Buchhain

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Buchhain
Koordinaten: 51° 38′ 52″ N, 13° 23′ 26″ O
Höhe: 100 (96–101) m
Fläche: 12,78 km²
Einwohner: 409
Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 2001
Postleitzahl: 03253
Vorwahl: 035327
Buchhain (Brandenburg)
Buchhain

Lage von Buchhain in Brandenburg

Die Buchhainer Dorfkirche
Fachwerkscheune in Buchhain

Buchhain (bis 1937 Buckowien, niedersorbisch Bukowina) ist ein Ortsteil der Stadt Doberlug-Kirchhain im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutung des Ortsnamens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname kommt aus dem slawischen Bukowina und bedeutet Rotbuche, Rotbuchenwald. Am 30. Oktober 1937 wurde der Ort Buckowien in Buchhain umbenannt.

Chronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die urkundliche Ersterwähnung ist für das Jahr 1329 belegt. Rudolf I. (Sachsen-Wittenberg) verkaufte 1329 "Buckewien" mit dem Patronatsrecht, so dass die Belehnten, welches Standes sie auch sein mögen, von dem jedesmaligen Abte das Lehn nehmen sollen. Das Dorf war somit eines der 14 Klosterdörfer des Klosters Dobrilugk. [1][2] 1380 ist ein Pfarrer nachweisbar. Buchhain ist ein typisches Angerdorf. Das Dorf ist in rechteckiger Form angelegt, auf der Dorfaue liegen die Kirche und Schmiede. Buckowien war Marktflecken mit Wachs-, Honig- und Bienenmarkt. Später soll Wahrenbrück diesen Markt übernommen haben. [3] 1495 gehört die Kirche zu Burgkewin zum Erzpriester Sprengel in Schlieben. Die schon 1346 erwähnte Dorfkirche ist ein rechteckiger Feldsteinbau mit einem spätgotischen Querturm. Der Innenraum mit Tonnengewölbe stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist 1977 modernisiert worden. Der Kanzelaltar wurde im Jahr 1785 von Johann Gottfried Winklern, Tischler aus Sorno gefertigt. An der südlichen Außenwand befindet sich ein Rokoko-Grabstein.[4][5]

1529 hatte Buckowien 15 Hüfner und nur 1 Gärtner (Büdner).[3]

1815 wurde Buckowien Teil des Landkreises Luckau. 1952 entstand der Kreis Finsterwalde, dem Buchhain zugeordnet wurde. Mit der Eingemeindung im Jahr 1993 kam Buchhain in den neu entstandenen Landkreis Elbe-Elster.

Eine besondere Entdeckung wurde 1850 bei Buckowien gemacht, als man ein germanisches Reitergrab aus dem 3. Jahrhundert fand. Die darin enthaltenen Eisen- und Bronzegegenstände befinden sich im Museum für Vor- und Frühgeschichte in Berlin.

Bedeutung hatte Buchhain als zentraler Schulstandort für den Westen des Kreises Finsterwalde. Die Schule wurde 1976 erweitert und mit einer Turnhalle ergänzt. 1988/89 wurde die Schule durch einen Neubau ersetzt.

2008 hat sich Buchhain um den jährlich verliehenen Titel Naturparkgemeinde erfolgreich beworben. Damit wurde Buchhain für die Ausrichtung des Naturparkfestes für den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft 2008 verantwortlich.

Eingemeindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buchhain wurde am 31. Dezember 2001 nach Doberlug-Kirchhain eingemeindet.[6]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bewohner von Buchhain betrieben seit jeher Ackerbau, Holzwirtschaft und Viehzucht. Aber auch Weinanbau und Imkerwesen war zeitweise ansässig.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1818 216 1946 622
1846 270 1964 481
1871 522 1971 481
1900 449 1990 421
1939 450 1994 397

[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kriegerdenkmal in Buchhain
  • Dorfkirche
  • Kriegerdenkmal
  • Gasthaus „Zur Linde“

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Buchhain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chronik von Kirchhain und Dobrilugk und Grafschaft und Stadt Sonnewalde, Carl Wilhelm Zahn, Gotthold Zahn, 1926
  2. Rudolf Lehmann, Untersuchungen zur Geschichte der kirchlichen Organisation und Verwaltung der Lausitz im Mittelalter Band 13 1974
  3. a b Bausteine zur Heimatkunde des Kreises Luckau, Dr. Ernst Mucke
  4. http://www.doberlug-kirchhain.de/
  5. a b Festschrift 666 Jahre Buchhain 1995
  6. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001