Brook Taylor

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Brook Taylor

Brook Taylor (* 18. August 1685 in Edmonton, Middlesex; † 29. Dezember 1731 in Somerset House, London) war ein britischer Mathematiker und Mitglied der Royal Society. Nach ihm wurde u.a. die Taylorreihe benannt.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Brook Taylor

Taylor studierte in Cambridge Mathematik. Im Jahre 1708 entwickelte er eine Lösung zum Problem der Oszillation. Sein Hauptwerk Methodus incrementorum directa et inversa („Methode der direkten und inversen Inkrementierung“) im Jahre 1715 lieferte Untersuchungen über die Methode der finiten Differenzen, über singuläre Lösungen von Differentialgleichungen und, erstmals in der Geschichte der Mathematik, über die schwingende Saite auf Basis mechanischer Prinzipien. Ferner enthielt es die ihm seit 1712 bekannte Potenzreihenentwicklung einer differenzierbaren Funktion, deren grundlegende Bedeutung für den Differentialkalkül Joseph-Louis Lagrange erst 1772 bemerkte.

Als hochbegabter Künstler schrieb Taylor auch über die Grundlagen der Perspektive im Jahre 1715 und beschrieb als erster das Prinzip des Fluchtpunkts.

Nach ihm benannt sind die Taylorreihe und die Taylorsche Formel, mit der man stetig differenzierbare Funktionen als Potenzreihen darstellen oder durch Polynome annähern kann. Auch der Mondkrater Taylor sowie der Asteroid (31122) Brooktaylor sind nach ihm benannt.

Er war zeitweise Sekretär der Royal Society.

Literatur[Bearbeiten]

  • Lenore Feigenbaum: Happy tercentenary, Brook Taylor! In: The Mathematical Intelligencer, Bd.8, 1986, Nr.1, S. 53 (ISSN 0343-6993).

Weblinks[Bearbeiten]