Wleń

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Wleń
Wappen von Wleń
Wleń (Polen)
Wleń
Wleń
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Powiat: Lwówek Śląski
Fläche: 7,18 km²
Geographische Lage: 51° 1′ N, 15° 40′ OKoordinaten: 51° 1′ 0″ N, 15° 40′ 0″ O
Einwohner: 1831
(30. Jun. 2015)[1]
Postleitzahl: 59-610
Telefonvorwahl: (+48) 75
Kfz-Kennzeichen: DLW
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Breslau
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Gminagliederung: 12 Schulzenämter
Fläche: 86,00 km²
Einwohner: 4387
(30. Jun. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0212053
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Bogdan Mościcki
Adresse: Plac Bohaterów Nysy 7
59-610 Wleń
Webpräsenz: www.wlen.pl



Wleń ['vlɛɲ] (deutsch Lähn) ist eine Stadt im Powiat Lwówecki in der Woiwodschaft Niederschlesien, Polen. Sie ist gleichzeitig auch Sitz der gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wleń liegt am Fluss Bober, 15 km südöstlich der Kreisstadt Lwówek Śląski und 15 km nördlich von Jelenia Góra.

Holzindustrie und Fremdenverkehr (Luftkurort) sind die Haupteinnahmequellen. Früher wurde der berühmte Taubenmarkt abgehalten.

Blick von der Burg auf Wleń

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lähn um etwa 1825, mit der Burgruine Lähnhaus oberhalb der Stadt.

Gegründet wurde das heutige Wleń 1214 von Heinrich I. und seiner Gemahlin Hedwig. Oberhalb der Stadt thront die 1646 zerstörte Burg Lähnhaus. Unterhalb der Ruine befanden sich die Hedwigskapelle von 1662 und das Barockschloss mit Park. Die Stadt befand sich bis 1945 im niederschlesischen Landkreis Löwenberg und kam nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges an Polen.

Von 1975 bis 1998 gehörte Wleń zur Woiwodschaft Jelenia Góra.[2]

Im Juni 2014 feierte die Stadt 800-jähriges Stadtjubiläum.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rathaus auf dem Marktplatz
  • Burg Lehnhaus (Zamek Wleński Gródek) bei Łupki (Schiefer), Burgruine aus dem 10. Jahrhundert
  • Schloss Lehnhaus (Pałac Lenno) aus dem 16. Jahrhundert
  • Schloss Kleppelsdorf (Pałac Książęcy) aus dem 16. Jahrhundert[4]
  • Wehrkirche im Ortsteil Strzyżowiec (Tschischdorf)

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat eine Flächenausdehnung von 86 km², davon werden 55 % landwirtschaftlich genutzt und 39 % sind bewaldet.[5]

Sołectwo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Stadt- und Landgemeinde Wleń gehören neben der Stadtgemeinde weitere 12 Ortsteile (deutsche Namen amtlich bis 1945)[6][7][8] mit einem Schulzenamt (polnisch Sołectwo)[9]:

  • Bełczyna (Süssenbach)
  • Bystrzyca (Wiesenthal)
  • Klecza (Ober Hußdorf, 1935–1945 Hußdorf)
  • Łupki (Schiefer)
  • Modrzewie (Gießhübel)
  • Marczów (Märzdorf a. Bober)
  • Nielestno (Waltersdorf)
  • Pilchowice (Mauer)
  • Przeździedza (Dippelsdorf)
  • Radomice (Wünschendorf)
  • Strzyżowiec (Tschischdorf)
  • Tarczyn (Kleppelsdorf)

Eine weitere Ortschaft der Landgemeinde ist Wleński Gródek (Lehnhaus).

In Pilchowice (deutsch Mauer) befindet sich die Staumauer der Bobertalsperre.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Wleń verfügt über einen Kindergarten (przedszkole) zwei Grundschulen (szkoła podstawowa) und eine Mittelschule.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl August Müller: Vaterländische Bilder, in einer Geschichte und Beschreibung der alten Burgfesten und Ritterschlösser Preussens. Glogau 1837, S. 398–412.
  • A. Knoblich: Chronik von Lähn und Burg Lähnhaus am Bober. Urkundliche Beiträge zur Geschichte der Städte, Ritterburgen, Fürsten und Adelsgeschlechter Schlesiens. Breslau 1863 (E-Kopie).
  • Thomas Feldmann: Lähn am Bober. Eine Durchsicht alter Postkarten. In: "Löwenberger Heimatgrüße", 10/2007, S. 21–23.
  • Izabela Taraszczuk: Bürgerinitiative zum Errichten einer Gedenktafel zur evangelischen Kirche im niederschlesischen Lähn/Wleń. In: „Löwenberger Heimatgrüße“, hrsg. vom Goldammer Verlag in Rothenburg ob der Tauber, 1/2014, S. 13–14.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wleń – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.
  2. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (polnisch) (PDF; 802 kB)
  3. [1] Hinweis auf das Stadtjubiläum und Programmbeschreibung
  4. Schloss Kleppelsdorf – Geschichte (abgerufen am 12. Juni 2016)
  5. regioset.pl abgerufen am 22.Sep.2009
  6. Das Genealogische Orts-Verzeichnis
  7. [2]
  8. http://www.wlen.org.pl/mapy/mapy.html
  9. [3] (polnisch)