Blackout – Morgen ist es zu spät

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„Blackout“ (Cover, 2012)

BLACKOUT – Morgen ist es zu spät ist ein Technik-Thriller von Marc Elsberg, der in näherer Zukunft und hauptsächlich in Europa spielt. Der Roman erzählt über zwei Wochen die katastrophalen Auswirkungen eines großflächigen Stromausfalls in Europa.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Elsberg sei ihm die Idee zu dem Buch gekommen, als er von der Produktion von elektronischen Zahnbürsten, bei der alle Einzelteile just-in-time angeliefert würden, erfahren hatte. Dabei sei ihm klar geworden, wie vernetzt die Welt ist.[1] Nach eigenen Angaben begann er 2008, das Buch zu schreiben.[2]

Parallel zu Elsbergs Recherchen entstand im Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag eine großangelegte wissenschaftliche Studie zu Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften – am Beispiel eines großräumigen und langandauernden Ausfalls der Stromversorgung.[3]

2012 stellte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, das Buch vor.[4]

Bis Januar 2013 wurden 130.000 Exemplare der deutschsprachigen Ausgabe verkauft. Das Werk wurde ins Italienische, Japanische und Niederländische übersetzt, Ausgaben in China und der Türkei waren geplant und die Filmrechte verkauft. In Japan sei das Buch noch erfolgreicher als in Deutschland.[1]

Handlung in Einzelübersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tag 0-2:

Der Protagonist Manzano, ein italienischer Informatiker, wird durch den Stromausfall und die dadurch verbundenen Ausfälle von Ampeln in einen Verkehrsunfall verwickelt. Durch das plötzliche Versagen des Stromnetzes treten immer wieder technische Störungen im Stromnetz beim Wiederhochfahren auf. Dies führt dazu, dass das Stromnetz überlastet und immer wieder von automatisch runterfährt. Durch Nachforschungen an seinem Stromkasten mit seinem Nachbarn Bondoni, entdeckt Manzano den Schadcode in der Software. Durch den Code versagen die Versorgungssysteme wodurch soziale Konflikte entstehen. Manzano geht mit diesen Informationen zur Polizei und zu den Stromfirmen, wird dort jedoch abgewimmelt. Nach dem Scheitern, die Informationen, dass ein Schadcode in die intelligenten Stromzähler eingeschleust wurde und dieser für die Stromausfälle verantwortlich ist, an die Öffentlichkeit zu bringen, suchen Manzano und Bondoni die Tochter von Bondoni auf, welche bei der Europäischen Union arbeitet und mit Freunden Urlaub in Ischgl macht. Auf dem Weg zu Bondoni‘s Tochter werden die beiden von Männern überfallen, welche auf der Suche nach Benzin sind. Nach dem Gespräch mit Bondoni´s Tochter reist Manzano nach Den Haag, wo er auf Bollard, welcher bei Europol arbeitet, trifft und ihm über seine Entdeckung berichtet. Durch dieses informative Gespräch wird Manzano ins Fadenkreuz der Behörden genommen und über seinen Laptop überwacht.

Tag 3-4:

Die Pariser Reporterin Shannon, reist nach Den Haag um sich mit Bollard zu treffen um an Informationen über den Stromausfall zu kommen, wird aber von diesem abgewimmelt. Daraufhin trifft Shannon auf Manzano und dieser erzählt ihr vom dem Terrorangriff mithilfe des Schadcodes. Währenddessen decken sich die Zivillisten mit Vorräten ein, da die Versorgungssysteme zusammengebrochen sind. Folglich können die Banken kein Geld mehr auszahlen. Um diese Situation weiter ausnutzen zu können, sprengen die Verursacher zahlreiche Strommasten. Auch ein Atomkraftwerk in Paris explodiert, wodurch die Bevölkerung von Paris und den umliegenden Städten und Dörfern evakuiert wird. Die Regierung findet durch Nachforschungen die Routen der Anschläge auf die Strommasten heraus. Daraufhin beginnt Manzano die Verschwörung, dass er mitverdächtigt wird an den Anschlägen beteiligt zu sein, zu durchschauen.

