Schwarze

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt Menschen dunkler Hautfarbe – zu weiteren Bedeutungen siehe Schwarze (Begriffsklärung).

Die Bezeichnung Schwarze deutet auf eine sehr dunkle Hautfarbe der so bezeichneten Menschen hin. Vielfach werden jedoch Menschen mit allen möglichen Varianten der Hautpigmentierung von dunkelsten bis zu sehr hellen Hautfarben einbezogen, einschließlich Albinos. Daher ist die Bezeichnung „Schwarze“ kein Indikator der Hautfarbe, sondern der rassentheoretischen oder ethnischen Einteilung. Die Bezeichnung wird auch verwendet, um verschiedene Populationen aufgrund historischer und prähistorischer Herkunftsbeziehungen zusammenzufassen. In der älteren Literatur wurde auch die Bezeichnung Negride verwendet. Einige Definitionen des Begriffs umfassen nur Menschen mit relativ junger schwarzafrikanischer Abstammung (siehe Afrikanische Diaspora), die zumeist auch die typisch schwarzafrikanischen Merkmale aufweisen. Andere Definitionen beziehen weitere Populationen ein, für die eine dunkle Hautfarbe charakteristisch ist, darunter indigene Bewohner Ozeaniens und Südostasiens wie etwa die australischen Ureinwohner, die Papua, die Ureinwohner der Andamanen, die Semang auf der Malaiischen Halbinsel und die Aeta auf der philippinischen Insel Luzon.

Subsahara-Afrika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine schwarze Frau und ihr Sohn mit Albinismus in Tansania.
Hauptartikel: Subsahara-Afrika

Subsahara-Afrika ist ein gebräuchlicher, wenn auch unpräziser Begriff, der afrikanische Staaten südlich der Wüste Sahara umschließt. Er wird benutzt, um diese Gebiete kulturell, ökologisch, politisch und umstrittenerweise rassentheoretisch von Nordafrika abzugrenzen, welches historisch zum Mittelmeerraum zählt. Da die einheimische Bevölkerung primär von dunkler Hautfarbe ist, wird oftmals auch die Bezeichnung Schwarzafrika verwendet.[1] Diese begriffliche Unterscheidung wird kritisiert, da das Synonym Schwarzafrika zu dem Missverständnis führen kann, dass im Norden Afrikas keine einheimische schwarze Bevölkerung lebe. Weiterhin teilt die Sahara Länder wie Mauretanien, Mali, Niger, Tschad, und Sudan, so dass einige Landesteile in Nordafrika und andere in Subsahara-Afrika liegen.

Der afrikanische Autor Owen 'Alik Shahadah argumentiert, dass die Bezeichnung Subsahara-Afrika rassistisch konnotiert sei. Das Wort stehe rassistisch für „primitiv“, einen Ort, der keinen Fortschritt erlangt habe. Daher seien Aussagen wie „Es existieren keine geschriebenen Sprachen in Subsahara-Afrika“, „Das antike Ägypten war keine subsahara-afrikanische Zivilisation“ anzutreffen. Sub-Sahara diene als Ausschlussargument, welches so flexibel sei, um sich jeder negativen Verallgemeinerung Afrikas anzupassen.[2]

Dennoch bevorzugen es manche dunkelhäutigen Afrikaner, kulturell von den im Norden des Kontinents Lebenden abgegrenzt betrachtet zu werden.[3]

Kulturelle Konzepte einer schwarzen Ethnie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südafrika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Mann der San, einer ethnischen Gruppe im südlichen Afrika.

In Südafrika wurde die Bevölkerung seit der Kolonialzeit in vier Gruppen klassifiziert: Schwarze, Weiße, Asiaten (meist Inder) und Coloureds. Die Gruppe der Coloureds umfasste Menschen gemischter Bantu, Khoisan und europäischer Herkunft (einige mit kapmalaischen Vorfahren, besonders am Westkap). Die Definition von Coloured war eine Zwischenstufe der Gruppen Schwarz und Weiß in Südafrika. Während der Apartheids­periode fand diese Klassifizierung innerhalb der Gesetzgebung des Landes eine besondere Ausprägung mit vielfältigen rechtlichen Auswirkungen im Alltag, beispielsweise in Form einer separaten Eingeborenenverwaltung.

Die Bürokratie der Apartheid entwickelte Kriterien, beispielsweise mit dem Population Registration Act von 1950, um zu bestimmen, wer zu welcher Gruppe gehörte.[4] Untere Beamte überwachten Tests zur Durchsetzung der Klassifizierungen. Wenn das physische Erscheinungsbild einer Person keinen Aufschluss darüber gab, ob sie als Coloured oder Schwarz gelten sollte, wurde der „Bleistift-Test“ angewandt. Hierbei wurde ein Bleistift in das Haar der Person gesteckt, um festzustellen, ob das Haar kraus genug war und der Stift stecken blieb.[5]

Besonders während der Apartheid-Ära wurden diejenigen, welche als „Coloured“ eingestuft waren, ebenso wie die schwarze Bevölkerung unterdrückt und diskriminiert. Dennoch besaßen sie erweiterte Rechte und lebten insgesamt unter besseren sozio-ökonomischen Bedingungen als die als „Schwarze“ eingestuften.

In der Zeit nach der Apartheid definierten die von der ANC-geführten Regierung erlassenen Gesetze zur Politik der Affirmative Action, dass zu „Schwarzen“ auch „Afrikaner“, „Coloureds“ und „Asiaten“ zu zählen waren. Durch die Regierungspolitik einer Affirmative Action wurden „Afrikaner“ gegenüber „Coloureds“ jedoch begünstigt. Einige als „schwarze Afrikaner“ kategorisierte Südafrikaner vertreten offen die Ansicht, dass „Coloureds“ während der Apartheid nicht so sehr gelitten hätten wie sie. Ein unter „Coloureds“ populärer Spruch illustriert das folgende Dilemma:

„Wir waren nicht weiß genug während der Apartheid und nicht schwarz genug für den ANC“

Im Jahr 2008 entschied der Pretoria High Court in Südafrika, dass chinesische Südafrikaner, welche schon während der Apartheid Einwohner waren, juristisch als Schwarze reklassifiziert werden mussten, damit sie auch Zugang zu den Vorteilen der Affirmative Action erhielten, da auch sie zuvor benachteiligt wurden. Chinesische Einwanderer, die nach dem Ende der Apartheid nach Südafrika kamen, profitierten hiervon nicht,[6] ebenso wie schwarze Menschen, die sich später in Südafrika niederließen.

Neben dem Erscheinungsbild können „Coloureds“ anhand der Sprache von „Schwarzen“ unterschieden werden. Die meisten sprechen Afrikaans oder Englisch als Muttersprache, im Gegensatz zu Bantusprachen wie Zulu oder Xhosa. Sie besitzen tendenziell eher europäisch klingende Namen als Bantu-Namen.[7]

Arabische Welt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwarze Afrikaner und Orient­bewohner haben seit prähistorischer Zeit Kontakt zueinander.[8][9] Einige Historiker schätzen, dass bis zu 14 Millionen schwarze Sklaven im orientalischen Sklavenhandel von 600 bis 1900 n. Chr. das Rote Meer, den Indischen Ozean und die Wüste Sahara durchquerten.[10][11] Der marokkanische Sultan Mulai Ismail „der Blutdürstige“ (1672–1727) stellte ein Heer von 150.000 schwarzen Sklaven auf und zwang damit das gesamte Land sich ihm zu unterwerfen.[12][13]

Sklavenmarkt des 13. Jahrhunderts im Jemen. Jemen schaffte die Sklaverei offiziell 1962 ab.[14]

Der Ursprung der afroasiatischen Sprachen, zu denen die semitischen Sprachen (wie Arabisch und Hebräisch) zählen, wird von den meisten Wissenschaftlern in Äthiopien vermutet.[15] Dies rührt daher, dass diese Region sehr unterschiedliche Sprachgruppen auf engem geografischem Gebiet aufweist. Dies wird oft als sicherer Hinweis für einen linguistisch-geografischen Herkunftsort gewertet.

