Brigitte Bailer-Galanda

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Brigitte Bailer-Galanda (Zweite von rechts) bei der Pressekonferenz zur Gründung des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI) im Juni 2006

Brigitte Bailer-Galanda (* 5. März 1952 in Wien) ist eine österreichische Neuzeithistorikerin.

Von 1970 bis 1974 absolvierte sie ein Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und von 1990 bis 1992 ein Doktoratsstudium in Geschichte an der Universität Wien. 1992 wurde sie mit dem Käthe Leichter-Preis ausgezeichnet.[1] 2003 habilitierte sie an der Universität Wien, wo sie als Dozentin für Zeitgeschichte tätig ist.

Sie ist seit 1979 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Dokumentationsarchives des österreichischen Widerstandes (DÖW) und war von Dezember 2004 bis April 2014 wissenschaftliche Leiterin.[2]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

Monographien[Bearbeiten]

  • Vermögensentzug – Rückstellung – Entschädigung. Österreich 1938/1945-2005 (= Österreich-Zweite Republik. Befund, Kritik, Perspektive Bd. 7), Studienverlag, Wien 2005, ISBN 3-7065-4172-6 (mit Eva Blimlinger)
  • Die Entstehung der Rückstellungs- und Entschädigungsgesetzgebung. Die Republik Österreich und das in der NS-Zeit entzogene Vermögen (= Veröffentlichungen der Österreichischen Historikerkommission Bd. 3), Oldenbourg: Wien 2003
  • Vermögensentzug während der NS-Zeit sowie Rückstellungen und Entschädigungen seit 1945 in Österreich (= Veröffentlichungen der Österreichischen Historikerkommission Bd. 1), Oldenbourg: Wien 2003
  • Haider und die „Freiheitlichen“ in Österreich, Elefanten Press: Berlin 1997 (mit Wolfgang Neugebauer)
  • „... ihrer Überzeugung treu geblieben“. Rechtsextremisten, „Revisionisten“ und Antisemiten in Österreich, DÖW: Wien 1996
  • Haider wörtlich. Führer in die Dritte Republik, Löcker, Wien 1995, ISBN 3-85409-253-9.
  • Wiedergutmachung - kein Thema. Österreich und die Opfer des Nationalsozialismus, Löcker, Wien 1993, ISBN 3-85409-210-5.
  • Ein teutsches Land. Die „rechte“ Orientierung des Jörg Haider, Löcker: Wien 1987

Herausgeberschaft[Bearbeiten]

  • Israel – Geschichte und Gegenwart. Braumüller, Wien 2009, ISBN 978-3-7003-1695-4.
  • Österreich 1938–1945. Dokumente, Archiv Verlag: Wien 2006 (mit Lorenz Mikoletzky und Roman Sandgruber)
  • Wahrheit und „Auschwitzlüge“. Zur Bekämpfung „revisionistischer“ Propaganda, Deuticke: Wien 1995
  • Die Auschwitzleugner. „Revisionistische“ Geschichtslüge und historische Wahrheit, Espresso Verlag: Berlin 1996

Redaktion[Bearbeiten]

  • DÖW. Katalog zur permanenten Ausstellung, Braintrust: Wien 2006
  • Handbuch des österreichischen Rechtsextremismus, Deuticke: Wien 1993 und 1994
  • Jüdische Schicksale. Berichte von Verfolgten (= Erzählte Geschichte, Bd. 3), Österr. Bundesverlag: Wien 1992
  • Amoklauf gegen die Wirklichkeit. NS-Verbrechen und „revisionistische“ Geschichtsschreibung, DÖW & BMUKK: Wien 1991
  • Erzählte Geschichte. Berichte von Widerstandskämpfern und Verfolgten, Band 1: Arbeiterbewegung, Österr. Bundesverlag: Wien 1985

Literatur[Bearbeiten]

  • Fritz Bauer Institut, Katharina Stengel (Hg.): Opfer als Akteure, Interventionen ehemaliger NS-Verfolgter in der Nachkriegszeit, Frankfurt (Main) 2008. Kurzbio auf S. 303

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Käthe Leichter-Preis
  2. Brigitte Bailer(-Galanda): Kurzbiographie doew.at, abgerufen am 21. August 2014