Brockhausen (Bad Essen)

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Brockhausen
Gemeinde Bad Essen
Wappen von Brockhausen
Koordinaten: 52° 19′ 51″ N, 8° 23′ 29″ O
Höhe: 53 m ü. NHN
Fläche: 6,58 km²[1]
Einwohner: 352 (1. Dez. 2019)[2]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 49152
Vorwahl: 05472
Brockhausen (Niedersachsen)
Brockhausen

Lage von Brockhausen in Niedersachsen

Brockhausen ist ein Ortsteil in der Gemeinde Bad Essen im niedersächsischen Landkreis Osnabrück.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1392 wurde die Ortschaft Brockhausen erstmals im Kirchspiel Barkhausen urkundlich erwähnt.

Bis 1972 war die Ortschaft Brockhausen eine selbständige Gemeinde, als Teil vom Landkreis Wittlage. Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen, die am 1. Juli 1972 stattfand, wurden der Landkreis Wittlage dem Landkreis Osnabrück angegliedert und die Gemeinde Brockhausen – mit 16 weiteren Ortschaften – zum Ortsteil der neuen Gemeinde Bad Essen.[3][4]

Einwohnerentwicklung

Jahr 1910 1925 1933 1939 1950 1956 1961 1970 1981 2019
Einwohner 449 441 394 361 583 481 439 ¹ 416 ² 373 352
Quelle [5] [6] [6] [6] [1] [1] [3] [3][7] [2] [2]

¹ Volkszählungsergebnis vom 6. Juni
² Volkszählungsergebnis vom 27. Mai

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf kommunaler Ebene wird der Ort Brockhausen vom Gemeinderat aus Bad Essen vertreten.

Ortsvorsteher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsvorsteher von Brockhausen ist Willi Ahrens (SPD).[8] Die Amtszeit läuft von 2016 bis 2021.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort am Brockhauser Weg liegt eines der großen Gasthäuser der Gemeinde Bad Essen, welches sich seit 1853 im Familienbesitz befindet.[9]

Brockhausen befindet sich in einer ausgedehnten Feld- und Wiesenlandschaft, die ideal ist um am nahe gelegenen Mittellandkanal Radtouren zu tätigen. Es bieten sich Wanderungen im nahen Wiehengebirge an. Das Wandern und Radfahren ist im Naturpark TERRA.vita erholsam, wobei auf die Thementouren in unmittelbarer Nachbarschaft verwiesen wird, die zu dem Schloss Ippenburg und dem Schloss Hünnefeld und weiteren sehenswerten Gärten, dem Museum und Park Kalkriese zur Varusschlacht und zu den Dinosaurierfährten von Barkhausen unternommen werden können.[10]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2008 nahm Frank Heitmeyer als erster Brockhauser an den paralympischen Spielen in Peking im Sportschießen teil.
  • Bereits 1851 wurde in Brockhausen der Posaunenchor Brockhausen-Rabber gegründet, welcher der Kirchengemeinde Barkhausen-Rabber angehört. Damit ist er einer der ältesten Posaunenchöre Norddeutschlands.
  • Die Schützengesellschaft Brockhausen von 1960 e. V. richtet jedes Jahr ein bekanntes Schützenfest aus.[11]
  • Die „Carports“ sind ein regional bekannter Dorf-Chor.
  • Windpark mit drei Windkraftanlagen des Typs Enercon E-115 mit 149 m Nabenhöhe und 207 m Gesamthöhe.[12]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Statistisches Bundesamt Wiesbaden (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland – Ausgabe 1957 (Bevölkerungs- und Gebietsstand 25. September 1956, für das Saarland 31. Dezember 1956). W. Kohlhammer, Stuttgart 1958, S. 199 (Digitalisat).
  2. a b c Eckhard Grönemeyer: Einwohnerstatistik im Vergleich und Rückblick. (PDF; 826 kB) In: clva.de. „Centrales Ländliches Vereins-Archiv e. V.“, 2020, S. 1–2, abgerufen am 27. Juli 2020.
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 260.
  4. Tourist-Info – Gemeindeverwaltung. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Webseite Gemeinde Bad Essen. Archiviert vom Original am 27. März 2009; abgerufen am 28. Juli 2020.
  5. Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Wittlage. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 5. Januar 2020, abgerufen am 28. Juli 2020.
  6. a b c Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Wittlage (Siehe unter: Nr. 3). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  7. Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindestatistik Niedersachsen 1970. Bevölkerung und Erwerbstätigkeit – Regierungsbezirk Osnabrück. Teil 2, Heft 5. Hannover 1973, S. 138.
  8. Ortsbürgermeister/Ortsvorsteher – Brockhausen. In: Webseite Gemeinde Bad Essen. Abgerufen am 28. Juli 2020.
  9. Tourist-Info – Gasthaus Am Brockhauser Weg. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Webseite Gemeinde Bad Essen. Archiviert vom Original am 3. Februar 2009; abgerufen am 28. Juli 2020.
  10. Stadtplan von Bad Essen mit dem Ortsteil Brockhausen. (PDF; 485 kB) In: Webseite Gemeinde Bad Essen. Abgerufen am 28. Juli 2020.
  11. Schützengesellschaft Brockhausen von 1960 e. V. In: sg-brockhausen.de. Abgerufen am 28. Juli 2020.
  12. Enercon errichtet erste E-115 – eine neue 3-MW-Baureihe in Brockhausen. (Nicht mehr online verfügbar.) In: bilderansichten.de. Archiviert vom Original am 26. Januar 2016; abgerufen am 28. Juli 2020.