In späterer Zeit, etwa 1000 n. Chr., führte die Interaktion zwischen Schwarzen und Arabern zu einem umfassenden Eingang arabischen Vokabulars in Swahili, welches daraufhin zu einer Lingua Franca für Handlungsreisende wurde. Einiges von diesem sprachlichen Austausch geschah als Resultat des Sklavenhandels; die Geschichte der Sklaverei im Islam zeigt dass die Madhhabs traditionell die Institution der Sklaverei akzeptierten.[16] Als Ergebnis hieraus weitete sich der arabische Einfluss entlang der Ostküste Afrikas und auch teilweise im Inneren des Kontinents aus (siehe Ostafrika). Timbuktu war ein Handelsplatz der Westafrika mit den Berbern, arabischen und jüdischen Händlern in der gesamten arabischen Welt verknüpfte. Aufgrund dieser Verbindungen haben viele Araber im Nahen Osten schwarze Vorfahren und viele Schwarze im Bereich der Sahara und der Ostküste Afrikas haben arabische Vorfahren.[17]

Nach Dr. Carlos Moore, Wissenschaftler an der brasilianischen Universidade do Estado da Bahia, identifizieren sich Afro-Mischlinge in der arabischen Welt auf eine Art und Weise, wie sie Lateinamerika widerspiegelt. Er argumentiert, dass sich schwarz aussehende Araber, ähnlich wie schwarz aussehende Lateinamerikaner, als weiß betrachten da sie entfernte weiße Vorfahren haben.[18]

Moore behauptet weiterhin, dass ein Film über den ägyptischen Präsidenten Anwar as-Sadat gestoppt worden sei, als Sadat erfuhr, dass er von einem Afroamerikaner gespielt werden sollte. Tatsächlich wurde der Fernsehfilm "Sadat" von 1983, mit Louis Gossett, Jr. in der Hauptrolle, nicht gestoppt. Die ägyptische Regierung verhinderte jedoch die Aufführung des Films in Ägypten, unter anderem wegen der Auswahl von Gossett.[19] Diese Einwände kamen allerdings nicht von Sadat, da dieser zwei Jahre zuvor bei einem Anschlag ums Leben gekommen war.

Sadats Mutter war eine schwarze Sudanesin und sein Vater ein Ägypter helleren Hauttyps. In Entgegnung einer Werbung für eine Führungsrolle antwortete er: „Ich bin nicht weiß, aber ich bin auch nicht wirklich schwarz. Meine Schwärze ist tendenziell rötlich“[20]

Fathia Nkrumah war eine weitere bekannte ägyptische Person mit schwarzafrikanischen Wurzeln. Sie war die Frau des ghanaischen Revolutionärs Kwame Nkrumah, deren Heirat als Hilfe für die Schaffung einer Kooperationsbasis zwischen Ägypten und anderen afrikanischen Ländern, welche um ihre die Unabhängigkeit von den europäischen Kolonialmächten rangen, gesehen. Diese Kooperation förderte die Bildung der Afrikanischen Union.[21]

Aufgrund der patriarchisch geprägten arabischen Gesellschaft hatten arabische Männer mehr Bedarf an schwarzen weiblichen Sklaven denn an schwarzen männlichen Sklaven. Mehr schwarze Frauen waren versklavt als schwarze Männer und da der Koran dahingehend interpretiert wurde, dass sexuelle Beziehungen zwischen männlichen Sklavenbesitzern und Sklavinnen außerhalb der Ehe erlaubt waren (Ma malakat aymanukum),[22][23] wurden viele Mischlingskinder geboren. Sobald eine versklavte Frau von ihrem Besitzer schwanger wurde erlangte sie als umm walad (Mutter eines Kindes) einen privilegierten Status. Das Kind profitierte von dem Wohlstand seines Vaters und erlangte das Erbrecht.[24] Wegen der Patrilinearität waren die Kinder frei geboren und wurden manchmal sogar Herrschaftsnachfolger ihrer Väter, wie es beispielsweise bei Sultan Ahmad al-Mansur (dessen Mutter war eine Konkubine vom Volk der Fulani), welcher Marokko von 1578 bis 1608 beherrschte, der Fall war. Dennoch erstreckte sich solche Toleranz nicht auf gänzlich schwarze Personen, selbst wenn sie „frei“ waren", und die Vorstellung dass schwarz sein so viel bedeutete wie Sklave sein wurde ein allgemeiner Glaube.[25] Das arabische Wort Abd (arabisch عبد, Sklave) ist weiterhin eine gebräuchliche Bezeichnung für Schwarze im Nahen Osten, auch wenn es oft nicht abfällig gemeint ist.[26]

In Amerika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ungefähr 12 Millionen Afrikaner wurden während des Atlantischen Sklavenhandels von 1492 bis 1888 nach Amerika verschleppt. Heute liegt die Zahl ihrer Nachfahren bei etwa 150 Millionen,[27] wobei die Mehrheit von ihnen in den Vereinigten Staaten, der Karibik und Lateinamerika (vor allem in Brasilien) lebt. Viele haben mittlerweile eine gemischte Herkunft aufgrund afrikanischer, indianischer, europäischer und asiatischer Vorfahren. Die verschiedenen amerikanischen Regionen entwickelten komplexe gesellschaftliche Konventionen, mit denen ihre multi-ethnischen Bevölkerungen klassifiziert wurden.

Vereinigte Staaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Afroamerikaner

In den ersten 200 Jahren bezeichneten sich Schwarze in den Vereinigten Staaten üblicherweise als Afrikaner. In Afrika identifizierten sich die Menschen primär anhand ethnischer Gruppenzugehörigkeit (eng verbunden mit ihrer Sprache) und nicht anhand der Hautfarbe. Der Einzelne wäre Aschanti, Igbo, Bakongo oder Wolof. Doch als Afrikaner nach Amerika gebracht wurden, wurden sie aus Angst vor Aufständen dazu gezwungen ihre ethnischen Verbindungen aufzugeben. Daraus resultierend vermischten sich Afrikaner mit Afrikanern anderer ethnischer Gruppen. Dies ist wesentlich, da die Afrikaner aus einer weitläufigen geographischen Region kamen, die sich entlang der westafrikanischen Küste von Senegal bis Angola erstreckt. Vereinzelt kamen sie auch von der Ostküste, wie zum Beispiel aus Mosambik. Eine neue Identität und Kultur, die Elemente aller verschiedener Ethnien und europäischer Kultur beinhaltete, war geboren. Hieraus entstanden unter anderem afroamerikanische Kirchen und ein spezielles afroamerikanisches Englisch. Diese neue Identität basierte nun auf Hautfarbe und afrikanischer Abstammung anstatt auf ethnischer Zugehörigkeit.[2]

Im März 1807 erklärte das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland den atlantischen Sklavenhandel für illegal (nur den Sklavenhandel, nicht die Sklaverei selbst). Noch im gleichen Jahr folgten die Vereinigten Staaten mit einem entsprechenden Gesetz, welches am 1. Januar 1808 in Kraft trat (dem für den Kongress der Vereinigten Staaten frühest möglichem Datum nach Artikel I, Abschnitt 9 der Verfassung der Vereinigten Staaten.)

Zu diesem Zeitpunkt war die Mehrheit der Schwarzen in den Vereinigten Staaten geboren und der Begriff „Afrikaner“ wurde problematisch. Obwohl er ursprünglich ein Wort des Stolzes war, fürchteten viele Schwarze, dass sein weiterer Gebrauch ihren Kampf um volle Bürgerrechte behindern könnte. Außerdem befürchteten sie, dass er den Befürwortern einer Rücksiedlung der Schwarzen nach Afrika zusätzlichen Aufschwung geben könnte. Im Jahr 1835 riefen schwarze Wortführer die Schwarzen dazu auf, den Begriff „African“ („Afrikaner“/„afrikanisch“) aus den Namen ihrer Organisationen zu streichen und ihn durch „Negro“ oder „Colored American“ zu ersetzen. Einige wenige Institutionen entschieden sich jedoch dafür ihren alten Namen nicht zu ändern, wie beispielsweise die African Methodist Episcopal Church. „Negro“ und „Colored“ behielten bis Ende der 1960er Jahre ihre Popularität.[28]

Die Bezeichnung „Black“ („Schwarze“) war in kontinuierlichem, aber nicht häufigem Gebrauch, da sie eine gewisse Stigmatisierung transportierte. In seiner Rede „I Have a Dream“ von 1963 verwendete Martin Luther King, Jr. das Wort „Negro“ 15 Mal und „black“ vier Mal. Jedes Mal als er „schwarz“ benutzte stand es in parallelem Zusammenhang zu „weiß“ (zum Beispiel schwarze Menschen und weiße Menschen).[29] Mit dem Erfolg der Bürgerrechtsbewegung wurde ein neuer Begriff benötigt, um eine deutliche Trennlinie zur Vergangenheit zu schaffen und den Bezug zur legalen Diskriminierung abzulegen. An Stelle von „Negro“ wurde „Black“ als Synonym für Stolz, Wehrhaftigkeit und Kraft beworben. Einige dieser Wendepunkte waren der Gebrauch des Begriffs Black Power durch Stokely Carmichael und die Veröffentlichung von James Browns Song „Say It Loud – I’m Black and I’m Proud“.

