Björt framtíð

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Björt framtíð
Helle Zukunft / Strahlende Zukunft
Óttarr Proppé
Partei­vorsitzender Óttarr Proppé
General­sekretär Brynhildur S. Björnsdóttir
Stell­vertretende Vorsitzende Brynhildur S. Björnsdóttir
Gründung 4. Februar 2012
Haupt­sitz Reykjavík
Aus­richtung Linksliberalismus[1], Öko-Liberalismus, Pro-Europäismus
Farbe(n) Lila
Parlamentssitze
4/63
Althing
Europapartei Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa
Website www.bjortframtid.is

Björt framtíð ist eine isländische politische Partei, die am 4. Februar 2012 gegründet wurde.[2] Ihr Name wird als „Helle Zukunft“[3][4] oder „Strahlende Zukunft“[5] übersetzt.

Der neuen Partei gehörten zum Zeitpunkt ihrer Gründung mit Guðmundur Steingrímsson (Vorsitzender, früher Fortschrittspartei) und Róbert Marshall (früher Allianz) zwei Abgeordnete des isländischen Parlaments Althing an, die ihre Partei verlassen hatten. Die Björt framtíð bekennt sich zu „Offenheit, Liberalismus und Umweltschutz“.[6] Sie befürwortet den EU-Beitritt Islands und die Übernahme des Euro. Björt framtíð pflegt Kontakte zur Fraktion Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa im Europäischen Parlament, der auch die deutsche liberale Freie Demokratische Partei angehört.[7]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guðmundur Steingrímsson wurde als Kandidat der Fortschrittspartei ins Althing gewählt, verließ jedoch später diese Partei. 2012 gründete er zusammen mit der lokal in Reykjavík erfolgreichen Besti flokkurinn (Beste Partei) die Björt framtíð, die mit BF auch dieselben Initialen hat.[8] Die Partei wurde im Hinblick auf die Teilnahme an der Parlamentswahl in Island 2013 (27. April) gegründet. Ihr Parteibuchstabe ist A. Dem Parteivorstand gehörten mit Stand 2013 Jón Gnarr, ehemaliger Bürgermeister von Reykjavík, und andere Persönlichkeiten, die bereits als Exponenten von Besti flokkurinn in Erscheinung getreten waren, an.[9]

Bei der Parlamentswahl 2013 erreichte die Partei 8,2 % und zog mit sechs Mandaten ins Althing ein.[10] Bei der vorgezogenen Neuwahl vom 29. Oktober 2016 erhielt Björt framtíð 7,2 % der Stimmen, womit die Partei noch vier Sitze im Althing innehat.[11] Seit dem 11. Januar 2017 ist sie an einer Koalitionsregierung aus Unabhängigkeitspartei, Viðreisn und Björt framtíð beteiligt. Dem Kabinett Bjarni Benediktsson (2017) gehören mit Óttarr Proppé (Gesundheit) und Björt Ólafsdóttir (Umwelt und natürliche Ressourcen) zwei Vertreter von Björt framtíð an.[12] Im September 2017 gab Björt framtíð bekannt, aus der Koalition auszutreten.[13]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.parties-and-elections.eu/iceland.html
  2. Stjórnmálayfirlýsing (Isländisch) Björt framtíð. 4. Februar 2012. Abgerufen am 15. April 2013.
  3. Island wählt rechts und wendet der EU den Rücken zu. In: Frankfurter Allgemeine, 28. April 2013.
  4. Isländische Wähler wollen neue Parteien. In: Iceland Review Online. 13. Februar 2012. Abgerufen am 15. April 2013.
  5. Mugison will ins Parlament. In: Iceland Review Online. 8. März 2013. Abgerufen am 15. April 2013.
  6. Um Bjarta framtíð (Isländisch) Björt framtíð. Abgerufen am 30. April 2013: „Björt framtíð kennir sig við víðsýni, frjálslyndi og umhverfisvernd“
  7. Björt framtíð. In: The Reykjavík Grapevine. Nr. 4, April 2013, S. 20 (online).
  8. Iceland’s newest political party gets shiny new name (Englisch) In: IceNews. 7. Januar 2012. Abgerufen am 15. April 2013.
  9. Stjórn BF stækkar (Isländisch) Björt framtíð. 18. Juni 2013. Abgerufen am 14. Januar 2017.
  10. Útreikningar á úthlutun þingsæta samkvæmt úrslitum kosninga til Alþingis 27. apríl 2013 (Isländisch, PDF) Landskjörstjórn. Abgerufen am 18. Juli 2016.
  11. General Elections 2016 in Iceland (Englisch) In: Iceland Monitor. 30. Oktober 2016. Abgerufen am 4. November 2016.
  12. Brynjólfur Þór Guðmundsson: Þetta eru ráðherrarnir í nýrri ríkisstjórn (Isländisch) RÚV. 10. Januar 2017. Abgerufen am 14. Januar 2017.
  13. aev/Reuters: Politischer Skandal: Regierung in Island bricht auseinander. In: Spiegel Online. 15. September 2017. Abgerufen am 15. September 2017.