Brückturm

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Der Regensburger Brückturm

Der Brückturm ist Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigungsanlagen von Regensburg. Der Torturm aus dem 13/14. Jahrhundert steht am Südende der Steinernen Brücke über die Donau, westlich neben dem 1620 erbauten städtischen Salzstadel und östlich neben dem 1487/1551 erbauten Amberger Stadel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bau des Brückturms ist nur ungefähr datierbar auf die Zeit ab Mitte des 13. bis Mitte des 14. Jahrhunderts, als die Stadtbefestigungsanlagen entstanden. Nach vorläufigen archäologischen Untersuchungen von 2009 spricht vieles dafür, dass dieser Brückturm bereits der Nachfolger eines früheren, weiter südlich gelegenen Torbaus war.[1] Zusammen mit dem Mittelturm und dem bereits 1246 entstandenen und 1809 zerstörten Schwarzen Turm am Nordende der Brücke bei der bayerischen Stadt Stadtamhof kontrollierte der Brückturm den Zugang zur Altstadt von Regensburg über die Steinerne Brücke.[2]

Der Brückturm (auch Schuldturm genannt) ist der einzig erhaltene von ehemals drei Wehrtürmen der Steinernen Brücke. In der Vergangenheit waren hier Schuldner eingesperrt und mussten im wahren Sinne des Wortes ihre Schulden einholen – mittels einer Angel, die sie vom Turmfenster herabließen, um die eine oder andere Münze zu erbetteln.[3]

Als Türmerwohnung dienten zwei kleine Zimmer und eine Küche im obersten Stockwerk, das heute als Aussichtsebene zugänglich ist. Von hier bietet sich ein guter Ausblick auf die Stadt.[3] In seinem Inneren birgt der Brückturm eine Abteilung des Donau-Schiffahrts-Museums sowie je ein historisches und ein modernes Uhrwerk.

Der große seitliche Torbogen wurde Anfang des 20. Jahrhunderts beim Bau der Straßenbahn erbaut.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lutz Michael Dallmeier und Mathias Hensch: Geheimnisse der Steinernen Brücke. Neue archäologische Aufschlüsse zur mittelalterlichen Bebauung des südlichen Brückenkopfes. In: Stadt Regensburg, Amt für Archiv und Denkmalpflege (Hrsg.): Denkmalpflege in Regensburg. Band 12. Friedrich Pustet, Regensburg 2011, ISBN 978-3-7917-2371-6, S. 6–33.
  2. Karl Bauer: Regensburg Kunst-, Kultur- und Alltagsgeschichte. 6. Auflage. MZ-Buchverlag in H. Gietl Verlag & Publikationsservice GmbH, Regenstauf 2014, ISBN 978-3-86646-300-4, S. 545 f.
  3. a b Info-Seite über Steinerne Brücke und Brückturm@1@2Vorlage:Toter Link/www.belocal.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Brückturm – Sammlung von Bildern

Koordinaten: 49° 1′ 16,4″ N, 12° 5′ 49,4″ O