Jesse Jackson drängte die Amerikaner 1988 zur Verwendung der Bezeichnung „African American“, da diese eine historische kulturelle Basis hat. Seitdem haben die Worte „Afroamerikaner“ und „Schwarze“ einen im Wesentlichen gleichwertigen Status. Es herrscht allerdings weiterhin eine Kontroverse darüber, welcher Begriff angemessener ist. Autoren wie Maulana Karenga und Owen Alik Shahadah argumentieren dass Afroamerikaner passender ist, da es genau den geografischen und historischen Ursprung artikuliert.[2] Andere argumentierten, dass „Schwarze“ der bessere Begriff sei, da „Afrikaner“ Fremdheit suggeriere, ungeachtet der langen Geschichte von Schwarzen in den Vereinigten Staaten.[30] Dennoch glauben andere wiederum, dass der Begriff "Schwarze" ungenau sei, da Afroamerikaner eine Vielzahl unterschiedlicher Hauttöne haben. Umfragen ergaben, dass die Mehrheit der schwarzen Amerikaner sich weder als "Afroamerikaner" noch „Schwarze“ bezeichnen,[31] obwohl sie auch zeigen, dass eine leichte Präferenz von "Black" im persönlichen Bereich vorherrscht, während African American im öffentlichen oder formalen Gebrauch bevorzugt wird.[32] Die Angemessenheit des Begriffs "African American" ist weiterhin wegen steigender Einwanderungszahlen aus Afrika, der Karibik und Lateinamerika umstritten. Die in jüngerer Zeit eingewanderten Afrikaner sehen sich manchmal selbst als kulturell verschieden von den einheimischen Nachfahren der afrikanischen Sklaven und werden auch von anderen so gesehen.[33]

Das United States Census Bureau betrachtet in seiner Definition von Race „Schwarze“ als Personen mit Wurzeln in einer der schwarzen Bevölkerungsgruppen von Afrika. Eingeschlossen sind Personen die angeben sie seien „Black“, „African American“, „Negro“, „Kenianer“, „Nigerianer“ oder „Haitianer“. Allerdings weist das Census Bureau darauf hin, dass diese Klassifizierungen sozio-politische Konstrukte sind und nicht als wissenschaftlich oder anthropologisch betrachtet werden sollten.[34]

Eine beachtliche Anzahl der sich als „Schwarze“ identifizierenden US-Bevölkerung haben indianische oder europäische Vorfahren. So haben genetische Studien gezeigt, dass Afroamerikaner durchschnittlich zu 17–18 % europäischer Herkunft sind.[35]

One-drop rule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich wurde in den Vereinigten Staaten der umgangssprachliche Ausdruck one-drop rule verwendet, um eine schwarze Person als jede Person mit bekannten afrikanischen Vorfahren zu definieren.[36] Ungeachtet des äußeren Erscheinungsbildes galten jene Personen als schwarz, denen ein afrikanischer (schwarzer) Vorfahre nachgewiesen werden konnte. Rechtlich variierte die Definition jedoch von Bundesstaat zu Bundesstaat. Thomas Jefferson besaß Sklaven, welche zugleich im rechtlichen Sinne „weiß“ (weniger als 25 % schwarz) und Sklaven (Mutter war Sklavin) waren. Außerhalb der USA übernahmen einige Staaten diese Praxis, aber die Definition, wer schwarz ist und das Ausmaß bis zu welchem die one-drop rule verfolgt wurde, variierten.

Die one-drop rule entstand möglicherweise als Mittel zur Anhebung der Anzahl schwarzer Sklaven[37] und wurde beibehalten als Versuch die Vermischung mit den Weißen zu verhindern.[38] Ein Resultat der one-drop rule war die Festigung der afroamerikanischen Gemeinschaft und die Erhaltung einer afrikanischen Identität.[36] Einige der prominentesten Bürgerrechtler hatten sowohl europäische als auch afrikanische Vorfahren und plädierten für die Gleichheit aller Menschen. Durch die Erfolge der Antidiskriminierungs- und Bürgerrechtsbewegung verlor die one-drop rule seit den späten 1960er Jahren an Bedeutung.

US-Präsident Barack Obama identifiziert sich selbst gleichermaßen als schwarz und als Afroamerikaner.[39] Laut einer unter den Wählern durchgeführten Umfrage vom 1. und 2. November 2006 bezeichneten ihn 55 % der Weißen und 61 % der Hispanics als „Mischling“ anstatt als Schwarzer, nachdem sie darauf hingewiesen wurden, dass seine Mutter Weiße ist. Dahingegen bezeichneten 66 % der schwarzen Wähler Obama als schwarz.[40] Eine weitere Umfrage des gleichen Instituts ergab, dass 42 % der afroamerikanischen Wähler Tiger Woods als Schwarzen beschrieben, wohingegen dies nur 7 % der weißen Wähler taten.[41]

Blackness[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Barack Obama

Barack Obama, der erste schwarze Präsident der Vereinigten Staaten, wurde während des Wahlkampfes von verschiedenen Seiten als „zu schwarz“ oder im Gegenteil als „nicht schwarz genug“ kritisiert.[42][43][44]

Das Konzept der Blackness (dt. etwa „Schwärze“ oder „Schwarzsein“) in den Vereinigten Staaten wird beschrieben als der Grad, bis zu dem eine Person sich selbst mit dem Mainstream der afroamerikanischen Kultur und afroamerikanischen Werten verbunden fühlt. Bis zu einem gewissen Maß betrifft dieses Konzept nicht so sehr Hautfarbe oder -typ, sondern mehr Kultur und Verhalten. Der Kontrast zu Blackness ist acting white, wobei hier explizit schwarze Amerikaner gemeint sind, die sich in ihrem Verhalten stereotypischer Eigenschaften weißer Amerikaner bedienen. Dies gilt besonders hinsichtlich Mode, Dialekt und Musik­geschmack,[45] sowie auch, zumindest aus Sicht zahlreicher schwarzer Jugendlicher, akademischer Bildungserfolge.[46]

Der Begriff der Blackness kann auch auf nicht schwarze Menschen ausgeweitet werden. Toni Morrison beschrieb Bill Clinton einmal als den ersten schwarzen Präsidenten der USA,[47] wegen seiner engen Kontakte zu Afroamerikanern, seinem Aufwachsen in Armut und weil er Jazzmusiker ist. Einige schwarze Aktivisten fühlten sich dadurch beleidigt und behaupteten, Clinton habe seine Kenntnisse der afroamerikanischen Kultur angewandt, um wie kein anderer Präsident zuvor[48] die Schwarzen für politischen Profit auszunutzen und nicht dazu, schwarzen Interessen zu dienen. Sie verweisen auf sein fehlendes Handeln während des Völkermordes in Ruanda[49] und seine Sozialhilfereform, die zur größten Kinderarmut seit den 1960er Jahren geführt habe, [50] sowie die Tatsache, dass sich die Anzahl schwarzer Gefängnisinsassen während seiner Amtszeit erhöhte.[51]

Die Frage der Blackness kam auch im Zuge der Präsidentschaftswahl 2008 des Demokraten Barack Obama auf. Kommentatoren, beispielsweise in der Time, stellten die Frage, ob Obama, der zum ersten schwarzen Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde, schwarz genug sei, da seine Mutter weiße Amerikanerin und sein Vater schwarzer kenianischer Immigrant waren.[42][44] Obama bezeichnet sich selbst gleichermaßen als schwarz und als Afroamerikaner.[39]

Brasilien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Afrobrasilianische Frauen während einer Candomblé-Zeremonie.
Hauptartikel: Afrobrasilianer