Tag 5:

In Den Haag hat sich die Lage derweil beruhigt und Bollard entscheidet sich, Zevehuizen zu verlassen um seine Familie zurückzuholen. Manzano ahnt, dass die Sicherheitssysteme SCADA schuld sein können. Anette und Bertrand Doreuil befinden sich im Nanteuiler Notquartier. Zeitnah überlegen die Verschwörer, über eine Möglichkeit Manzano auszuschalten, bevor er ihnen auf die Schliche kommt.

Tag 6:

Nach Manzanos Abreise aus Den Haag taucht eine E-Mail auf, die ihn verdächtigt, einer der Verschwörer zu sein. Derweil freuen sich die Anarchisten über den versuchten Militärputsch in Spanien. Manzano trifft währenddessen in Ratingen bei Düsseldorf ein, mit der Absicht, die Verschwörer mit Hilfe Bollards zu bekämpfen. Aufgrund der E-Mail wird Manzano verhört und mit sofortiger Wirkung verhaftet. Wegen eines Fluchtversuchs wird er angeschossen und ins Krankenhaus gebracht, jedoch gelingt es ihm mit Hilfe Shannons aus dem Krankenhaus zu fliehen.

Tag 7-8:

Die Polizei versucht derweil die Krawalle in Den Haag zu beseitigen. Shannon folgt Manzano, welcher in einem Krankenhaus in Düsseldorf liegt. Manzano vermutet, dass die Verschwörer währenddessen ins Europolsystem eingedrungen sind. Derweil findet Shannon Manzano im Düsseldorfer Krankenhaus und fährt mit zwei Fremden in einem LKW Richtung Aachen, jedoch wird dieser überfallen und sie müssen den LKW zurücklassen. Zu Fuß in Aachen angekommen, finden sie Asyl in einem Notquartier. In Berlin versucht Michelsen hoffnungsvoll die Lage in den Griff zu bekommen.

Tag 9:

In Düsseldorf werden Verschwörer bei einer Brandstiftung erwischt, bei der eine Zielperson stirbt und zwei entkommen können. Unter Anderem schicken die Hacker per Email eine Schadstoffware an die Computer der Energieunternehmen und infizieren diese. Derweil befinden sich Shannon, Manzano und Angström in Brüssel und sitzen dort in Haft. Manzano findet die Pseudonyme der Verschwörer. Jorge Pucao ist einer der Köpfe der Hacker.

Tag 10–11

In dem Gefängnis, in dem sich Shannon, Angström und Manzano befinden, bricht ein Feuer aus, weshalb sie und viele andere Straftäter fliehen können. Da Manzano in Brüssel nur die Adresse von Angström kennt, flüchtet er zu ihrer Wohnung, wo er dann auch Shannon und Angström antrifft. Manzano möchte die verdächtige Internetseite weiter untersuchen und dafür noch einmal zurück in die Europäische Kommission. Nach einer kurzen Diskussion brechen alle drei wieder zu der Kommission auf. Dort angekommen findet Manzano auf der Internetseite Informationen über mögliche Komplizen und entdeckt, dass der Angriff schon mindestens zwei Jahre lang geplant wurde. Nach seiner Entdeckung beschließt Manzano Bollard zu kontaktieren woraufhin er mit Shannon nach Den Haag reist. In Den Haag wird in dieser Zeit vermutet, dass sich die verdächtigten Terroristen möglicherweise in Istanbul und Mexiko befinden.

Tag 12

Bollard erhält Bilder vom vermuteten Unterschlupf der Terroristen in Istanbul und Mexiko. Daraufhin macht er sich mit einem GSG9 Team auf den Weg nach Istanbul. Nach den Stürmungen der beiden Häuser, in Istanbul durch die Polizei und dem GSG9 Team und in Mexiko durch Navy Seals, gab es an beiden Orten Festnahmen, Verletzte aber auch Tote auf der Seite der Terroristen. Nach einer kurzen Überprüfung und dem Vergleich der Gefassten auf einer Liste, fällt auf, dass zwei Terroristen fehlen, Pucao und Jusuf, dessen Verbleib ungeklärt ist. Währenddessen geht in Ybbs-Persenbeug ein Softwareupdate von Hartlandt ein, welches die Fehler der Anzeigetafeln in Kraftwerken beheben soll.

