalen Rohstoffen hergestellt wird und somit den Einfluss von Weltmarktpreisen auf diesen Index verringert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jeffrey Tennyson: Hamburger Heaven. Ullstein, 1995.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jörg Isert: McDonald’s schafft „Big Mäc“ und „Fishmäc“ ab. In: Welt Online. 1. Juni 2007, abgerufen am 17. Januar 2019.
  2. https://www.roadsideamerica.com/story/16517
  3. https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/markenrecht-mcdonald-s-verliert-markenstreit-um-big-mac-15994063.html
  4. Kathrin Werner: McDonald’s verliert Markenrecht am Big Mac. In: Süddeutsche Zeitung. 17. Januar 2019, abgerufen am 17. Januar 2019.
  5. https://www.cnbc.com/2019/01/15/mcdonalds-loses-eu-trademark-battle-over-the-big-mac.html
  6. https://euipo.europa.eu/eSearch/#details/trademarks/000062638
  7. Zutaten und Inhaltsstoffe Standardprodukte. (pdf) In: mcdonalds.at. S. 3, abgerufen am 2. Juni 2017.
  8. Nährwerttabellen. McDonald’s Deutschland, 2010
  9. The World's Most Original Burgers – BusinessWeek (Memento vom 27. Juli 2009 im Internet Archive) (englisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Big Mac – Sammlung von Bildern