Das Thema der Ethnien in Brasilien ist komplex und divers. Ein brasilianisches Kind wurde niemals automatisch mit der ethnischen Herkunft eines oder beider Elternteile identifiziert, noch gab es nur zwei Kategorien, aus denen ausgewählt werden konnte. Zwischen einem rein schwarzen und einem sehr hellen Mulatten könnten über ein Dutzend ethnische Kategorien erkannt werden, in Einklang mit den Kombinationen aus Haarfarbe, Haarstruktur, Augenfarbe und Hautfarbe. Diese Typen gehen ineinander über wie die Farben des Farbspektrums und keine einzelne Kategorie steht besonders isoliert gegenüber den anderen. Das heißt ethnische Zuordnung nach Aussehen, nicht nach Vererbung.[52]

Unter den Wissenschaftlern herrscht eine gewisse Uneinigkeit über den Effekt des sozialen Status auf die ethnischen Klassifikationen in Brasilien. Es wird generell angenommen, dass sozialer Aufstieg und Bildung zu einer Neueinstufung von Personen in hellhäutigere Kategorien führt. Eine beliebte These ist, dass in Brasilien arme Weiße als schwarz betrachtet werden, während wohlhabende Schwarze als weiß gelten. Einige Wissenschaftler lehnen dies ab und argumentieren, dass das "Weiß-werden" des sozialen Status für Menschen gemischter Herkunft möglich sein kann, eine schwarze Person allerdings ungeachtet von Wohlstand und sozialem Status typischerweise durchgängig als schwarz angesehen werden wird.[53][54]

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Demografie Brasiliens
Jahr Weiß Pardo Schwarz
1835 24,4% 18,2% 51,4%
2000 53,7% 38,5% 6,2%

Vom Jahr 1500 bis zum Jahr 1850 wurden schätzungsweise 3,5 Millionen Sub-Sahara-Afrikaner zwangsweise nach Brasilien verschifft.[53] Circa 80 Millionen Brasilianer, fast die Hälfte der Bevölkerung, sind zumindest teilweise Nachkommen dieser Afrikaner. Brasilien ist das Land mit den meisten Einwohnern afrikanischer Abstammung außerhalb Afrikas. Im Gegensatz zu den USA bestanden in Brasilien keine Gesetze zur Rassentrennung oder zum Verbot der Mischehe und als Resultat haben Mischehen den Großteil der brasilianischen Bevölkerung beeinflusst. Selbst die Mehrheit der weißen Bevölkerung hat entweder afrikanische oder indianische Wurzeln. Laut der letzten Volkszählung bezeichneten sich 54 % als weiß, 6,2 % als schwarz und 39,5 % als pardo (eine weit gefasste Mischlingskategorie; portugiesisch für "braun").[55]

Eine Philosophie des Whitening (Aufhellen) entstand im Brasilien des 19. Jahrhunderts. Bis vor kurzem führte die Regierung keine Statistik über die ethnische Herkunft. Dennoch schätzen Statistiker, dass im Jahr 1835 die Hälfte der Bevölkerung schwarz, ein Fünftel pardo und ein Viertel weiß war. Zum Jahr 2000 war die schwarze Bevölkerung auf 6,2 % gesunken und die Pardo waren auf 40 % gestiegen und die Weißen auf 55 %. Im Wesentlichen wurde der Großteil der schwarzen Bevölkerung durch Mischehen in die multiethnische Gruppe absorbiert.[52] Einer jüngeren Studie zufolge haben mindestens 29 % der weißen Mittelschicht eine afrikanische Abstammung.[56]

Ethnienverhältnis in Brasilien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der Ideologie der Mischehe wurde es in Brasilien vermieden, die Gesellschaft auf Schwarz und Weiß zu polarisieren. Bittere und manchmal gewaltsame Rassenspannungen wie innerhalb der USA sind in Brasilien bemerkenswerterweise kaum vorhanden. Dennoch herrscht in mancherlei Hinsicht ein kritisches Verhältnis. Brasilien hat einen der größten Unterschiede in der Einkommensverteilung in der Welt. Die reichsten 10 % der Bevölkerung verdienen 28-mal so viel wie der Durchschnitt der unteren 40 %. Die reichsten 10 % sind fast ausschließlich weiß. Ein Drittel der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze, wobei Schwarze und „Mischlinge“ 70 % der Armen ausmachen.[57]

In den USA verdienen Schwarze etwa 75 % dessen, was weiße Menschen verdienen. In Brasilien verdienen Nicht-Weiße weniger als 50 % dessen, was Weiße verdienen. Manche behaupten, dass Brasilien praktisch die one drop rule anwende, sofern sozioökonomische Faktoren betroffen sind. Dies kommt daher, dass die Lücke zwischen dem Einkommen von Schwarzen und Nicht-Weißen relativ gering ist im Vergleich zu der großen Lücke zwischen Weißen und Nicht-Weißen. Andere Faktoren wie Analphabetismus und Bildungsniveau zeigen die gleichen Muster auf.[58] Anders als in den USA, wo die Afroamerikaner durch den Kampf um die Bürgerrechte geeint wurden, hat die Philosophie des whitening in Brasilien dazu geholfen, Schwarze von anderen Nicht-Weißen zu trennen und verhinderte eine aktivere Bürgerrechtsbewegung.

Obwohl Afrobrasilianer die Hälfte der Bevölkerung stellen, gibt es nur wenige schwarze Politiker. Die Stadt Salvador da Bahia ist zu 80 % afro-brasilianisch, hatte aber noch niemals einen schwarzen Bürgermeister. Kritiker verweisen darauf, dass US-Städte mit schwarzer Bevölkerungsmehrheit, wie etwa Detroit und New Orleans, nie mehr weiße Bürgermeister hatten, seit in den 1970ern die ersten schwarzen Bürgermeister gewählt wurden.[59]

Nicht-Weiße Menschen haben außerdem eine eingeschränkte Medienpräsenz. Die lateinamerikanischen Medien, besonders die brasilianischen Medien, wurden beschuldigt, ihre schwarze und indianische Bevölkerung zu verstecken. Beispielsweise gelten Telenovelas oder Soaps als Tummelplatz von weißen, meist blonden und blau/grün-äugigen Schauspielern, die Skandinaviern oder anderen Nordeuropäern mehr ähneln als den weißen Brasilianern, welche hauptsächlich südeuropäischer Abstammung sind.[60][61][62]

Diese Muster der Diskriminierung haben einige zu Fürsprechern der Nutzung des portugiesischen Wortes negro gemacht, um alle Nicht-Weißen zu umfassen und so ein schwarzes Bewusstsein und Identität zu erneuern, ein Prinzip basierend auf afrikanischer Herkunft.[63]

In Asien und Australasien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Türkei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beginnend vor mehreren Jahrhunderten wurden Schwarzafrikaner von Sklavenhändlern während des Osmanischen Reiches auf Plantagen zwischen Antalya und dem Istanbul der heutigen Türkei verbracht.[64] Einige ihrer Nachfahren leben weiterhin gemeinsam mit der übrigen Bevölkerung in diesen Gebieten, viele migrierten jedoch in größere Städte. Einige stammen von der Insel Kreta und gelangten 1923 durch den Bevölkerungsaustausch nach dem Griechisch-Türkischen Krieg auf das türkische Festland.[65]

Israel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Äthiopisch-Israelischer Soldat der Israelischen Streitkräfte.

In Israel leben etwa 150.000 Schwarze - knapp über 2 % Anteil an der Gesamtbevölkerung -, wobei circa 120.000 Äthiopische Juden die Mehrheit stellen.[66] Die meisten von ihnen kamen während der 1980er und 1990er Jahre.[67] Mehr als 16.000 afrikanische Flüchtlinge kamen in den letzten Jahren als Asylbewerber in das Land.[68] Eine kleinere aber wichtige Gruppe sind die Schwarzen Juden von Kerala, viele von ihnen siedelten in Moschaws im Süden der Negev-Wüste.[69] Weiterhin beheimatet Israel über 5000 Mitglieder der African Hebrew Israelite Nation of Jerusalem (eine religiöse/ethnische Gruppe) welche meist gemeinschaftlich in einem Teil der Stadt Dimona in der Negev-Wüste wohnen. Eine unbekannte Zahl von zum Judentum konvertierten Schwarzen lebt ebenfalls in Israel. Die Mehrheit von ihnen stammt ursprünglich aus dem Vereinigten Königreich, Kanada und den Vereinigten Staaten. Ebenso leben tausende Mischlinge mit nicht-schwarzen jüdischen Verwandten in Israel.

