Body Count (Band)

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Body Count
Body Count in Prag 2006
Body Count in Prag 2006
Allgemeine Informationen
Herkunft Los Angeles, Kalifornien, Vereinigte Staaten
Genre(s) Crossover, Heavy Metal, Thrash Metal, Rap Metal, Hardcore Punk
Gründung 1990, 2009
Auflösung 2006
Gründungsmitglieder
Ice-T
Ernie C
Gitarre
D-Roc † (bis 2004)
Mooseman † (bis 1994)
Beatmaster V † (bis 1997)
Aktuelle Besetzung
Gesang
Ice-T
Gitarre
Ernie C
Gitarre
Bendrix (seit 2004)
Bass
Vincent Price (seit 2004)
Schlagzeug
OT (seit 2004)
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Griz (1997)

Body Count ist eine 1990 durch den Rapper Ice-T gegründete US-amerikanische Band, die besonders durch ihre damalige Innovation, Hip-Hop-Elemente mit Heavy-Metal-Elementen und Hardcore Punk zu verknüpfen, Berühmtheit erlangte. Die Texte des ersten Albums, insbesondere der Text zu Cop Killer, sorgten für Kontroversen in ihrem Heimatland.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1992 erschien auf Ice-Ts Album Original Gangster der Song Body Count, mit dem die Band auch in Hip-Hop-Kreisen große Anerkennung erlangte. Zusammen mit den Musikern Ernie-C (Gitarre), D-Roc (Gitarre), Mooseman (E-Bass) und Beatmaster V (Schlagzeug) veröffentlichte Ice-T 1992 das Debütalbum Body Count, welches vor allem durch die damals moderne Mischung aus Hip Hop und Hard Rock sowie durch die öffentliche Kritik am Song Cop Killer auffiel. Der Text brachte der Band für längere Zeit negative Schlagzeilen und den Vorwurf ein, Gewalt gegen Polizeibeamte gutzuheißen. Im Detail nimmt der Text Bezug auf den schwarzen US-Bürger Rodney King, welcher im selben Jahr von weißen Polizisten misshandelt worden war.

Dieser Song war Auslöser für die Beendigung des Plattenvertrags zwischen Body Count und der Warner Music Group wenige Monate später.

Das 1994 auf dem Label Priority Records erschienene Album Born Dead brachte zwar durchschnittlichen kommerziellen Erfolg, konnte aber keine neuen inhaltlichen Akzente setzen. Zudem fehlten in textlicher Hinsicht extreme Songs, die das erste Album so bekannt gemacht hatten. Bassist Mooseman verließ außerdem kurz nach Erscheinen von Born Dead die Band.

Trotzdem konnte 1997 - verzögert durch den Tod des Schlagzeugers Beatmaster V - das Album Violent Demise: The Last Days veröffentlicht werden, das aber ebenso wie sein Vorgänger keine Neuerungen brachte und sich dazu als kommerzieller Misserfolg erwies. Ex-Bassist Mooseman wurde im Jahr 2000 auf offener Straße erschossen. Gitarrist D-Roc erlag im August 2004 einem Krebsleiden.

2005 reformierte Ice-T die Band. Besetzung: Sänger/Frontman Ice-T, Leadgitarrist Ernie C, OT (Schlagzeug), Bendrix (Rhythmusgitarre) und Vincent Price (Bass).

2006 erschien das Album Murder 4 Hire, eine Etappe der Tour führte die Band im August auch nach Deutschland.

2011 beteiligte sich Body Count am Soundtrack des Videospiels Gears of War 3,[1] nachdem Ice-T bereits auf der Electronic Entertainment Expo 2011 in Los Angeles zusammen mit den Entwicklern von Epic Games das Spiel vorgestellt hatte. Ein Ausschnitt des Songs The Gears of War ist dabei erstmals im Gameplay-Trailer Horde 2.0: Five against all zu hören.[2]

2014 erschien mit "Manslaughter" das erste Album der Band seit dem 2006 veröffentlichten "Murder 4 Hire". Das Album "Manslaughter" wurde von Rezensenten positiv aufgenommen[3][4][5] und konnte sich nach Erscheinen bei dem Online-Händler Amazon.de unter den Top 10 der Rubrik "Musik - Metal & Hard Rock" etablieren.

Ende März 2017 erschien das sechste Studioalbum von Body Count. Zu dem Song „No Lives Matter“ sagte Ice-T, die klare Botschaft der Black-Lives-Matter Bewegung werde durch "All Lives Matter" Botschaften relativiert. In der Sache sei es zwar richtig auch andere marginalisierte Gruppen zu benennen, hier ging es hier aber darum, dass Schwarze in den USA sterben. Der Song wurde bereits am 17. Februar 2017 als Single veröffentlicht. Bei den Aufnahmen wirkten die Gäste Randy Blythe, Dave Mustaine und Max Cavalera (bei „All Love Is Lost“) mit.[6]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[7][8] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1992 Body Count 25 Gold
(50 Wo.)
20 Gold
(26 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. März 1992
Verkäufe US: 500.000+
1994 Born Dead 5
(21 Wo.)
5
(13 Wo.)
10
(10 Wo.)
15
(4 Wo.)
74
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. September 1994
1997 Violent Demise: The Last Days 45
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. März 1997
2006 Murder 4 Hire Erstveröffentlichung: 1. August 2006
2014 Manslaughter 92
(1 Wo.)
102
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. Juni 2014
2017 Bloodlust 13
(6 Wo.)
24
(1 Wo.)
18
(2 Wo.)
157
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. März 2017

Videoalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004: Murder 4 Hire Live
  • 2005: Live in L.A.
  • 2005: Smoke Out Festival Presents: Body Count

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[9]
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1994 Born Dead
Born Dead
32
(9 Wo.)
44
(2 Wo.)
28
(2 Wo.)
Necessary Evil
Born Dead
41
(2 Wo.)
45
(2 Wo.)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Twitter
  2. Gears of War 3: Neues Gameplay-Video zu Horde 2.0
  3. Rezension bei AllMusic.com
  4. Rezension bei AllAroundTheRock.co.uk
  5. Rezension bei Altpress.com
  6. Body Count: Details zum neuen Album „Bloodlust“. In: Rolling Stone. 7. Februar 2017 (rollingstone.de [abgerufen am 25. Dezember 2017]).
  7. Chartquellen Alben: DE AT CH UK US
  8. Auszeichnungen: DE US
  9. Chartquellen Singles: DE AT CH UK US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Body Count (band) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien