Birgit Menz (Basketballspielerin)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Basketballspieler
Birgit Menz
Spielerinformationen
Geburtstag 31. Mai 1967
Geburtsort Berlin, Deutschland
Sterbedatum 22. November 2019
Größe 184 cm
Position Power Forward
Vereine als Aktiver
0000–1996 Deutschland HSG Humboldt-Uni Berlin/WEMEX Berlin
1996–2000 Deutschland BG Chemnitz
2002–2007 Deutschland TuS Jena Burgaupark Ladybaskets
Nationalmannschaft1
0000–1990 Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR 24 Spiele
1994–1999 Deutschland Deutschland 70 Spiele
1Stand: 23. November 2019

Birgit Menz, geborene Blauert, auch Birgit Eggert, (* 31. Mai 1967 in Berlin; † 22. November 2019) war eine deutsche Basketballspielerin.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Menz begann ihre Basketballkarriere in der DDR in der HSG Humboldt-Uni Berlin. 1985, 1987 und 1990 wurde sie als Spielerin des Jahres ausgezeichnet.[1] Nach der Wende spielte sie in der 1. Damen-Basketball-Bundesliga bis 1996 beim Nachfolgeverein der HSG (seit 1993 WEMEX Berlin). Mit den Berlinern gelang ihr 1995 der Gewinn der Vizemeisterschaft. Sie wechselte 1996 zur BG Chemnitz, mit der ihr 2000 der dritte Platz gelang. Am Ende der Saison 1999/2000 beendete sie nicht nur ihre Bundesligakarriere, sondern zunächst auch ihre aktive Karriere. 2002 nahm sie ihre aktive Karriere erneut auf, diesmal beim Zweitligisten TuS Jena Burgaupark Ladybaskets. Nach der Saison 2005/2006 plante Menz zunächst ihre Karriere zu beenden.[2][3] Da zu Beginn der nächsten Saison aber viele Jenaer Spielerinnen verletzt waren,[2][4] beendete sie ihre Karriere erst im Sommer 2007.[5] Sie galt jahrelang als eine der besten Verteidigerinnen der Bundesliga, war über Jahre Steal-„Königin“ und gehörte zu den besten zehn Werferinnen der Bundesliga.

Seit ihrer Zeit in Jena kümmerte sie sich außerdem um die Geschäftsstelle des Thüringer Basketball Verbands.[6]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Menz bestritt bereits vor 1990 24 Spiele für die Nationalmannschaft der DDR.[7] 1994 wurde sie das erste Mal in die gesamtdeutsche Basketballnationalmannschaft berufen, für die sie insgesamt siebzig Spiele bestritt. Zu ihren größten Erfolgen zählten die EM-Bronzemedaille 1997 in Ungarn und die FIBA-WM-Teilnahme 1998 in Deutschland. 1999 absolvierte sie ihr letztes Länderspiel.[8]

Menz war eine aktive Maxi-Basketballerin. 2006 gewann sie mit dem Ü35-Team die Europameisterschaft,[9] 2010 wurde sie mit der Ü-40 Mannschaft Vizeeuropameister.[10] 2013 wurde Birgit Menz mit der deutschen Ü45-Nationalmannschaft in Thessaloniki Weltmeisterin. Im Endspiel schlug das deutsche Team Finalgegner Russland mit 64:44. Es war der erste Titel einer deutschen Mannschaft bei einer Basketballweltmeisterschaft.[11] Ein Jahr später wurde sie mit dem Team durch einen 72:45-Finalsieg gegen die Ukraine Europameisterin.[12]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Geburtsname der gelernten Köchin[13] war Blauert,[14] ab 1992 hieß sie Eggert. Sie war seit den frühen neunziger Jahren mit dem Basketballtrainer Frank Menz liiert, mit dem sie zunächst 1994 nach Weißenfels und schließlich nach Jena zog.[15] Die beiden heirateten 2005, woraufhin sie den Nachnamen Menz annahm.[14] Sie brachte die Töchter Tina (* 1988) und Jenny (* 1991) mit in die Ehe. Dass Birgit Menz von 2005 bis 2007 beim TuS Jena in der 2. Damen-Basketball-Bundesliga mit ihren Töchtern gemeinsam in einer Mannschaft spielte, stellte ein Kuriosum im deutschen Basketball dar.[16] Im Dezember 2008 wurde ihre dritte Tochter Marie geboren.[17]

Menz starb am 22. November 2019 nach einer schweren Krankheit.[14]

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DBV – Deutscher Basketball Verband. In: sport-record.de. Abgerufen am 23. November 2019.
  2. a b Thomas Wolfer: Bundesliga-Damen vom TuS planen neue Saison – Nationalspielerinnen sollen kommen. In: Ostthüringer Zeitung. 5. Juli 2006 (genios.de).
  3. Michael Ulbrich: Grande Dame Menz hörte auf - Birgit Menz (39) beendete Karriere. In: Thüringische Landeszeitung. 16. September 2006 (genios.de).
  4. Big Mamas Rückkehr - Basketball: Birgit Menz kann es einfach nicht sein lassen. In: Thüringische Landeszeitung. 6. November 2006 (genios.de).
  5. „Big-Mama“ mag nicht mehr. In: Thüringische Landeszeitung. 8. Dezember 2007 (genios.de).
  6. Der Thüringer Basketball Verband trauert um Birgit Menz. In: tbv-online.de. 23. November 2019, abgerufen am 23. November 2019.
  7. Nationalspielerinnen für den DBV der DDR. In: tt-basketball-halle.de. Abgerufen am 23. November 2019.
  8. Spiele von Birgit Eggert. In: mahr.sb-vision.de. Abgerufen am 23. November 2019.
  9. Nordwest-Zeitung: SENIOREN-EM HAMBURG: Basketballer holen Medaillen. 8. August 2006, abgerufen am 5. Dezember 2019.
  10. Nachlese zur Maxi-Basketball Europameisterschaft 2010 in Zagreb. In: basketball-bund.de. 29. August 2010, abgerufen am 5. Dezember 2019.
  11. Deutschland erstmals Basketball Weltmeister – und das gleich doppelt! In: basketball-bund.de. 25. Juli 2013, abgerufen am 5. Dezember 2019.
  12. Senioren-Basketball-EM: Medaillenflut für das deutsche Team! In: basketball-bund.de. 10. Juli 2014, abgerufen am 5. Dezember 2019.
  13. Michael Hohlfeld: Basketball-Frauen knapp am Titel vorbei. In: Berliner Zeitung. Jahrgang 46, Nr. 86, 11. April 1990, S. 13.
  14. a b c DBB trauert um Birgit Menz. Deutscher Basketball Bund, 23. November 2019, abgerufen am 24. November 2019.
  15. Georg Gulde: Die Sache mit den Fußstapfen - USC Eisvögel - Badische Zeitung. In: Badische Zeitung. 11. Oktober 2008, abgerufen am 4. Dezember 2019.
  16. Webseite informationen-marburg.de (Memento vom 2. März 2014 im Internet Archive) abgerufen am 22. Februar 2014.
  17. Deutscher Basketball Bund (Hrsg.): DBB-Journal. Ausgabe 7, Februar 2009, S. 26 (basketball-bund.de [PDF]).
  18. Preisträger 1997 bis 2018. (PDF) In: sportchemmy.de. Abgerufen am 5. Dezember 2019.
  19. Michael Ulbrich: Überraschte Gewinner. In: Thüringische Landeszeitung. 30. Oktober 2006 (genios.de).