Braußwig

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Braußwig
Stadt Kitzscher
Koordinaten: 51° 9′ 21″ N, 12° 32′ 2″ O
Fläche: 2,37 km²
Einwohner: 142 (9. Mai 2011)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1935
Eingemeindet nach: Dittmannsdorf
Postleitzahl: 04567
Vorwahl: 03433
Braußwig (Sachsen)

Lage von Braußwig in Sachsen

Braußwig ist ein Ortsteil der sächsischen Stadt Kitzscher im Landkreis Leipzig. Er wurde am 1. April 1935 nach Dittmannsdorf eingemeindet, mit dem er am 1. Januar 1974 zur Stadt Kitzscher kam.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Braußwig liegt etwa 23 Kilometer süd-südöstlich der sächsischen Großstadt Leipzig. Das Sackgassendorf liegt am rechten Ufer der hier in Ost-West-Richtung fließenden Eula.

Über die südlich des Orts verlaufende Bundesstraße 176 wird die westlich von Braußwig gelegene Bundesstraße 95 und die Bundesautobahn 72 (Anschlussstelle Borna-Nord) erreicht.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thierbach Kitzscher
Gestewitz Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Eula Dittmannsdorf

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste belegte Ortsnamenform datiert von 1417 als Brunswig. Kirchlich ist Braußwig seit 1548 nach Eula gepfarrt.[2]=[3] Aus dem 1445 erstmals nachweisbaren Rittersitz wurde 1548 das Rittergut, welches über Braußwig die Grundherrschaft ausübte.[4] Dieses war im Besitz der Familien Romanus, Falckner, von Zehmen, von Hausen, Zschammer, Schade und Lehmann.[5][6] Braußwig lag bis 1856 im kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Borna.[7] Ab 1856 gehörte der Ort zum Gerichtsamt Borna und ab 1875 zur Amtshauptmannschaft Borna.[8] Das Rittergut Braußwig war seit 1912 im Besitz von Kurt Klingenhardt.

Am 1. April 1935 erfolgte die Eingemeindung von Braußwig nach Dittmannsdorf.[9] Im gleichen Jahr wird dem hiesigen Rittergut zugestanden, sich künftig „Rittergut Braußwig“ in Dittmannsdorf zu nennen. Im Zuge der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone ab 1945 wurde das Rittergut Braußwig enteignet. Das Gut wechselte 1945 in Gemeindebesitz und diente als Wohnunterkunft für Umsiedler.

Durch die zweite Kreisreform in der DDR im Jahr 1952 wurde Braußwig als Ortsteil der Gemeinde Dittmannsdorf dem Kreis Borna im Bezirk Leipzig angegliedert. Mit der Eingemeindung von Dittmannsdorf nach Kitzscher wurde Braußwig am 1. Januar 1974 Ortsteil von Kitzscher.[10] Seit 1990 gehörte Braußwig als Ortsteil der Stadt Kitzscher zum sächsischen Landkreis Borna, der 1994 im Landkreis Leipziger Land und 2008 im Landkreis Leipzig aufging.

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl[2]
1548/51 14 besessene Mann, 7 Inwohner, 10 Hufen
1764 18 besessene Mann, 8 Häusler, 11 Hufen
1834 161
Jahr Einwohnerzahl
1871 163
1890 163
1910 181
Jahr Einwohnerzahl
1925 176

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Matthias Donath: Schlösser in Leipzig und Umgebung. edition Sächsische Zeitung Redaktions- und Verlagsgesellschaft Elbland mbH, Meißen 2013, Braußwig S. 131

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Braußwig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kleinräumiges Gemeindeblatt für Kitzscher, Stadt. (PDF; 0,23 MB) Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, September 2014, abgerufen am 8. Februar 2015.
  2. a b Vgl. Braußwig im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  3. Vgl. Brauswig. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 14. Band. Schumann, Zwickau 1827, S. 644.
  4. Brauswig, Prauswig. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 1. Band. Schumann, Zwickau 1814, S. 484.
  5. Das Rittergut Braußwig im Sächsischen Staatsarchiv
  6. Das Rittergut Braußwig auf www.sachsens-schloesser.de
  7. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 62 f.
  8. Die Amtshauptmannschaft Borna im Gemeindeverzeichnis 1900
  9. Braußwig auf gov.genealogy.net
  10. Dittmannsdorf auf gov.genealogy.net