Tag 13–14

Während der Strom langsam wieder zurückkehrt, diskutieren die Politiker und die zuständigen Ämter über die Folgen, die Dauer und die Kosten der anstehenden Aufräumaktionen, wobei die Frage auftritt, wer die Kosten dafür übernehmen muss. In dieser Zeit macht sich der gesuchte Terrorist Pucao mit dem Flugzeug auf dem Weg nach Den Haag, was er dank seiner gefälschten Papiere ohne Probleme schafft. Es wird herausgefunden, dass der Schadcode bei Talaefer bereits seit ungefähr 11 Jahren im normalen Code verweilt. Manzano ist zu dieser Zeit bereits wieder von Europol in einem Hotel untergebracht. Dort erhält er einen Anruf von Hartlandt, welcher sich für das Verhalten seines Kollegen und ihn in der vergangenen Zeit entschuldigen möchte. Diese Entschuldigung nimmt Manzano an. In Berlin wird inzwischen über die Opferzahl diskutiert, welche sich wahrscheinlich im hohen fünfstelligen bis niedrigem sechsstelligen in der BRD und mehreren Millionen in ganz Europa belaufen wird. Dies sind aber nur vorläufige Zahlen. Des Weiteren sprechen sie auch noch an, dass die Neuaufnahme medizinischer Versorgung nur langsam voranschreitet. In Den Haag hat Manzano jedoch die Befürchtung, dass die Angreifer noch ein „Hintertürchen“ haben. Nachdem die Systeme der Kraftwerke für 48 Stunden blockiert werden, droht Bollard einem Mittäter mit Folter. Während Manzano in Den Haag den Code findet, werden Angström, Shannon und er im Hotelzimmer von Pucao überrascht, der anschließend Angström mit einem Messer bedroht. Allerdings wird Pucao von Manzano überwältigt, der dabei aber selbst verletzt wird. Jedoch schafft er es, den Kraftwerk-Blockierungscode an Christopoulus zu senden.

Tag 19-23

Nach all dem, wird Bollard in Paris bejubelt und von Reportern mit Fragen überhäuft. Manzano und Angström, welche nun ein Paar sind, befinden sich auf dem Dach des Doms und beobachten eine demonstrierende Menschenmenge. Anschließend begeben sich Manzano und Angström auf die Straße zu den anderen. 

Charakterdarstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Manzano:

An der Figur Manzano ist klar zu sehen, dass er insgesamt ein sehr engagierter, selbstbewusster und gebildeter italienischer Mann ist. Im Verlauf des Buches erkennt man eine starke Entwicklung an Manzano, der anfangs sehr arrogant und verschlossen ist, welche sich durch die Zusammenarbeit mit Bollard und die Reise mit Shannon zeigt. Außerdem gewinnt er an Offenheit und Bescheidenheit dazu.

Shannon:

Die junge Reporterin namens Shannon ist sehr ehrgeizig und neugierig, da sie alles versucht um alle aktuellen Storys einzufangen. Zudem ist sie sehr mutig, weil sie eine Reise mit Manzano antritt, den sie zu dieser Zeit noch nicht richtig kannte.

Angström:

Sonja Angström ist eine sehr hilfsbereite, aufgeschlossene, hübsche junge Frau. Da sie Manzano und Shannon bei der Suche nach dem Angreifer hilft, baut sie gleichzeitig eine starke Beziehung zu Manzano auf. Angström unterstützt die beiden, in das Gebäude der Europäischen Kommission hinein zu kommen, was ihren Mut beweist sowie, dass sie Manzano aus den Fesseln befreit.

Bollard:

Die Figur Bollard ist äußerst fürsorglich, da er um das Wohl seiner Familie in Den Haag fürchtet, dies erkennt man daran, dass er dafür sorgt, dass seine Frau und die Kinder in Zevenhuizen in eine autonome Notunterkunft kommen.

Eine weitere Eigenschaft, die sich der Figur zuordnen lässt, ist die Aufmerksamkeit, da er sehr genau aufpasst und Zusammenhänge zwischen Ereignissen erkennt. Dies wird deutlich, da er bei den Lagebesprechungen bei Europol sehr analytisch und genau arbeitet und er Einzelheiten, welche wichtig für das Lösen des Falles sein könnten, erkennt und analysiert.

