Bramantino

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Anbetung der Hirten (1500–1535)
Pietà (spätes 15. Jh.)

Bramantino (* 1455 in Mailand; † 1536; eigentlich Bartolomeo Suardi) war ein italienischer Architekt und Maler.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bramantino war eine Zeit lang Gehilfe Donato Bramantes, woher er seinen Beinamen Bramantino (der kleine Bramante) erhielt. Er begleitete jenen auch nach Rom, wo er im Vatikan tätig war.

In Mailand werden ihm die Vorhalle der Kirche San Nazaro (1518) und verschiedene Gemälde in der Pinacoteca Ambrosiana und Pinacoteca di Brera (Anbetung Christi, ein dreiteiliger Madonnenaltar, das Fresko einer Madonna mit zwei Engeln) zugeschrieben. Er soll die malerischen Entwürfe Bramantes ausgeführt haben.

Im Jahr 1523 war er als Ingenieur bei der Belagerung Mailands durch die Franzosen im Dienste des Herzogs Francesco Maria II. tätig. Als Maler stand er anfangs unter dem Einfluss des Vincenzo Foppa, dann des Leonardo da Vinci. Er starb um 1535.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anbetung der Hirten, 1500–1535, Öl auf Holz, 50.5×43.5 cm.
  • Madonna del Latte, um 1490, Holz, 46×36 cm.
  • Maria mit Heiligen, Holz, 205×166 cm.
  • Maria mit zwei Heiligen, Fresko, 240×135 cm.
  • Pietà, Leinwand, 195×152 cm.
  • Triptychon von S. Michele, 1510, Holz, 123×156 cm.
  • Flucht nach Ägypten. Wallfahrtskirche Madonna del Sasso[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mauro Natale (Hg.), Bramantino, Katalog zur Ausstellung im Museo Cantonale d’Arte Lugano. Skira, Mailand 2014. (ital./engl.)
  • Franco Mazzini, Bramantino, In: Storia di Milano, Bd. VIII. Mailand 1957.
  • Wilhelm Suida, Bramante pittore e Bramantino, Mailand 1953.
  • Bramantino (1490). In: Ulrich Thieme, Felix Becker (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 4: Bida–Brevoort. Wilhelm Engelmann, Leipzig 1910.
  • Bramantino (1465). In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 13, Saur, München u. a. 1996, ISBN 3-598-22753-1, S. 572..
  • Giovanni Agosti (Hg.), "Bramantino a Milano," Katalog zur Ausstellung im Castello Sforzesco in Mailand, Mailand 2012.
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888 bis 1890.
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Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bramantino – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Renaissance-Maler Bramantino – Ein grosser Unbekannter. Neue Zürcher Zeitung, 21. Dezember 2014.