Burgau SG

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Burgau SG
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Kanton St. GallenKanton St. Gallen Kanton St. Gallen (SG)
Wahlkreis: Wil
Politische Gemeinde: Flawili2w1
Postleitzahl: 9230
UN/LOCODE: CH FLW
Koordinaten: 733664 / 252073Koordinaten: 47° 24′ 21″ N, 9° 12′ 35″ O; CH1903: 733664 / 252073
Höhe: 630 m ü. M.
Altes Rathaus

Altes Rathaus

Karte
Burgau SG (Schweiz)
Burgau SG
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Burgau ist ein Weiler und gehört zur Gemeinde Flawil im Kanton St. Gallen. Der Weiler hat ungefähr 120 Einwohner und etwa 35 Häuser.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burgau liegt zwei Kilometer östlich von Flawil unweit der Bahnstrecke nach Gossau, 300 Meter von der Glatt entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burgau wurde im Jahr 964 erstmals urkundlich erwähnt. 1079 gab es eine erste Wehranlage über die Glatt.

1166 begann die Herrschaft der Gielen von der Glattburg. Mit der sogenannten Burgauer Offnung, einem Rechtsbuch, das überlieferte Gewohnheiten festhielt, «einigten sich 1469 die Gerichtsgenossen des Niedergerichts Burgau mit ihrem Gerichtsherrn, dem Ritter Rudolf IX Giel von Glattburg auf 114 Bestimmungen». Die Herrschaft und Gerichtsbarkeit ging 1486 an das Stift St. Gallen. In Burgau lebten damals 19 Familien.

1632 erfolgte der Bau des Gerichtshauses durch Ammann Peter Moosberger, ein Vorfahre des heutigen Besitzers und des Dichters C. F. Meyer. 1639 erfolgte ein Anbau der Gerichtsstube. Die Leinwandhändler Egli und Stadler aus Burgau bewirkten 1783 durch Geldspenden den Kirchenbau in Oberglatt.

Die Médiation brachte 1803 die Auflösung des Gerichts. 1825 bildet sich die Dorfkorporation Burgau. 1890 folgte eine Schulverschmelzung mit der Schulgemeinde Flawil. Die Verschmelzung der Dorfkorporation Burgau mit der politischen Gemeinde war im April 1953. Mit einem Dorffest wurde 1964 das 1000-jährige Bestehen des Weilers gefeiert.

Direkt bei Burgau und auf dem Burgauerfeld wurde Kies für den Hoch- und Tiefbau gewonnen. Tätig war hier zuletzt die Herbag AG als Nachfolgerin von Jakob Heer. Aufgeschüttet werden die Gräben seit 1995 durch Schlacke und Asche aus Müllverbrennungen des Zweckverbands Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) und dem Verband für Kehrichtverbrennung Thurgau.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als einer der wenigen Orte des Kantons besteht er in seinem Kern aus historischen Holzhäusern aus dem 17. beziehungsweise 18. Jahrhundert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurzfassung Burgauer Chronik

  • Portrait Burgau. Website der Gemeinde Flawil, abgerufen am 5. Dezember 2019.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bernard Marks: 7.5 Millionen Franken für Deponie. In: St. Galler Tagblatt. 10. September 2010, abgerufen am 10. Dezember 2019.