Des Weiteren ist Bollard Pflichtbewusstsein zuzuschreiben, da er sich seiner Pflichten, welche seine Arbeit mit sich bringt, bewusst ist. Dies wird deutlich, da er durch den Terrorakt meist Tag und Nacht in seinem Büro ist, um an dem Fall weiter zu arbeiten und die Ermittlungen zu beschleunigen.

Hartland:

Die Figur Hartland ist sehr aufmerksam, da er die Informationen welche er täglich bekommt genau analysiert. Dies wird dadurch deutlich, dass er bei den Analysen Zusammenhänge erkennt und wichtige Informationen daraus schließt, welche zur Lösung des Falls beitragen.

Des Weiteren ist der Figur Hartland zuzusprechen, dass sie erfolgreich ist, da er bei einer Speziellen Ermittlungseinheit arbeitet, dies kann man deutlich daran erkennen, da er beim Einsatz des Einsatzkommandos die ausschlaggebende Persönlichkeit ist.

Unter anderem ist die Figur Hartland äußerst pflichtbewusst, da er sich den Pflichten seines Berufs bewusst ist und diese ausführt. Dies wird daran deutlich, dass er den Hauptverdächtigen Manzano bewacht und sich seiner Pflichten als Polizist im klaren ist, da er erheblich zur Aufklärung des Terroranschlags beiträgt und er seinen Beruf gewissenhaft ausführt.

Michelsen:

Die Figur Michelsen ist kontrolliert, da sie sich nicht aus der Fassung bringen lässt durch den Stromausfall, obwohl sie solch eine Situation noch nicht erlebt hat. Dies erkennt man daran, da sich die Figur bei Krisensitzungen nicht durch ihre Kollegen und den Bundesinnenminister durcheinander bringen lässt und ihre Gedanken für sich behält.

Unter anderem ist Michelsen sehr organisiert. Sie passt sich der Situation an und versucht das Beste aus der Situation zu machen. Das lässt sich daran erkennen das sie jeden Ermittlungsschritt in Stichpunkten notiert und die Informationen und Ergebnisse genauestens analysiert.

Des weiterem ist die Figur äußerst einfühlsam, da sie sich wegen ihres Jobs im Krisenmanagement für die betroffenen Personen des Stromausfalls verantwortlich fühlt und versucht sich in ihre Lage hinein zu versetzen. Dies lässt sich sehr gut daran erkennen, dass Michelsen mit den Menschen leidet und sie alles in ihrer Macht stehende versucht, um den Menschen zu helfen und zu unterstützen.

Eine weiter Eigenschaft welche Michelsen auszeichnet ist das Pflichtbewusstsein; sie arbeitet teilweise Tage und Nächte ohne Unterbrechung.

Pucao:

Die Figur Pucao ist äußerst rebellisch. Er versucht mit dem Stromausfall das System auf der Welt zu stürzen, um eine „Neue Welt“ zu erschaffen. Dies erkennt man daran, dass er mit dem aktuellen Regierungssystem nicht zufrieden ist und er der Anführer der Terroristen ist.

Des Weiteren ist er sehr ehrgeizig; so lenkt er den Verdacht der Ermittler auf Manzano, um sein Ziel ungestört weiter verfolgen zu können.

Unter anderem ist die Figur extrem skrupellos, da ihm die Folgen des Anschlags auf das Stromsystem völlig egal sind und er Gefallen an dem Leid der Menschen findet. Er genießt seine Macht und betrachtet sich als Held der Revolution.

Technische Aspekte im Roman[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wir wollen uns mit den Technischen Aspekten auseinandersetzen und überprüfen ob dieses Szenario in der Realität möglich ist.

