Weltmarktpreis

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Unter dem Weltmarktpreis versteht man in der Außenwirtschaft entweder den auf den Weltmärkten vorherrschenden Preis eines Gutes (v. a. bei standardisierten Gütern) oder denjenigen Preis, zu dem Einzelanbieter ein bestimmtes Produkt international anbieten. Bezogen auf die zweite Definition zeichnen sich Exportnationen für ein Gut dadurch aus, dass der Preis des Gutes im dortigen Inland meist unter dem Weltmarktpreis liegt. Besitzen wenige Anbieter/Produzent zusammen das Weltmonopol, so bestimmen sie damit auch den Weltmarktpreis. Die Preisbildung erfolgt durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Der Preis selbst ist meist ein Durchschnittswert, der zum Beispiel von Warenterminbörsen beeinflusst wird (z.B. Öl-, Gold-, Silber-, Platin-, Palladiumpreis).

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Weltmarktpreise haben in jedem Fall direkten Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes bzw. eines Unternehmens. Ist das betreffende Land in der Produktion auf einige wenige Güter beschränkt (z.B. Kaffee, Zucker, Tabak), so entsteht eine besondere Abhängigkeit vom Weltmarktpreis, was wiederum zu nationalen Wirtschaftskrisen führen kann.

In Krisensituationen versuchen einige Länder, den Angebotspreis ihrer Produkte durch eine Abwertung ihrer inländischen Währung zu senken. Da somit aber die Wettbewerbsfähigkeit ausländischer Anbieter sinkt, spricht man von einer Beggar-thy-neighbour-Politik.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]