Braußwig

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Braußwig
Stadt Kitzscher
Koordinaten: 51° 9′ 21″ N, 12° 32′ 2″ O
Einwohner: 142 (9. Mai 2011)[1]
Eingemeindung: 1935
Eingemeindet nach: Dittmannsdorf
Postleitzahl: 04567
Vorwahl: 03433
Braußwig (Sachsen)
Braußwig

Lage von Braußwig in Sachsen

Braußwig ist ein Ortsteil der sächsischen Stadt Kitzscher im Landkreis Leipzig.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Braußwig liegt etwa 23 Kilometer süd-südöstlich der sächsischen Großstadt Leipzig. Das Sackgassendorf liegt am rechten Ufer der hier in Ost-West-Richtung fließenden Eula.

Nachbarorte von Braußwig sind Thierbach im Norden, Kitzscher im Nordosten, Dittmannsdorf im Süden, Eula im Südwesten, Gestewitz im Westen, Thierbach im Südwesten, Trages im Westen sowie Espenhain im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste belegte Ortsnamenform datiert von 1417 als Brunswig. Bereits für 1298 wird ein Kuno de Brunezwic genannt. Kirchlich ist es seit 1548 nach Eula gepfarrt.[2] Aus dem 1445 erstmals nachweisbaren Rittersitz wurde 1548 das Rittergut.[3] August Schumann nennt 1814 im Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen Braußwig betreffend u. a.:

„Das Dorf gehört dem hier befindlichen amtssässigen Rittergute, welches die Ober- und Erbgerichte hat. Die Zahl der Einwohner beträgt 112; sie besitzen 10 ¼ Hufe und 50 Kühe.“[4]

Albert Schiffner ergänzt 1827 u. a.:

„Der Ort zählt 14 Hintersässer, 3 Gärtner, 13 Häusler, überhaupt 32 Häuser und gegen 140 Seelen, die nach Eyla gepfarrt sind; drunter 1 Schmied u. 1 Wirth. [...] Das Rittergut hat weiter kein Zubehör, ist jetzt schriftsässig, besitzt hübsche Gebäude, Brau- und Brennerei, auch Trift für 400 Schafe, und gehörte ums J. 1570 dem Karl von Holläufer, 1795 Einem von Zehmen, und 1821 zweien Fräuleins von Hausen.“[5]

Braußwig lag bis 1856 im kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Borna.[6] Ab 1856 gehörte der Ort zum Gerichtsamt Borna und ab 1875 zur Amtshauptmannschaft Borna.[7] 1935 wird dem hiesigen Rittergut zugestanden, sich künftig „Rittergut Braußwig“ in Dittmannsdorf zu nennen. Letzter Besitzer war um 1912 Kurt Klinghardt. Das Gut wechselte 1945 in Gemeindebesitz und diente als Wohnunterkunft für Umsiedler.[3] 1935 wurde Braußwig nach Dittmannsdorf eingemeindet,[2] mit dem es 1974 zu Kitzscher kam.

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl[2]
1548/51 14 besessene Mann, 7 Inwohner, 10 Hufen
1764 18 besessene Mann, 8 Häusler, 11 Hufen
1834 161
Jahr Einwohnerzahl
1871 163
1890 163
1910 181
Jahr Einwohnerzahl
1925 176

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Matthias Donath: Schlösser in Leipzig und Umgebung. edition Sächsische Zeitung Redaktions- und Verlagsgesellschaft Elbland mbH, Meißen 2013, Braußwig S. 131

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kleinräumiges Gemeindeblatt für Kitzscher, Stadt. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, September 2014, abgerufen am 8. Februar 2015 (PDF; 0,23 MB).
  2. a b c Vgl. Braußwig im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  3. a b Ortsteil Braußwig im Porträt auf kitzscher.de, abgerufen am 7. Januar 2012.
  4. Vgl. Brauswig, Prauswig. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 1. Band. Schumann, Zwickau 1814, S. 484.
  5. Vgl. Brauswig. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 14. Band. Schumann, Zwickau 1827, S. 644.
  6. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 62 f.
  7. Die Amtshauptmannschaft Borna im Gemeindeverzeichnis 1900