1. Wie kommt der Stromausfall zustande?

Angefangen hat alles in Italien und Schweden. Von dort breitete sich die Dunkelheit über den ganzen europäischen Kontinent aus. Während Behörden und Stromversorger im Dunkeln tappen, hat ein italienischer Hacker einen Verdacht. In Italien wurden kürzlich die üblichen Stromzähler durch so genannte Smart-Meter ersetzt. Über deren Software konnten Terroristen die Stromzähler lahmlegen. Diese Smart-Meter wurden mit einem Code versehen. Die Hacker infiltrierten und manipulierten mit diesem Code das komplette System, mit dem Ergebnis, dass innerhalb einer Dreiviertelstunde das gesamte europäische Stromnetz zusammenbricht. Diese Codes funktionieren folgendermaßen:

- Mit ihnen kann man das Steuerungsnetzwerk der Stromzähler landesweit abstellen und somit das Stromnetz aus dem Gleichgewicht bringen, sodass es zur Notabschaltung kommt.

- Durch einen Algorithmus wiederholt sich dieser Vorgang alle 48 Stunden, weshalb auch der Strom über mehrere Tage ausfällt und es auch schwerfällt, eine Lösung bzw. eine Ursache für den Stromausfall zu finden.

2.  Folgen des Stromausfalls

2.1 Zusammenhänge mit dem Buch/Realitätsbezug

I. Manzano hackt Strom bzw. Heizung in der Wohnung

Piero Manzano verbindet seinen Laptop mit dem Smart-Meter welcher die Heizung steuert. Er stößt auf einen merkwürdigen Code, den er daraufhin im Internet sucht und herausfindet, dass dieser Code nicht in Italien verwendet wird und die Heizung bzw. den Strom in der Wohnung zum Herunterfahren zwingt. Er hackt diesen Code und kann somit den Strom in seiner und der Wohnung seines Nachbarn für kurze Zeit wiederherstellen.

II. Die Tankstellen funktionieren nicht (Buch)

Angström ist mit ihren Freundinnen im Skiurlaub. Als sie Tanken wollen stellen sie fest, dass die Kraftstoffpumpen aufgrund des fehlenden Stroms nicht mehr arbeiten.

Funktionieren Tankstellen bei einem Stromausfall (Realität)?

Bei Tankstellen ist der Tank unterirdisch, sowohl die Pumpen, die den Treibstoff nach oben befördern als auch die Zapfsäulen benötigen Strom. Ein Bezahlen mit Kreditkarte würde nicht mehr funktionieren und die meisten Kassen könnten ohne Strom nicht benutzt/geöffnet werden.

III. Manzano schließt Schienenfahrzeug kurz (Buch)

Manzano stieg in das Fahrzeug ein und stellt fest, dass das Schienenfahrzeug nicht mit Strom, sondern mit Diesel läuft was es leicht macht, es kurz zu schließen: ‚‚Er überprüft die Drähte, riss daran herum, verband einige neu, und auf einmal sprang mit lautem stottern der Motor an.‘‘

Ethische Problemfelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dem Buch werden einige ethische Konflikte dargestellt, mit denen sich die behandelten Personen fortlaufend befassen müssen. Dabei werden die Personen vor eine Wahl gestellt, bei welcher bei der anschließenden Entscheidung ein ethischer Konflikt entsteht. Im Folgenden werden die wesentlichen ethischen Konflikte des Buches näher erläutert.

Menschenrechte

Ein weitreichender ethischer Konflikt handelt von den Menschenrechten, welche im Buch durch einen medizinischen Eingriff ohne Narkose verletzt werden. Der Protagonist Manzano wird auf der Flucht vor der Polizei angeschossen, weshalb er nach seiner Festnahme mit dem Polizisten Bollard in ein naheliegendes Krankenhaus fährt. Dort muss er aufgrund seiner Verletzung operiert werden, jedoch wegen des medizinischen Notstandes ohne Narkose. Diese Notsituation führt die Ärzte in eine missliche Lage, in der sie schließlich entscheiden müssen ob sie den Patienten ohne Narkose operieren, was jedoch gegen das Gesetz und die Menschenrechte verstoßen hätte, oder ob sie die Operation unterlassen und das Risiko einer Infektion eingehen. Zudem wurde der Patient in einen Konflikt mit unermesslichen Schmerzen und dem Risiko einer schwerwiegenden Infektion gebracht.

