Bornsee

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Bornsee
Künstliche Havelquelle
Künstliche Havelquelle
Geographische Lage Mecklenburg-Vorpommern, Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Abfluss Graben zum Trinnensee
Orte am Ufer Bornhof
Daten
Koordinaten 53° 28′ 29″ N, 12° 55′ 1″ OKoordinaten: 53° 28′ 29″ N, 12° 55′ 1″ O
Bornsee (Mecklenburg-Vorpommern)
Bornsee
Höhe über Meeresspiegel 65 m ü. NHN
Fläche 16 haf5
Länge 1,15 kmf6
Breite 240 mf7

Der Bornsee ist der eigentliche (historische) Quellsee der Havel.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daher leitet sich auch der Name des Sees ‚Born‘ (= Quelle) ab. Er liegt östlich der Müritz auf dem Gebiet der Gemeinde Ankershagen in Mecklenburg-Vorpommern und bildete bis in das 14. oder 15. Jahrhundert den Havelquellsee. Am Nordwestufer liegt die kleine Siedlung Bornhof. Das Gewässer ist Bestandteil des Müritz-Nationalparks, wobei der größte Teil des Westufers dessen Grenze darstellt. Der Bornsee speist sich aus Regen- und Schichtenwasser der direkten Umgebung. Er entwässert über eine Oberflächenverbindung in den Trinnensee. Der Trinnensee wiederum entwässert zum Mühlensee.

Ursprünglich floss das Havelquellwasser oberflächlich vom Südufer des Mühlensees in das Dieckenbruch. Um eine Wassermühle rund 500 Meter östlich des Mühlensees betreiben zu können, wurde im 14. oder 15. Jahrhundert am Südufer des Mühlensees ein Sperrdamm aufgeschüttet und am Ostufer ein Durchstich in Richtung Ankershagen geschaffen. Seit dieser Zeit entwässert der Bornsee (über den Trinnensee und Mühlensee) nicht mehr in Richtung der ursprünglichen Havel, sondern über die Tollense und Peene in die Ostsee. Der damals angelegte Sperrdamm hat die natürliche Nordsee-Ostsee-Wasserscheide geringfügig verschoben.

2007 wurde am Südufer des Mühlensees im Oberteil des Dieckenbruchs eine kleine sprudelnde künstliche Havelquelle geschaffen. Wenige Liter pro Minute speisen nun wieder symbolisch „echtes“ Havelquellwasser aus dem Bornsee über den Trinnen- und Mühlensee in die Havel.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]