China[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Guangzhou existierte eine Kolonie arabischer Händler, die mit Sklaven aus Afrika versorgt wurde. Serge Bilé zitiert einen Text des 12. Jahrhunderts, der berichtet, dass die meisten wohlhabenden Familien in Guangzhou schwarze Sklaven besaßen, die sie aufgrund ihrer physischen Erscheinung als Wilde und Dämonen betrachteten.[70] In Macau hatte jede portugiesische Familie durchschnittlich fünf bis sechs männliche schwarze Sklaven (nicht mitgerechnet deren Frauen und Kinder). Viele Sklaven flüchteten vor ihren Herren in Macao und kamen nach China, schrieb Matteo Ricci, und verpflichteten sich selbst zum Dienst bei lokalen chinesischen militärischen Anführern.[71] Zheng Zhilong und sein Sohn Koxinga hatten im 16./17. Jahrhundert die "black guard", die sich hauptsächlich aus schwarzen Afrikanern, die ehemalige portugiesische Sklaven waren, zusammensetzte.[72]

Laut einem Bericht der Zeitung Guangzhou Daily leben gegenwärtig etwa 100.000 Afrikaner in Guangzhou; eine Zahl, die dem Artikel zufolge seit 2003 jährlich um 30 bis 40 % anstieg.[73][74]

1876: Ein einheimisches Paar der Groß-Andamaner von den Andamanen
Ein junges Mädchen vom Volk der Bonda auf dem Weg zum Markt in Indien

Indien und Südostasien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Groß-Andamaner sind eine von fünf einheimischen schwarzen ethnischen Gruppen der Andamanen, die als Andamaner zusammengefasst und als Adivasi (Stammesvölker Indiens, wörtlich Ureinwohner) eingestuft werden. Sie gehören zu den ersten Bewohnern des heutigen Indiens und sind in ihrer Existenz bedroht.[75] Die anderen vier Gruppen sind Jangil, Jarawa, Onge und Sentinelesen. Eine andere isolierte Bevölkerung stellen die Veddas auf Sri Lanka dar.

In Südindien leben ebenfalls verschiedene Gruppen schwarzafrikanischen Ursprungs, wie die Siddi, insbesondere die Siddi von Karnataka, welche von ostafrikanischen Sklaven abstammen. Andere ethnische Gruppen mit dunkler Haut in Indien sind die Bonda, Gond, Bhil und Konda.[76]

Die Cochin-Juden, deren Ursprünge in Indien zweitausend bis dreitausend Jahre zurückdatieren, scheinen identisch mit der umgebenden Bevölkerung der Tamilen zu sein. Für Jahrhunderte sahen sie sich dem Rassismus der benachbarten weißen Juden gegenüber, die sie aus der Paradesi-Synagoge ausschlossen. Diese Apartheid-ähnliche Situation besserte sich erst im zwanzigsten Jahrhundert mit dem Aufstieg des „jüdischen Gandhi“, eines örtlichen Anwalts namens Abraham Barak Salem. Die meisten der Cochin-Juden emigrierten nach Israel, wo ihre ethnische Herkunft sie hervorhebt und in einigen Fällen rassistische Kommentare auf sie zieht.[77]

Melanesien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Frau der Ati auf den Philippinen. Die Negritos waren die ersten Bewohner Südostasiens.
Ein Fidschianer Anfang des 20. Jahrhunderts
Ein einheimischer Junge aus Vanuatu.[78]

Es gibt zahlreiche Gruppen von dunkelhäutigen Menschen die in verschiedenen Teilen Asiens, Australiens und Ozeaniens leben und die manchmal als Schwarze bezeichnet werden. Diese umfassen die Aborigines und die Melanesier (nun geteilt in austronesisch-sprachige Bevölkerungen, Papua und andere Gruppen aus Neuguinea), die Semang der Malaien-Halbinsel, die Aeta aus Luzon, sowie die Ati aus Panay.[79] Einheimische Fidschianer und verschiedene indigene Völker sind manchmal zusammenfassend als Negritos bekannt.

Aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes (Phänotyp) ähneln solche Völker schwarzen Afrikanern durch dunkle Haut und manchmal dicht gewickeltem Haar. Es gab Vermutungen über einen schwarzafrikanischen Ursprung. Im Fall der Groß-Andamaner ergab eine vom National Center for Biotechnology Information durchgeführte Studie allerdings, dass die Andamaner engere genetische Verbindungen zu anderen südostasiatischen Völkern aufwiesen als zur schwarzafrikanischen Bevölkerung.[80]

In Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinigtes Königreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut dem Office for National Statistics lebten zur Volkszählung 2001 über eine Million schwarze Menschen im Vereinigten Königreich. Ein Prozent der Bevölkerung beschrieb sich selbst als Black Caribbean, 0,8 Prozent als Black African und 0,2 Prozent als Black other.[81] Das Vereinigte Königreich förderte nach dem Zweiten Weltkrieg die Einwanderung von Arbeitern aus der Karibik. Die erste symbolische Einwanderungswelle erreichte mit der MV Empire Windrush die britischen Inseln. Der amtliche Oberbegriff ist black and minority ethnic (BME), jedoch wird der Begriff ‚black‘ manchmal eigenständig verwendet um eine vereinte Opposition gegen Rassismus auszudrücken, etwa in der Namensgebung der Southall Black Sisters, einer Londoner Menschenrechtsorganisation, die hauptsächlich von Briten asiatischer Herkunft gegründet worden war.

Frankreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung Frankreichs setzt sich aus zahlreichen Ethnien zusammen, darunter sind 2,5 bis 5 Millionen schwarze Menschen.[82] Die meisten von ihnen sind Einwanderer oder deren Nachkommen aus den afrikanischen und karibischen Kolonien Frankreichs. Amtliche Zahlen gibt es nicht, weil bei Volkszählungen nicht nach ethnischen oder religiösen Kategorien gefragt wird. Die Einwanderung Dunkelhäutiger ins Mutterland hat eine lange Vorgeschichte. Die Bewohner der vieilles colonies in der Karibik sowie der Quatre Communes im Senegal hatten seit 1848 das französische Bürgerrecht und entsandten Abgeordnete in die Nationalversammlung, etwa Blaise Diagne. Unter den Vorfahren des berühmten Schriftstellers Alexandre Dumas befand sich eine schwarze Sklavin aus Haiti, weswegen er oft rassistisch beleidigt wurde. In der Zwischenkriegszeit und besonders nachdem alle Bewohner der Kolonien 1946 das Wahlrecht erhalten hatten, gab es in französischen Regierungen oft schwarze Minister.

Die massenhafte Einwanderung von Schwarzafrikanern in das französische Mutterland begann nach der Dekolonisierung in den 1960er Jahren. Die Mehrheit der schwarzen Franzosen lebt in der Hauptstadtregion Île-de-France und im Großraum Marseille. Kritiker verweisen auf die ethnische Segregation der Bevölkerung: In den banlieues der Großstädte, rund um Paris vor allem in den Départements Val d'Oise und Seine-Saint-Denis, leben afrikanische und maghrebinische Einwanderer oft unter sehr schlechten Bedingungen und sind überdurchschnittlich häufig von Arbeitslosigkeit, Kriminalität und Drogenkonsum betroffen (Näheres siehe im Artikel banlieue). Einwanderer aus den Überseegebieten (Antillen oder Französisch-Guyana) sind dabei tendenziell besser integriert als Einwanderer aus Schwarzafrika, da sie durch die gleiche Sprache, religiöse und kulturelle Tradition näher mit dem französischen Mutterland verbunden sind.

Gesellschaftlich hervorgetreten sind Schwarze etwa als Musiker (vor allem im französischen Hip-Hop) oder Sportler (Yannick Noah, Tony Parker). Die französische Fußballnationalmannschaft, die bei der Weltmeisterschaft 1998 im eigenen Land den Titel gewann, umfasste drei schwarze Spieler, im Team der Vizeweltmeister von 2006 fanden sich sogar sieben. Diese Mannschaft wurde équipe black-blanc-beur genannt, wobei beur die arabischstämmigen und black die schwarzen Franzosen bezeichnet. Die Eigenbezeichnung Black wurde dabei als Ersatz für das französische noir aus der Bürgerrechtsbewegung der USA übernommen. Black-blanc-beur wurde so zum Symbol einer erfolgreichen multikulturellen französischen Gesellschaft, einer Vision, die in den nächsten Jahren durch Integrationsprobleme und Rassismus wieder verdunkelt wurde.

