Blanfordlerche

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Blanfordlerche
Blanfordlerche

Blanfordlerche

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Lerchen (Alaudidae)
Gattung: Calandrella
Art: Blanfordlerche
Wissenschaftlicher Name
Calandrella blanfordi
(Shelley, 1902)
Verbreitungsgebiet der Blanfordlerche

Die Blanfordlerche (Calandrella blanfordi) ist eine Art aus der Familie der Lerchen. Sie entspricht in ihren Körperproportionen der unter anderem in Südeuropa vorkommenden Kurzzehenlerche, ist allerdings etwas kleiner. Ihr Verbreitungsgebiet liegt im Osten Afrikas und auf der Arabischen Halbinsel.[1] Es werden drei Unterarten unterschieden.

Der Name ehrt den britischen Zoologen William Thomas Blanford

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blanfordlerche erreicht eine Körperlänge von etwa 12 bis 13 Zentimetern, wovon 4,9 bis 5,2 Zentimeter auf den Schwanz entfallen. Sie zählt damit zu den kleinsten Lerchen. Der Schnabel misst vom Schädel aus ca. 9 bis 10 Millimeter. Es besteht kein Geschlechtsdimorphismus.[1]

Die Blanfordlerche ähnelt in ihrem Erscheinungsbild der weiter im Süden von Afrika vorkommenden Rotscheitellerche, ist aber insgesamt etwas heller. Wie diese hat sie eine rotbraune Kopfplatte, die aber weniger deutlich als bei der Rotscheitellerche ausgeprägt ist. Die Körperoberseite ist braun, die einzelnen Federn sind breit sandfarben gesäumt. Die Stirn ist etwas heller und matter gefärbt als der rotbraune Scheitel, die Ohrdecken sind hellbraun. An den Nackenseiten befindet sich jeweils ein undeutlicher und kleiner schwarzbrauner Fleck. Der Kropf, die Flanken und die Schenkel sind gelbbraun, die übrige Körperunterseite ist weißlich.

Verbreitungsgebiet und Lebensraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet der Blanfordlerche ist der Norden von Äthiopien, der Norden Somalias und der Südwesten der arabischen Halbinsel. In Äthiopien kommt sie im Hochland vor. Sie ist in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet ein Standvogel. Ihr Lebensraum sind steinige Halbwüsten.

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lebensweise ist noch nicht abschließend untersucht. Vermutlich weist die Blanfordlerche ähnliche Verhaltensweisen wie die Rotscheitellerche auf.[1]

Unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es werden drei Unterarten unterschieden:[2]

  • C. b. eremica - (Reichenow & Peters, JL, 1932): Ursprünglich als eigenständige Art der Gattung Spizocorys beschrieben. Kommt im Südwesten der Arabischen Halbinsel vor.
  • C. b. blanfordi - (Shelley, 1902): Nominatform, kommt im Norden von Eritrea vor.
  • C. b. daaroodensis - White, CMN, 1960: Kommt im Norden von Somalia vor.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Blanfordlerche (Calandrella blanfordi) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Pätzold: Kompendium der Lerchen. S. 265.
  2. IOC World Bird List 6.4. In: IOC World Bird List Datasets. . doi:10.14344/ioc.ml.6.4.