Des Weiteren wird im Buch eine Situation dargestellt, in welcher die Achtung und der Schutz jedes Einzelnen verletzt wird. In dieser Situation wird der Protagonist Manzano Zeuge, als ein Arzt und eine Pflegefachkraft den schwachen und alten Patienten ein Mittel verabreichen, welches den Tod herbeiführt. Dabei stehen die Ärzte vor der Wahl, weitere Medizin an Menschen zu verwenden, welche ohnehin bald an ihrer Verletzung, Krankheit oder ihrem Alter sterben würden, oder ihnen stattdessen einen gnadenvollen Tod zu ermöglichen und gleichzeitig wichtige Medizin für andere Menschen aufzusparen. Jedoch machen sich die Ärzte mit der genannten Tat strafbar, da im § 323c des Strafgesetzbuches geschrieben steht: „Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr/Not nicht Hilfe leistet […] oder mit Geldstrafe bestraft.“

Störung der Totenruhe

Ein weiterer ethischer Konflikt ist die Ruhestörung von Toten. Der Protagonist Manzano musste sich auf der Flucht vor der Polizei im Krankenhaus unter Leichen verstecken, da so die Spürhunde der Polizei seinen Geruch nicht mehr wahrnehmen konnten. Dies zeigt Manzanos starken Willen zum überleben, da er bereit ist, sich unter Toten zu retten. Ebenfalls möchte er auch nicht unschuldig verhaftet werden und das Verbrechen, zu dem er bezichtigt wird, aufklären. Allerdings bricht er durch seine Handlung das Gesetz, denn §168 des Strafgesetzbuches „Störung der Totenruhe“ besagt: „Wer unbefugt aus dem Gewahrsam des Berechtigten den Körper oder Teile des Körpers eines verstorbenen Menschen, eine tote Leibesfrucht, Teile einer solchen oder die Asche eines verstorbenen Menschen wegnimmt oder wer daran beschimpfenden Unfug verübt […] bestraft.“. Jedoch kann man Manzanos Handlung in diesem Moment nachvollziehen, da zu diesem Zeitpunkt das Recht nicht mehr viel zählte und so der wahre Täter überführt werden konnte. Trotzdem wäre es in der Realität eine Straftat, welche bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe mit sich bringen kann.

Auflösung der Gesellschaft

Der folgende ethische Konflikt behandelt die Auflösung der Gesellschaft, welche dem Schutz der Menschen dient und verpflichtet ist, ethische Fragen zu verarbeiten. Es werden keine eigenschaftlichen Zwecke verfolgt.

Im Buch achten die Menschen anfangs auf Zusammenhalt, helfen sich gegenseitig in problematischen Situationen und versuchen weiterhin, auf die bestehenden Gesetze zu achten.  Als sich die Lage jedoch weiter verschlimmert, müssen die Menschen unter anderem Diebstähle begehen, um ihr Überleben zu sichern. So sind die Figuren gezwungen, Lebensmittel, Fahrzeuge und digitale Geräte zu entwenden und schrecken nicht davor zurück, Gewalt anzuwenden. Zwar versuchen Polizei und Regierung die Straftäter unter Kontrolle zu bringen, scheitern jedoch und es kommt beinahe zum Bürgerkrieg. Es lässt sich feststellen, dass die Menschen dazu gezwungen sind, um ihr Überleben zu kämpfen und vor allem auf ihr eigenes Wohl zu achten, da sie auf eine solch enorme Katastrophe, welche im Buch behandelt wird, nicht vorbereitet waren. Das ethische Problem in dieser Situation ist, dass die Menschen entscheiden müssen, ob sie andere für ihr Überleben bestehlen, dafür allerdings eine Straftat begehen, denn im §242 aus dem Strafgesetzbuch heißt es: „Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, […] wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Die Nächstenliebe wird vergessen, ebenso wie die noch geltenden Normen und deren Konsequenzen. Sie ist damit verbunden, andere so zu behandeln, wie man selbst gerne behandelt werden möchte. Dadurch, dass die Personen mit dem Überleben zu kämpfen haben, denken sie nicht moralisch und lassen sich stattdessen von ihren Bedürfnissen leiten, sodass generell nur an das eigene Wohlergehen gedacht wird. Gleichermaßen gibt es jedoch auch Figuren wie die Hauptdarsteller, welche versuchen zu helfen. Bei diesem Punkt ist die Ethik, das Menschen in schwierigen Situationen mit der Entscheidung zu kämpfen haben, was ihnen richtig oder falsch erscheint und ob man letztlich das eigene Wohl oder das der anderen an erste Stelle setzt. Angesichts der Bibel Kapitel 22, Verse 37-40 wird geäußert: „[...] genauso wichtig ist es, deinen Nächsten zu lieben wie dich selbst.“

Als letzten Konflikt der Auflösung der Gesellschaft werden Bildung und Arbeit behandelt. So wird nach dem totalen Stromausfall wenig Wert auf Bildung gelegt und Schulen, Universitäten, sowie andere Bildungsinstitute geschlossen. Ebenso wird die Arbeit stillgelegt, da es in den Ausbildungs- und Arbeitsstätten aufgrund des Stromausfalls und nicht vorhandenen Heizkörpern zu kalt ist. Es kommt zum Stillstand im Bereich der Bildung und Arbeit. Da diese Möglichkeiten nun nicht mehr zur Verfügung stehen, können die Menschen ihren Alltag nicht mehr aufrecht erhalten und die Gesellschaft bricht auseinander. Allerdings besagt das deutsche Grundgesetz (GG), dass jeder Mensch das Recht auf Bildung und Arbeit besitzt, jedoch ist es unvermeidbar, dass durch eine solche Katastrophe vorerst Stillstand in diesen Bereichen herrscht. Derweil werden auch die Kräfte für andere Dinge gebraucht, da die Industrie brach liegt. Aufgrund dieser Faktoren kommt es zu einem ethischen Konflikt, da man die Menschen aus ihrem gewohnten Alltag reißt und sie durch die Katastrophe allesamt in Lebensgefahr sind und sich nun nicht mehr an Rechte und Gesetze halten.

Verantwortlichkeit

Ein weiterer, hervorstechender Konflikt behandelt die Verantwortung der Regierung und der Justiz gegenüber den Bürgern. Dabei versuchen die Verantwortlichen weiterhin an den bestehenden Gesetzen festzuhalten. So versucht die Regierung mit allen Mitteln den Angreifer zu finden, welcher das Stromnetz zum Stillstand bringen konnte, schafft es allerdings erst gegen Ende des Buches mithilfe des Protagonisten Manzano. Außerdem setzt die Regierung viel daran, die Menschen weiterhin mit den nötigsten Gütern zu versorgen, jedoch stellen die Verantwortlichen oft ihr eigenes Wohl in den Vordergrund. Die verantwortlichen Personen verfügen aufgrund ihres Vermögens und bestehenden Kontakten mit Führungspersonen über eine bessere Versorgung. So ist es ihnen möglich, weiterhin einen höheren Lebensstandard zu führen. Der ethische Konflikt hierbei ist die Entscheidung der Verantwortlichen, in Gefahrensituationen die Bürger oder sich selbst zu retten und deren Sicherheit zu gewährleisten.

Die Justiz hingegen beginnt nach kurzer Zeit, Menschen, welche nur minimale Verbrechen wie Diebstahl begehen, in vollkommen überfüllte Gefängnisse zu anderen Menschen zu bringen, deren Verbrechen weitaus schwerwiegender waren. So wird auch der Protagonist Manzano beschuldigt, den Angriff auf die Stromnetze gestartet zu haben und wird verhaftet. Die Justiz beginnt, nicht weiter auf die Schuldigkeit der Menschen zu achten und verhaftet willkürlich unschuldige Personen. Dieses korrupte Vorgehen ist in der jetzigen Welt kaum vorstellbar, denn §66c des Strafgesetzbuches besagt: „1.b: Die Unterbringung in der Sicherheitsverwahrung erfolgt in Einrichtungen, die zum Ziel hat, seine Gefährlichkeit für die Allgemeinheit so zu mindern […].“

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der folgenden Kritik beschäftigen wir uns mit dem Buch „Blackout – Morgen ist es zu spät“ von Marc Elsberg. In ganz Europa fällt der Strom aus, was einem Terrorakt zugrunde liegt. Der Hacker Piero Manzano hat den Auslöser in Form von einem Code in einem intelligenten Stromzähler gefunden. Niemand, bis auf Bollard, ein Europol – Kommissar, glaubt ihm. Dadurch gerät Manzano selbst ins Visier der Kriminellen.