In den Medien sind in den letzten Jahren, im Rahmen der Bemühungen, die diversité culturelle des Landes besser zu repräsentieren, vermehrt Menschen schwarzer Hautfarbe zu sehen. Schwarze Politiker sind, außer in den Überseedépartements, selten. Nicolas Sarkozy ernannte 2005 mit Rama Yade die erste schwarze Ministerin seit dem Ende des Kolonialreiches, seit 2011 amtiert Christiane Taubira als Justizministerin.

Italien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Italien, jahrhundertelang eher ein Auswanderungsland, erlebte in den letzten Jahren eine verstärkte Einwanderung aus den Ländern südlich des Mittelmeeres. Daher hat das Land heute eine multiethnische Bevölkerung mit schätzungsweise 755.000 bis 1,6 Millionen schwarzer Einwohner. Afrikanische Einwanderer haben oft mit Rassismus zu kämpfen und arbeiten in schlecht bezahlten Beschäftigungsverhältnissen. Gesellschaftlichen Aufstieg und Bekanntheit erreichten bislang nur wenige, darunter der Fußballer Mario Balotelli.

Balkan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Hafenstadt Ulcinj in Montenegro gab es im Osmanischen Reich bis 1878 eine große schwarze Gemeinde – als Folge des Sklavenhandels und der Kaperei.[83] Die Osmanische Armee zählte tausende schwarzafrikanische Soldaten in ihren Reihen. Die während des Venezianisch-Österreichischen Türkenkrieges auf die Balkanhalbinsel entsandte Armee bestand unter anderem aus 24.000 Männern aus Afrika.[84]

Osteuropa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ivan Gannibal, Großvater von Alexander Pushkin Nationaldichter Russlands, Sohn des Abraham Petrowitsch Hannibal.
Abraham Petrowitsch Hannibal, russischer General und Patenkind Peters des Großen.

Als die meisten afrikanischen Staaten in den 1960er Jahren ihre Unabhängigkeit erlangten, bot die Sowjetunion Studienplätze für Afrikaner an. In über 40 Jahren kamen 400.000 afrikanische Studenten, von denen sich ein großer Teil dort niederließ.[85] Diese Entwicklung erstreckte sich über die Sowjetunion hinaus auf viele Staaten des Ostblocks.

Russland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Russland werden ‚Schwarze‘ kulturell klassifiziert als Menschengruppen, die sich ethnisch von den Russen unterscheiden und tendenziell dunkelhäutiger sind. Diese werden abwertend als ‚Schwarze‘ (chernye) bezeichnet und erfahren eine gewisse soziale Ausgrenzung, darunter Roma, Georgier und Tataren.[86] Viele als ‚Schwarze‘ Bezeichnete stammen aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion, hauptsächlich aus dem Kaukasus – wie Tschetschenen.[87] Obwohl das englische Wort Caucasian (dt. ‚Kaukasier‘) im amerikanischen Englisch für ‚weiße Menschen‘ steht, bezieht es sich in der russischen Sprache – und den meisten anderen Varianten der englischen Sprache – nur auf den Kaukasus und nicht generell auf Europäer oder europäischstämmige Menschen.

Debatten über Rasse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hamitische Rasse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Hamitentheorie und Habescha

Laut einigen Historikern war die Geschichte des Fluches über Ham bei Genesis 9, in welcher Noah die Nachkommen seines Sohnes Ham zur Knechtschaft verflucht, ein bahnbrechendes Ereignis für die Definition von schwarzen Menschen, da die Geschichte über Generationen an jüdische, christliche und islamische Gelehrte weitergegeben wurde.[88] Kolumnistin Felicia R. Lee zufolge wurde Ham weithin als schwarz dargestellt. Schwarz sein, Knechtschaft und die Idee einer rassischen Hierarchie waren untrennbar miteinander verbunden.[89] Einige Menschen glauben, dass die traditionelle Einteilung der Menschheit in drei große Rassen teilweise auf die Geschichten über Noahs drei Söhne zurückgeht, welche die Erde nach der Sintflut wieder bevölkerten und so zum Aufstieg der drei getrennten Rassen führten.[90]

Die biblische Textstelle, die von den Söhnen Noahs handelt (1. Buch Mose 9:20-27), enthält jedoch keinen Bezug auf Rassen. Der vermeintliche Fluch über Ham liegt nicht auf Ham, sondern auf Kanaan, einem der Söhne Hams. Er bezieht sich somit nicht auf die Rasse, sondern auf die Geografie. Die Kanaaniter, gewöhnlich mit der Levante-Region (Palästina, Libanon etc.) assoziiert, wurden nach der biblischen Erzählung von den Hebräern unterjocht, nachdem diese die Knechtschaft in Ägypten hinter sich gelassen hatten.[91][92] Weder die angebliche Minderwertigkeit der hamitischen Nachkommen noch der Ursprung der drei Rassen in Noahs Söhnen sind von der biblischen Erzählung gestützt. Sem scheint beispielsweise keinen rassischen, sondern einen linguistischen Bezug zu haben. Kurzgefasst definiert die Bibel keine schwarzen Menschen oder ordnet sie rassischen Hierarchien zu.[92]

Historiker meinen, dass der Glaube, dass schwarze Menschen von Ham abstammten, bis ins 19. Jahrhundert von den Weißen der Südstaaten genutzt wurde, um die Sklaverei zu rechtfertigen.[93] Laut Benjamin Braude, Geschichtsprofessor am Boston College, war der Fluch über Ham aus Genesis 9:18-27 im Europa und Amerika des 18. und 19. Jahrhunderts der grundlegende Mythos für die kollektive Erniedrigung, üblicherweise begründet als Gottes Wille zur Verurteilung von Generationen von dunkelhäutigen Menschen aus Afrika zur Sklaverei.[94][93]

Autor David M. Goldenberg argumentiert, dass die Bibel kein rassistisches Werk ist. Laut Goldenberg kommen solche rassistischen Interpretationen von post-biblischen Autoren der Antike wie Philon von Alexandria und Origenes, die das Schwarz sein mit Dunkelheit der Seele gleichsetzten.[95]

Im Afrozentrismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeichnung von 1820 eines Pfortenbuch-Freskos am Grab von Sethos I. Dargestellt sind (von links): Libyer, Nubier, Vorderasiate, Ägypter.

Eine Kontroverse über Hautfarbe und ethnischen Ursprung der Alten Ägypter wurde als Teil der Afrozentrismus-Debatte entfacht.[96] Afrozentristische Wissenschaftler wie Cheikh Anta Diop behaupten, dass das Alte Ägypten eine hauptsächlich „schwarze Zivilisation“ war. Eine für dieses Argument zitierte Quelle ist Herodot, der um 450 v. Chr. schrieb, Kolcher und Ägypter seien „dunkelhäutig und haben wolliges Haar, was für sich genommen noch nichts aussagt, denn es gibt andere Rassen, die so sind, aber […] Kolcher, Ägypter und Äthiopier sind die einzigen, die von Anfang an die Zirkumzision praktizieren“.[97] Dagegen äußert Frank M. Snowden, Jr., Professor für Alte Geschichte, Bedenken gegenüber dem Vertrauen auf Beschreibungen antiker Autoren von physischen Merkmalen anderer antiker Völker, da ihre Begrifflichkeit andere Bedeutungen gegenüber dem heutigen westlichen Sprachgebrauch habe. Er führt auch an, dass andere antike Autoren deutlich zwischen Ägyptern und Äthiopiern unterschieden.[98]

In dem Artikel „The Geographical Origins and Population Relationships of Early Ancient Egyptians“ behandelten Keita und Boyce 1996 diese Thematik. Als Anthropologen verweisen sie auf die Gefahren des Heranziehens antiker Interpretationen zur Aufklärung der biologischen Zusammensetzung einer Bevölkerung. In jedem Fall behaupten sie, die relevanten Daten deuteten auf eine größere Ähnlichkeit zwischen Ägyptern und Äthiopiern hin als zwischen dieser Gruppe und den antiken Griechen.[99]

