Brzotín

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Brzotín
Wappen Karte
Wappen von Brzotín
Brzotín (Slowakei)
Brzotín
Brzotín
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Košický kraj
Okres: Rožňava
Region: Gemer
Fläche: 20,565 km²
Einwohner: 1.363 (31. Dez. 2017)
Bevölkerungsdichte: 66 Einwohner je km²
Höhe: 267 m n.m.
Postleitzahl: 049 51
Telefonvorwahl: 0 58
Geographische Lage: 48° 38′ N, 20° 30′ OKoordinaten: 48° 38′ 0″ N, 20° 30′ 0″ O
Kfz-Kennzeichen: RV
Kód obce: 560022
Struktur
Gemeindeart: Gemeinde
Verwaltung (Stand: November 2014)
Bürgermeister: Pavol Gášpár
Adresse: Obecný úrad Brzotín
Mariássyho nám. 167
049 22 Brzotín
Webpräsenz: www.brzotin.ou.sk
Statistikinformation auf statistics.sk

Brzotín (bis 1927 slowakisch „Brzotýn“ oder „Berzetín“; deutsch Berseten, ungarisch Berzéte) ist eine Gemeinde im Okres Rožňava (Košický kraj) im Osten der Slowakei, mit 1363 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im Tal des Flusses Slaná im kleinen Talkessel namens Rožňavská kotlina (deutsch Rosenauer Kessel), umgeben von der Karstlandschaft des Slowakischen Karstes. Das Ortszentrum ist vier Kilometer von Rožňava und 73 Kilometer von Košice entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brzotín wurde zum ersten Mal 1242 als Berzethe schriftlich erwähnt. Im Mittelalter war die Ortschaft Standort eines Goldbergwerks, daher sind auch deutsche Kolonisten anwesend. Im 14. Jahrhundert gab es hier eine Mautstelle auf dem Weg in die Gespanschaft Zips. In dieser Zeit wurde auch die Burg oberhalb des Ortes zum ersten Mal erwähnt (1311 als castrum Berzete). Die Geschlechter Mariássy und Bebek waren bedeutende Gutsbesitzer des Mittelalters, seit dem 16. Jahrhundert hatte das Geschlecht Andrássy das Sagen. 1573 wurde die Burg von den Türken, die ein paar Jahre zuvor das Dorf besaßen, abgerissen. Im 19. Jahrhundert gab es im Ort fünf Hochöfen und Hammerwerke, die aber im Verlaufe des 20. Jahrhunderts wieder stillgelegt wurden. 1828 waren hier 161 Häuser und 1.211 Einwohner zu verzeichnen.

Bis 1919 gehörte der Ort im Komitat Gemer und Kleinhont zum Königreich Ungarn und kam danach zur Tschechoslowakei. Als Folge des Ersten Wiener Schiedsspruches war er 1938–45 noch einmal Teil von Ungarn. In den Jahren 1976–90 war Brzotín ein Ortsteil der benachbarten Stadt Rožňava.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung ist gemäß der Volkszählung von 2001 gemischt, wo von damals erfassten 1.238 Einwohner 43,2 % Slowaken, 40 % Ungarn und 15,4 % Roma waren.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Landschloss des Geschlechts Mariássy, wo sich auch die Verwaltung des Nationalparks Slowakischer Karst befindet, weiter Landschlösser der Geschlechter Okolicsány und Rákossy
  • Sakralbauten: römisch-katholische Annakirche aus dem Jahr 1803 und eine reformierte Kirche, ursprünglich im 13. Jahrhundert als eine römisch-katholische erbaut
  • Natur: Naturreservat Brzotínske skaly und die der Öffentlichkeit nicht zugängliche Höhle Brzotínska jaskyňa

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brzotín – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien