Bismarckturm (Kallstadt)

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Bismarckturm
Bild des Objektes
Bismarckturm auf dem Peterskopf
Basisdaten
Ort: Peterskopf, Kallstadt
Land: Rheinland-Pfalz
Staat: Deutschland
Höhenlage: 493,5 m ü. NHN
Koordinaten: 49° 28′ 44,7″ N, 8° 7′ 46,2″ O
Verwendung: Aussichtsturm
Zugänglichkeit: Aussichtsturm öffentlich zugänglich
Besitzer: Drachenfels-Club
Turmdaten
Bauzeit: 1902–1903
Gesamthöhe: 36 m
Aussichts­plattformen: 9,4 m, 13 m, 30 m
Weitere Daten
Bossenquaderturm mit Pyramidendach
Einweihung: 5. Juli 1903
Anzahl an Treppenstufen: 156 Stufen

Positionskarte
Bismarckturm (Rheinland-Pfalz)
Bismarckturm
Bismarckturm
Lokalisierung von Rheinland-Pfalz in Deutschland

Der Bismarckturm ist ein 36 m hoher Aussichtsturm auf dem 493,5 m hohen[1] Peterskopf im Gebirgszug der Haardt am Ostrand des Pfälzerwalds (Rheinland-Pfalz).

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick über Leistadt hinweg zum Peterskopf mit dem Bismarckturm

Der Bismarckturm steht in 493 m Höhe[1] auf einer Waldexklave der Ortsgemeinde Kallstadt. Wegen der Nähe der Kreisstadt Bad Dürkheim wird er gelegentlich auch als Bismarckturm Bad Dürkheim bezeichnet.[2]

Ringsum gibt es weitere Anlagen, die teilweise Denkmalcharakter besitzen:

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halle im Erdgeschoss

Der Turm wurde mit Buntsandstein-Bossenquadern verkleidet, die in der Nähe des Standorts gebrochen wurden. Er hat eine Grundfläche von 16,7 m × 14 m und ist vertikal in vier Teile gegliedert.

Über 14 auf der Westseite außen am Turm angebrachte Treppenstufen ist der Unterbau zu besteigen, von dem nach links und rechts Treppen auf die 9,4 m hoch gelegene untere Aussichtsplattform führen. Die Gittertüren vor diesen Außentreppen sind jedoch verschlossen. Der heute nutzbare Zugang erfolgt zu den Öffnungszeiten von der Ostseite her durch eine Gittertür, einen Innengang entlang der Südseite des Turms, eine zweite Gittertür und über eine elfstufige Betontreppe zum Unterbau.

Auf der Ostseite des Turms befindet sich auf der unteren Aussichtsplattform die Zugangstür zum im Turm verlaufenden Treppenaufgang, der nach 20 Stufen zum Austritt auf die zweite Aussichtsplattform auf 13 m Turmhöhe führt. Die Innentreppe führt über weitere 72 Steinstufen zu einem Podest und von diesem über eine Metallwendeltreppe mit 14 Stufen zur 30 m hoch gelegenen dritten Aussichtsplattform.

Vor allem von der obersten Plattform ist ein weiter Blick über die teilweise mehr als 400 m tiefer gelegene Oberrheinische Tiefebene möglich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Infotafel

Das dem Reichskanzler Otto von Bismarck gewidmete Denkmal wurde ab 1896 vom Drachenfels-Club[3] geplant und nach der Durchführung eines Architektenwettbewerbs im Jahr 1901 von Februar 1902 bis Mitte 1903 nach einem Entwurf des Karlsruher Architekten Friedrich Kunst errichtet. Die Einweihung wurde am 5. Juli 1903 gefeiert.

Am 27. Mai 1925 stürzte der Betonboden der zweiten Aussichtsplattform ein, während eine Schulklasse aus Frankenthal im Begriff war, den Turm zu besteigen. Dabei wurden mehrere Kinder verletzt, eines kam zu Tode.[2] 1928 wurde das Relief erneuert, das nach dem Ersten Weltkrieg von französischen Besatzungstruppen zerstört worden war.[2] Während des Zweiten Weltkriegs trafen zwei Bomben den Turm und verursachten schwere Schäden.[2]

Eine erste Sanierung durch den Drachenfels-Club erfolgte 1949. In den Jahren 1973/1974 wurden weitere Sanierungsmaßnahmen durchgeführt; dabei wurde auch eine Unterkunft für den Turmwärter errichtet. Der Turm wurde 1986 als „landschaftsbildprägend“ unter Denkmalschutz gestellt.[4]

Berglaufsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Peterskopf mit dem Bismarckturm ist alljährlich im Oktober Ziel des Bad Dürkheimer Berglaufs, der mit 8700 m Streckenlänge und 510 m kumulierter Steigung die längste und steilste Komponente der Pfälzer Berglaufserie darstellt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bismarckturm – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Höhe und Lage des Bismarckturms auf: Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (Hinweise), abgerufen am 27. November 2020.
  2. a b c d Höchster Bismarckturm in Rheinland-Pfalz: Der Bismarckturm in Kallstadt bei Bad Dürkheim. bismarcktuerme.de, abgerufen am 14. Mai 2014.
  3. Chronik von 1873 bis 1988. Drachenfels-Club, abgerufen am 27. November 2020.
  4. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Bad Dürkheim. Mainz 2020, S. 66 f. (PDF; 5,1 MB).