Antike Ägypter werden in den modernen Medien oftmals als Kaukasier dargestellt und viele Menschen, besonders Afrozentristen, haben dies kritisiert.[100] Ägyptologen zufolge war das antike Ägypten eine multikulturelle Gesellschaft mit Einflüssen aus dem Nahen Osten, Nordostafrika und der Sahara.[96][101] Anthropologische und archäologische Beweise zeigen, dass ein africoides Element im antiken Ägypten offensichtlich war,[102] welches während der Ersten Dynastie in Abydos vorherrschte.[103][104]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lansana Keita: Race, Identity and Africanity: A Reply to Eboussi Boulaga. In: Council for the Development of Social Science Research in Africa (Hrsg.): CODESRIA Bulletin. 1 & 2, 2004, S. 16.
  2. a b c Owen ’Alik Shahadah: Linguistics for a new African reality. Abgerufen am 11. Februar 2011.
  3. Richburg Keith B.: Out of America: A Black Man Confronts Africa. Harvest/HBJ Book, Reprint edition (July 1, 1998), ISBN 0-15-600583-2.
  4. Population Registration Act, Act No 30 of 1950. auf www.www.disa.ukzn.ac.za (PDF; 1,5 MB)
  5. Clare Nullis: Township tourism booming in South Africa, The Associated Press. 
  6. Jonathan Clayton: We agree that you are black, South African court tells Chinese., The Times vom 19. Juni 2008
  7. Max du Preez: Coloureds - the most authentic SA citizens, The Star. 13. April 2006. 
  8. Mauritania: Fair elections haunted by racial imbalance
  9. Remembering East African slave raids
  10. The Unknown Slavery: In the Muslim world, that is – and it's not over
  11. Welcome to Encyclopædia Britannica's Guide to Black History
  12. Lewis. Race and Slavery in the Middle East. Oxford Univ Press 1994.
  13. ʿAbīd al-Bukhārī (Moroccan military organization). Encyclopædia Britannica.
  14. "Slaves in Saudi". Naeem Mohaiemen. The Daily Star. July 27, 2004.
  15. The Afroasiatic Language Phylum: African in Origin, or Asian? Daniel F. Mc Call. (JSTOR)
  16. Lewis 1994, Ch.1
  17. M. Richards, C. Rengo, F. Cruciani, F. Gratrix, J. F. Wilson, R. Scozzari, V. Macaulay, A. Torroni: Extensive female-mediated gene flow from sub-Saharan Africa into near eastern Arab populations. In: American journal of human genetics. Band 72, Nummer 4, April 2003, S. 1058–1064, ISSN 0002-9297. doi:10.1086/374384. PMID 12629598. PMC 1180338 (freier Volltext).
  18. Anson Musselman: The Subtle Racism of Latin America. UCLA International Institute. Abgerufen am 11. Februar 2011.
  19. Louis Gosset Jr. Hollywood.com
  20. „I am not white but I am not exactly black either. My blackness is tending to reddish“. Anwar Sadat: Visionary Who Dared By Joseph Finklestone S. 5–7,31 ISBN 0-7146-3487-5
  21. African Union Summit
  22. Siehe Tahfeem ul Qur'an von Sayyid Abul Ala Maududi, Vol. 2 S. 112–113 Fußnote 44; Siehe auch Kommentare zu Versen: Vol. 3, notes 7–1, S. 241; 2000, Islamic Publications
  23. Tafsir ibn Kathir 4:24
  24. "Slavery in Arabia". "Owen 'Alik Shahadah". Abgerufen am 11. Februar 2011.
  25. John Hunwick: Arab Views of Black Africans and Slavery (PDF; 171 kB) Abgerufen am 11. Februar 2011.
  26. Theola Labbé, Omar Fekeiki: A Legacy Hidden in Plain Sight. In: Washington Post, 11. Januar 2004. Abgerufen am 29. Januar 2008. 
  27. "Community Outreach" Seminar on Planning Process for SANTIAGO +5, Global Afro-Latino and Caribbean Initiative, February 4, 2006
  28. African American Journeys to Africa S. 63–64
  29. Tom W. Smith: Changing Racial Labels: From "Colored" to "Negro" to "Black" to "African American" (PDF) In: Oxford University Press (Hrsg.): The Public Opinion Quarterly. 56, Nr. 4, Winter, 1992, S. 496–514. OCLC 192150485. doi:10.1086/269339.
  30. John H. McWhorter: Why I’m Black, Not African American. In: Los Angeles Times, 8. September 2004. Abgerufen am 26. September 2010. 
  31. Frank Newport: Black or African American?, Gallup. 28. September 2007. Abgerufen am 26. September 2010. 
  32. Pepper Miller, Kemp, Herb: What's Black About? Insights to Increase Your Share of a Changing African-American Market. Paramount Market Publishing, Inc, 2006, ISBN 0-9725290-9-8, OCLC 61694280.
  33. Rachel L. Swarns: 'African American' Becomes a Term for Debate. In: The New York Times, 29. August 2004. Abgerufen am 22. Juli 2008. 
  34. 2000 US Census basics (PDF; 649 kB)
  35. How White Are Blacks? How Black Are Whites? by Steve Sailer
  36. a b F. Davis James: Who is Black? One Nation's Definition. PBS. Abgerufen am 11. Februar 2011.
  37. Clarence Page, A Credit to His Races, The NewsHour with Jim Lehrer, May 1, 1997.
  38. Frank Sweet: Presenting the Triumph of the One-Drop Rule. In: The One-Drop Rule. Backintyme Essays. 1. April 2006. Abgerufen am 22. Juli 2008.
  39. a b Steve Kroft: A Transcript Excerpt Of Steve Kroft’s Interview With Sen. Obama, CBS News. 11. Februar 2007. Abgerufen am 22. Juli 2008. 
  40. Obama and 'one drop of non-white blood', BBS News. 13. April 2007. Abgerufen am 5. August 2009. 
  41. John Kennet White: Barack Obama and the Politics of Race. Abgerufen am 11. Februar 2011.
  42. a b Remarks of Senator Barack Obama: 'A More Perfect Union' (transcript) (pdf), BBC News. 18. März 2008, S. p2. Abgerufen am 27. Juni 2008.  „This is not to say that race has not been an issue in the campaign. At various stages in the campaign, some commentators have deemed me either „too black“ or „not black enough.“ We saw racial tensions bubble to the surface during the week before the South Carolina primary. The press has scoured every exit poll for the latest evidence of racial polarization, not just in terms of white and black, but black and brown as well.“  Siehe auch: video
  43. Lola Adesioye: Too black or not black enough, Obama just can't win. In: The Guardian, 27. Juni 2008. 
  44. a b Is Obama Black Enough?. In: Time, 1. Februar 2007. Abgerufen am 27. Juni 2008.  „Barack Obama's real problem isn't that he's too white — it's that he's too black.“ 
  45. Melissa Edler: Acting White. In: Kent State Magazine, Spring 2007. Abgerufen am 22. Juli 2008. 
  46. Ogbu, J. „Black American students in an affluent suburb: a study of academic disengagement“ Erlbaum Associates Press. Mahwah, NJ. 2003.
  47. Suzy Hansen: Blacks and Bill Clinton. In: Salon, 20. Februar 2002. Abgerufen am 22. Juli 2008. 
  48. Find Articles 404 File not found. @1@2Vorlage:Toter Link/findarticles.com (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven)
  49. Rory Carroll: US chose to ignore Rwandan genocide. In: The Guardian, 31. März 2004. Abgerufen am 22. Juli 2008. 
  50. Larry Roberts: Clinton's welfare reform has increased child poverty. World Socialist Web Site. 2. Juni 1999. Abgerufen am 22. Juli 2008.
  51. Kevin A. Gray: Soul Brother? Clinton and Black Americans. In: Counterpunch. 7. Dezember 2002. Abgerufen am 22. Juli 2008.
  52. a b Thomas E. Skidmore: Fact and Myth: Discovering a Racial Problem in Brazil. (PDF) In: Working Paper. 173, April 1992.
  53. a b Telles Edward E.: Race in Another America: The Significance of Skin Color in Brazil. Princeton University Press, 2004, ISBN 0-691-11866-3, S. 95–98.
  54. Edward E. Telles: Racial Ambiguity Among the Brazilian Population (PDF) In: California Center for Population Research (Hrsg.): Ethnic and Racial Studies. 25, 3. Mai 2002, S. 415–441. doi:10.1080/01419870252932133.
  55. CIA World Factbook: Brazil. Abgerufen am 11. Februar 2011.
  56. Sex-biased gene flow in African Americans but not in American Caucasians
  57. Melvin Kadiri Barrolle: African 'Americans' in Brazil. New America Media. Abgerufen am 5. August 2009.
  58. The Economics of Racism: People of African Descent in Brazil