Marc Elsberg hat das Buch auf Grund der Veröffentlichung vom Artikel „Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften – am Beispiel eines großräumigen und lang andauernden Ausfalls der Stromversorgung“ der Bundesregierung geschrieben.

Der Verfasser beschreibt die Situation eines Blackouts detailliert und leicht verständlich. Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, damit viele verschiedene Zielgruppen angesprochen werden können. Zudem möchten wir einige Kritikpunkte ansprechen, die uns am meisten aufgefallen sind.

„Spannung“

Der Autor informiert über die technischen Daten bei einem Stromausfall und die Emotionen der betroffenen Menschen hervorruft. Anfangs spart Marc Elsberg mit der Spannung, die aber mit der Zeit steigt und mitreißend wirkt. Ebenso kann man sich in die Hauptfiguren gut hinein versetzen, die man während des Lesens besser kennen lernt.

„Blickwinkel“

Das Buch beschreibt detailreich alle Blickwinkel, die der Autor durch die verschiedenen Perspektiven der Politiker, Bürger, Protagonisten und Stromfirmen zeigt. Durch diese Ortswechsel besteht die Gefahr, dass Charaktere verwechselt werden und man sich schlechter in das Geschehen des Blackouts hinein versetzen kann.

„Übertreibung“

Des Weiteren ist anzumerken, dass Marc Elsberg oft zu Übertreibungen neigt. Dass ein einzelner Hacker mehr erfährt, als große Spezialisten Teams, kommt in der Realität eher selten vor. Ein weiterer unrealistischer Punkt ist, dass zwei der Hauptfiguren (Manzano, Shannon) einen Zug stehlen und in die nächste Stadt fahren.

„Länge des Buches“

Zum Nachteil werden politische Themen sehr detailliert formuliert. Die Besprechungen der Politiker über den Stromausfall in Europa ziehen sich in die Länge und wirken dadurch nüchtern. Es werden viele weitschichtige Themen des Stromes aufgezeigt, die für alltägliche Menschen schwer nachvollziehbar sind. Der Autor hätte bei diesen Bereichen an Ausführung sparen können, um das Buch „Blackout“ auch für Jugendliche interessanter zu machen.

Trotz einiger negativen Aspekte zeigt uns Marc Elsberg mit dem Buch „Blackout – Morgen ist es zu spät“, dass wir im Falle eines Stromausfalles in Europa nicht darauf vorbereitet sind und womöglich genauso reagieren, wie die Menschen im Buch, was uns Angst bereitet. Damit ist in diesem Buch die Spannung geblieben und konnte uns gut unterhalten.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeitschrift Bild der Wissenschaft kürte das Werk zum „spannendsten Wissensbuch des Jahres“ 2012.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marc Elsberg: BLACKOUT – Morgen ist es zu spät. Random House Audio, 2012, gekürzte Lesung, gelesen: Steffen Groth, ISBN 978-3-8371-1281-8.
  • Marc Elsberg: BLACKOUT – Morgen ist es zu spät. Hörbuch-Download, 2012, ungekürzte Lesung, gelesen: Steffen Groth, ISBN 978-3-8371-1393-8.
  • Marc Elsberg: BLACKOUT – Morgen ist es zu spät. Hörbuch-Download, 2012, gekürzte Lesung, gelesen: Steffen Groth, ISBN 978-3-8371-1376-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Matthias Iken: Wenn der Strom ausfällt. In: Hamburger Abendblatt. Nr. 25, 2013, ZDB-ID 40002-6, S. 6 (abendblatt.de).
  2. Inge Kutter, Max Rauner: »Das wäre ein Riesenproblem«. In: Die Zeit. Nr. 50, 2012, ISSN 0044-2070, S. 47 (online).
  3. Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften – am Beispiel eines großräumigen Ausfalls der Stromversorgung (PDF; 2,9 MB)
  4. "Blackout" in der Bonner Bundesnetzagentur. In: General-Anzeiger. 19. Oktober 2013, S. 3.