Bromchlormethan

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Strukturformel
Strukturformel von Bromchlormethan
Allgemeines
Name Bromchlormethan
Andere Namen
  • Chlorbrommethan
  • Methylenchlorbromid
  • Halon 1011
  • BCM
Summenformel CH2BrCl
CAS-Nummer 74-97-5
PubChem 6333
Kurzbeschreibung

leicht flüchtige, lichtempfindliche, farblose Flüssigkeit mit süßlichem, chloroformartigem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 129,38 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,99 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−86,5 °C[1]

Siedepunkt

68,5 °C[1]

Dampfdruck

147 hPa (20 °C)[1]

Löslichkeit
Brechungsindex

1,4838 (20 °C)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
05 – Ätzend 07 – Achtung

Gefahr

H- und P-Sätze H: 332​‐​315​‐​318​‐​335​‐​420
P: 261​‐​280​‐​305+351+338 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][1]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 20​‐​36/37/38​‐​59
S: 26​‐​37/39​‐​59
MAK

Schweiz: 200 ml·m−3 bzw. 1050 mg·m−3[5]

Toxikologische Daten

5000 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Bromchlormethan ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der aliphatischen und gesättigten Halogenkohlenwasserstoffe.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bromchlormethan ist lichtempfindlich und ab 400 °C zersetzt es sich, wobei z. B. Chlorwasserstoff und Bromwasserstoff entstehen.[1]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bromchlormethan wurde als Kältemittel, in Feuerlöschern und als Lösungsmittel eingesetzt, aber wegen seines Ozonabbaupotentials von 0,120 wurde die Produktion auf dem Eleventh Meeting of the Parties for the Montreal Protocol on Substances that Deplete the Ozone Layer am 1. Januar 2002 verboten.

Sicherheitshinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bromchlormethan wirkt narkotisch und es liegen Anhaltspunkte für eine krebserzeugende Wirkung vor.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l Eintrag zu Bromchlormethan in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 1. Februar 2016 (JavaScript erforderlich).
  2. Enius: Bromchlormethan
  3. Frank McKinnon: bromochloromethane
  4. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  5. Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA): Grenzwerte am Arbeitsplatz 2015 – MAK-Werte, BAT-Werte, Grenzwerte für physikalische Einwirkungen, abgerufen am 2. November 2015.