  59. Charles Whitaker, "Blacks in Brazil: The Myth and the Reality (Memento vom 8. Juli 2012 im Webarchiv archive.is)," Ebony, February 1991
  60. Soap operas on Latin TV are lily white (Memento vom 26. April 2005 im Internet Archive)
  61. The Blond, Blue-Eyed Face of Spanish TV
  62. Skin tone consciousness in Asian and Latin American populations
  63. Brazil Separates Into a World of Black and White, Los Angeles Times, September 3, 2006
  64. Ayvalık’ın renkli derneği, abgerufen am 28. August 2008
  65. Turks with African ancestors want their existence to be felt, Today's Zaman, 11 May 2008, Sunday, abgerufen am 28. August 2008 (Memento vom 14. Mai 2008 im Internet Archive)
  66. The Ethiopian Population In Israel. Reuters. July 16, 2009.
  67. "Why Jews see racism in Israel". Csmonitor.com. September 1, 2009.
  68. Israel Struggles With African Refugee Dilemma. ABC News. August 12, 2009.
  69. The Last Jews of Kerala, Edna Fernandes. Chapter: "Roses in the Desert"
  70. Roland Oliver, Africa in the Iron Age: c.500 BC-1400 AD, (Cambridge University Press: 1975)
  71. The Memory Palace of Matteo Ricci (S. 192), Jonathan Spence
  72. Coxinga and the Fall of the Ming Dynasty, von Jonathan Clements (Sutton, 2005), S. 79–80
  73. China and Africa: Stronger Economic Ties Mean More Migration. By Malia Politzer. Migration Information Source. August 2008
  74. Guangzhou "Chocolate City": Africans Seek Their Dreams in China. 18-Dec-2008.
  75. Extinction threat for Andaman natives. BBC News. March 5, 2005.
  76. Dongria Kondha Survival International
  77. The Last Jews of Kerala, Edna Fernandes, Portobello Books 2008. Especially the chapters "Son of Salem" and "Segregation in the Synagogue".
  78. Naturally blonde blacks
  79. Chapter 6: The Negrito Race
  80. Kumarasamy Thangaraj, L Singh, AG Reddy, VR Rao, SC Sehgal, PA Underhill, M Pierson, IG Frame u. a.: Genetic Affinities of the Andaman Islanders, a Vanishing Human Population. (PDF) In: Current Biology. 13, Nr. 2, 21. Januar 2003, S. 86–93. OCLC 112009350. doi:10.1080/00438240600564987. PMID 12546781. Abgerufen am 5. August 2009.
  81. National Statistics Online (Memento vom 18. Juli 2007 im Internet Archive).
  82. Europe’s Minority Politicians in Short Supply. In: The Washington Post. 24. April 2005 (englisch); In officially colorblind France, blacks have a dream – and now a lobby. In: Christian Science Monitor, 12. Januar 2007 (englisch).
  83. Paul Hellander: Yugoslavia – Montenegro and Kosovo – The Next Conflict? In: Cyber-Adventures.com, 12. Januar 1997 (englisch); Mustafa Canka: Only Memories and Emptiness Remain: The History of Ulcinj’s Afro-Albanian Community in Montenegro. In: LeftEast, 30. September 2013 (englisch).
  84. Dieudonné Gnammankou: African Slave Trade in Russia. (Memento vom 22. Februar 2006 im Internet Archive) In: Doudou Diène (Hrsg.): La Channe et le lien. Editions UNESCO, Paris 1988, online 27. Juli 2005 (englisch).
  85. Film: Black Russians. In: MediaRights.org (englisch); Лили Голден и Лили Диксон. Телепроект "Черные русские": синопсис. Informationen zum Filmprojekt „Black Russians“ (russisch).
  86. Caroline Humphrey: The Unmaking of Soviet Life: Everyday Economies After Socialism. Cornell University Press, Ithaca NY, London 2002, S. 36 f.
  87. Lisa Taylor: Emergency—Explosion of State and Popular Racism follows Moscow Blasts. In: International Solidarity with Workers in Russia (ISWoR). 13 September 1999 (englisch).
  88. Bernard Lewis, Race and Slavery in the Middle East: An Historical Enquiry, (Oxford University Press, 1982), S. 28–117
  89. "Ham came to be widely portrayed as black; blackness, servitude and the idea of racial hierarchy became inextricably linked."
  90. The Descendants of Noah. Abgerufen am 11. Februar 2011.
  91. Donald B. Redford: Egypt, Canaan, and Israel in Ancient Times. Princeton University Press, 1993, ISBN 0-691-00086-7, S. 23–87.
  92. a b David M. Goldenberg: The Curse of Ham: Race and Slavery in Early Judaism, Christianity, and Islam. Princeton University Press, New Ed edition (July 18, 2005), ISBN 0-691-12370-5.
  93. a b Felicia R. Lee, Noah's Curse Is Slavery's Rationale, Racematters.org, November 1, 2003
  94. "in 18th- and 19th century Euro-America, Genesis 9:18–27 became the curse of Ham, a foundation myth for collective degradation, conventionally trotted out as God's reason for condemning generations of dark-skinned peoples from Africa to slavery."
  95. Goldenberg, D. M. (2005) The Curse of Ham: Race & Slavery in Early Judaism, Christian, Princeton University Press
  96. a b Building bridges to Afrocentrism
  97. „καὶ τοῦτο μὲν ἐς οὐδὲν ἀνήκει εἰσὶ γὰρ καὶ ἕτεροι τοιοῦτοι ἀλλὰ τοῖσιδε καὶ μᾶλλον, ὅτι μοῦνοι πάντων ἀνθρώπων Κόλχοι καὶ Αἰγύπτιοι καὶ Αἰθίοπες περιτάμνονται ἀπ᾽ ἀρχῆς τὰ αἰδοῖα“. Herodot, Historien 2, 104; vgl. Patrick T. English: Cushites, Colchians, and Khazars. In: Journal of Near Eastern Studies 18, 1 (1959), S. 49.
  98. Frank M. Snowden, Jr.: Mary R. Lefkowitz and Guy MacLean Rogers (eds.) (Hrsg.): Black Athena Revisited. University of North Carolina Press, Chapel Hill 1996, S. 113–14: „....the Afrocentrists are mistaken in assuming that the terms Afri (Africans) and various color adjectives for dark pigmentation as used by Greeks and Romans are always the classical equivalents of Negores or blacks in modern usage.... That the pigmentation of the Egyptians was seen as lighter than that of Ethiopians is also attested by the adjective subfusucli ("somewhat dark") which Ammianus Marcellinus (22.16.23) chose to describe the Egyptians....“
  99. Shomarka, A.J. Keita, Boyce: Theodore Celenko(ed) (Hrsg.): Egypt in Africa. Indianapolis Museum of Art, Chapel Hill 1996, S. 25–27: „…The descriptions and terms of ancient Greek writers have sometimes been used to comment on Egyptian origins. This is problematic since the ancient writers were not doing population biology. However, we can examine one issue. The Greeks called all groups south of Egypt "Ethiopians." Were the Egyptians more related to any of these "Ethiopians" than to the Greeks? As noted, cranial and limb studies have indicated greater similarity to Somalis, Kushites and Nubians, all "Ethiopians" in ancient Greek terms.…“
  100. The Identity Of Ancient (PDF) Abgerufen am 11. Februar 2011.
  101. Were the Ancient Egyptians black or white (PDF; 89 kB)
  102. The Nile Basil Davidson
  103. Studies and Comments on Ancient Egyptian Biological Relationships, by S.O.Y. Keita, History in Africa, 20: 129–154 (1993)
  104. S.O.Y. Keita: Further studies of crania from ancient northern Africa: an analysis of crania from First Dynasty Egyptian tombs. In: American Journal of Physical Anthropology. 87, Nr. 3, März 1992, S. 245–254. doi:10.1002/ajpa.1330870302. PMID 1562056.. „The predominant craniometric pattern in the Abydos [First Dynasty] royal tombs is "southern" (tropical African variant)… However, lower Egyptian, Maghrebian, and European patterns are observed also, thus making for great diversity... The centroid values of the various upper Egyptian series viewed collectively are seen to vary over time. The general trend from Badari to Nakada times, and then from the Nakadan to the First Dynasty epochs demonstrate change toward the northern-Egyptian centroid value on Function I with similar values on Function 11. This might represent an average change from an Africoid (Keita, 1990) to a northern-Egyptian-Maghreb modal pattern… This northern modal pattern, which can be called coastal northern African, is noted in general terms to be intermediate, by the centroid scores of Function I, to equatorial African and northern European phenotypes.“